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Presseberichte
Römerberg-Open – Nachgefragt bei Hubert Bohlender
RÖMERBERG. Die 13. Römerberg-Open gingen am vergangenen Sonntag bei herrlichem Sonnenschein zu Ende. Über das größte rheinland-pfälzische Tennis-Turnier sprach die RHEINPFALZ mit Hubert Bohlender, dem Förderkreisvorsitzenden und Motor der German-Masters-Veranstaltung.
Herr Bohlender, was bewegt Sie dazu, den riesigen Aufwand mit der Ausrichtung der Römerberg-Open auf sich zu nehmen?
Den Aufwand habe nicht nur ich, sondern das gesamte Team. Ich habe dabei nur den Club im Auge und möchte, dass sich der allgemeine Tennistrend rückläufiger Mitgliederzahlen nicht auf den TC Römerberg überträgt. Hierzu leistet dieses Turnier seinen Beitrag.
Werden Sie das Turnier im kommenden Jahr wiederholen?
Schon während des Turniers haben wir mit den Vorbereitungen für das nächste Jahr begonnen. Von daher, ein klares ja.
Die Veranstaltung wurde durch Aufnahme in die German-Masters-Serie aufgewertet. Ist dies nur ein Zwischenschritt zu einem noch größeren ATP-Turnier?
Wir werden kein ATP-Turnier anstreben, obwohl der DTB dies gerne sehen würde. Bei dem typisch deutschen Perfektionismus wären Aufwand und Kosten, die sich verdoppeln würden, überdimensional. Allein für dann notwendige internationale Profischiedsrichter müssten wir um die 6000 € mehr aufwenden. Hinzu kämen die Kosten für ganztags anwesende Physiotherapeuten und einen Turnierarzt, um nur einige Beispiele zu nennen.
Sie müssen auf Plätze von Nachbarvereinen ausweichen, weil die Platzkapazität des TCR nicht ausreicht. Planen Sie eine Erweiterung?
Unser Club ist darauf bedacht, die jetzige Mitgliederzahl zu halten, mit Steigerungen ist wohl nicht zu rechnen. Allein wegen der Open zu erweitern wäre wirtschaftlicher Unsinn. Ich hoffe, dass uns WR Speyer und TuS Heiligenstein auch künftig ihre Plätze zur Verfügung stellen, ohne die wir das Turnier nicht ausrichten könnten. Auch an dieser Stelle ein Dank an beide Clubs
Gab es Probleme mit Spielern des Teilnehmerfeldes, die zunächst nicht auf der Clubanlage spielen konnten?
Überhaupt nicht. Ich achte darauf, dass auch erstklassige Paarungen auf den Außenplätzen ausgetragen werden. Der eingerichtete Fahrdienst klappte wiederum reibungslos.
Wie reagieren die Mitglieder des TCR, die sechs Tage nicht Tennis spielen können?
Die Akzeptanz unserer Mitglieder ist über die Jahre hinweg immer mehr gewachsen. Heute gibt’s nicht die geringsten Probleme. Ganz im Gegenteil, alle sind stolz auf ihren Verein, der dieses hochdotierte Turnier ausrichtet und den Namen Römerberg in der gesamten Republik bekannt gemacht hat.
Wie viele Mitarbeiter benötigen Sie, um diese Großveranstaltung gut über die Bühne zu bekommen?
Es müssen ständig etwa zwanzig Personen präsent sein. Über das gesamte Turnier benötigen wir etwa 70. Ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgewirkt haben.
Waren Sie mit der Zuschauer-Resonanz zufrieden?
Ich bin sehr zufrieden, es war die beste Resonanz, die wir je hatten. Allein bei den phantastischen Endspielen am Sonntag waren 350 Zuschauer auf der Anlage.
Welche positiven Erfahrungen konnten Sie aus den 13. Römerberg-Open mitnehmen?
Unser seit Jahren eingespieltes Team hat hervorragend funktioniert. Dies war für mich, neben dem glänzenden Sport, das größte Highlight.
Haben Sie Rückmeldungen von Spielern aus dem Teilnehmerfeld bekommen?
Ja, sehr viele und ausschließlich Positive. Wir können davon ausgehen, dass wir im nächsten Jahr wiederum sehr viele bekannte Gesichter sehen werden.
Hat Sie auch etwas so richtig geärgert?
So richtig geärgert hat mich nur die Schnakeninvasion. Ansonsten hatte ich nur Grund zur Freude.
Wird es im kommenden Jahr Veränderungen geben?
Prinzipiell nein, in Nuancen nehmen wir natürlich immer wieder Verbesserungen vor.
(dsch)
Meffert und Barrois gewinnen Römerberg-Open
TENNIS: Marc Joachim vergibt neun Matchbälle
RÖMERBERG. (dsch). Das Römerberger German-Masters-Turnier um den Buddeberg-Cup ging gestern bei herrlichem Wetter und einer begeisterten Zuschauerkulisse zu Ende. Nachdem sich die Top-Favoriten Alexander Waske und Nina Dübbers vorzeitig verabschiedeten, setzten sich bei den Herren Dominik Meffert (TK Kurhaus Aachen) und bei den Damen Kristina Barrois (TC SW Bous) durch.
Der 23-jährige Bundesligaspieler, 61. der deutschen Rangliste, schlug in einem an Spannung kaum zu überbietenden Endspiel den an zwei gesetzten und für TC Bremerhaven spielenden Wormser Marc Joachim (31 Jahre/Rang 42 DTB) 6:7, 7:5 und 7:6. Bereits im vergangenen Jahr stellte er seine Klasse unter Beweis, als er seine Zweitbundesligaspiele allesamt gewann und mit seinem Aachener Club den Aufstieg in die erste Bundesliga schaffte. Im Halbfinale ließ Meffert aufhorchen, als er mit präzisem und schnellen Spiel den starken Argentinier Damian Patriarca (20), Waske-Bezwinger im Viertelfinale, in drei Sätzen ausschaltete.
Die Finalisten schenkten sich nichts. Nach dem Gewinn des ersten Satzes im Tie-Break schien Joachim nach 5:4 Führung im zweiten Durchgang auf der Siegerstraße, hatte drei Matchbälle als Meffert bei eigenem Aufschlag 0:40 zurück lag. Mit zwei Assen und weiteren exzellenten Aufschlägen zog die Nummer 61 der DTB-Rangliste den Kopf aus der Schlinge, breakte seinen sichtlich geschockten Gegner und sicherte sich bei eigenem Service das 7:5. Im entscheidenden dritten Satz boten beide glänzendes und spannendes Tennis. Joachim konnte bei 5:4-Führung weitere zwei Matchbälle nicht nutzen, der Tie-Break musste erneut entscheiden. Hier war Meffert, in einem Spiel das eigentlich zwei Sieger verdient gehabt hätte, etwas glücklicher und nervenstärker. Seinen ersten Matchball verwandelte er zum Turniersieg.
Im Damenfinale konnten Barrois vom TC Bous (23/Rang 18) und vor allem Carmen Klaschka (17/Iphitos München) das hohe Niveau ihrer Halbfinalbegegnungen nicht wiederholen. Die routiniertere Saarländerin brachte ihre Kontrahentin mit Slice-Bällen und ständigen Tempowechseln an den Rand der Verzweiflung und behielt am Ende klar mit 6:2, 6:2 die Oberhand. Die 17-jährige, die auch in der ersten tschechischen Liga zusammen mit Oliver Groß bei Slavia Prag spielte (in der CSSR besteht eine Mannschaft aus 4 Damen und 2 Herren), hatte bereits eine Vorahnung auf das Match gegen ihre „Angstgegnerin“: „Kristina spielt ein sehr variables Tennis, ich habe im Viertelfinale bei den deutschen Meisterschaften 2003 und im Januar im Endspiel in Tuttlingen gegen sie verloren“. Wie recht sie damit hatte, sie war gestern chancenlos. Bernd Franke, früher Torhüter der deutschen Fußballnationalmannschaft, sah eine ausgezeichnete taktische Leistung seiner Spielerin: „Carmen hat zwar unter ihren Möglichkeiten gespielt, Kristina nutzte taktisch sehr diszipliniert, die Schwächen der Münchnerin gnadenlos aus“.
Barrois hatte das Finale durch ein ungefährdetes 6:3, 6:3 gegen Margit Ruutel (TC Olympia Lorsch) erreicht, Klaschka fegte zuvor Nadine Hassinger vom TSC Mainz, die sich als Ungesetzte bis zum Halbfinale durchgekämpft hatte, mit 6:1, 6:0 vom Platz.
Etwas „müde und abgekämpft“ aber rundum zufrieden mit dem was sein Organisations-Team an den fünf Turniertagen auf die Beine stellte, zeigte sich Römerberg-Open-Boss Hubert Bohlender: „Ich habe überhaupt nichts zu bemängeln. Die Zuschauer-Resonanz ist Bestätigung und Anerkennung des gesamten Organisationsteams.“
Beim Tennis-Turnier in Römerberg im Finale gegen Meffert
Joachim wühlt sich durch
Römerberg (tag). Er hat sich doch noch durchgewühlt ins Finale. Zeitgleich mit dem topgesetzten Tennisprofi Alexander Waske hatte der Zweite der Setzliste, Mark Joachim (TV Bremerhaven), am Freitagabend vorm Aus bei den Römerberg Open gestanden. Mit 6:3 hatte der Weinheimer Patrick Knobloch den ersten Satz gegen den Favoriten gewonnen, doch der drehte das schwere Match noch mit 6:4, 6:4. Während Waske auf dem ersten Platz von Damian Patriarca aus dem Turnier geworfen wurde, ließen einen Platz weiter bei Knobloch die Kräfte nach. Irgendwann flog sein Schläger dann im hohen Bogen. Gestern im Halbfinale schlug der in Worms lebende Joachim, der zwei Tage in der Woche den Nachwuchs beim TC RW Neustadt trainiert, im Halbfinale dann auch Benjamin Ebrahimzadeh (Rüsselsheim) mit 6:4, 6:3. Im Finale trifft er heute (16.30 Uhr) auf Dominik Meffert (TC Kurhaus Aachen). Bei den Damen stehen sich im Endspiel um 14.15 Uhr Kristina Barrois und Carmen Klaschka gegenüber.
KAMMC / KAMMC
Quelle:
Verlag: Sonntag Aktuell
Publikation: Vorderpfalz
Ausgabe: Nr.26
Datum: Sonntag, den 27. Juni 2004
Seite: Nr.13
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Internationale Klaschka-Sisters
TENNIS: Römerberg-Open Finalistin stammt aus sportverrückter Familie
RÖMERBERG. Über München, Prag, Römerberg nach Innsbruck. Dies sind die Stationen der für Iphitos München spielenden Carmen Klaschka. Am Sonntag verlor sie das Finale der Römerberg-Open – noch. Im nächsten Jahr möchte das 17-jährige Tennistalent wieder kommen und gewinnen.
Derzeit besucht die Nummer 39 der deutschen Rangliste und Zweite der deutschen U 18 die elfte Klasse der Fachoberschule Wirtschaft in Landsberg. Ihr vorrangiges Ziel: Fachabitur und dann in den Tennis-Circuit einsteigen. Keine Phantasterei und keine Zukunftsmusik, sondern klare Vorstellungen eines Mädchens, das weiß was es will. „Ich werde mein Glück versuchen“ sagte sie im Gespräch mit RHEINPFALZ-Mitarbeiter Manfred Scherer.
Wie ihr Berater Günther Napp, ein Mössinger Rechtsanwalt mitteilte, setzen schon heute einige „Tennis-Investoren“, Industrielle des süddeutschen Raumes und auch Kont Kurany, der Vater von Kevin, dem Fußballnationalspieler, auf die Tennis-Zukunft der Siebzehnjährigen.
Ihre Erfolgsbilanz kann sich sehen lassen. In der ersten Damen-Bundesliga belegte die Schülerin mit Iphitos München punktgleich mit dem deutschen Meister TC Moers Rang drei. Die Nachwuchsspielerin gewann gleich fünf Mal und verlor nur eine Begegnung. Auch in der tschechischen Liga spielte sie bei Slavia Prag sehr erfolgreich. Im Vorjahr holte die Römerberg-Open-Finalisten mit dem bayrischen Landesverband die deutsche Meisterschaft, stand im Viertelfinale bei den dt. Einzelmeisterschaften und erreichte das Finale in Tuttlingen.
Carmen ist nicht die einzige erfolgreiche Spielerin der Klaschka-Familie: Schwester Sabine (23), Nummer 12 der DTB-Rangliste, stand gestern im Finale eines 25.000 Dollar-WTA-Turniers in Kopenhagen und Jennifer (21/99. DTB) spielt, mit einem Stipendium ausgestattet, auf Punkt zwei der College-Mannschaft der University Nashville/Tennesee. Demnächst dürfen sich die Österreicher auf die Klaschka-Schwestern freuen, wenn sie gemeinsam für den TC Innsbruck das Racket schwingen.
Napp selbst noch Tennis-Bundesligaspieler (AK 55) beim TC Hechingen und Berater mehrer Fußball-Bundesliga-Trainer (u. a. KSC-Trainer Lorenz Günther Köstner), sieht ein sehr großes Marketing-Interesse an den drei Klaschka-Mädels: „Die Situation im heutigen Frauen-Tennis gibt Carmen eine Riesenchance. Und außerdem: Dass gleich drei Mädels aus einer Familie derart erfolgreich Tennis spielen, hat Seltenheitswert und bietet einiges an Möglichkeiten. Dies ist auch dringend notwendig, denn die Turniere in Australien, Amerika, Asien aber auch in Europa, die Carmen gerne spielen möchte, kosten eine Menge Geld“.
Die mehrfache bayrische Jugendmeisterin und ihr „Berater“ waren voll des Lobes über das Turnier hinter dem Hallenbad: „Das Turnier gefällt mir sehr gut, die Organisation und das Ambiente sind bestens und die aufgeschlossenen und netten Menschen in der Pfalz finde ich einfach toll“ sagte die sympathische Münchnerin und freute sich auf den anschließenden Bummel durch die Speyerer Fußgängerzone und die chinesische Ente in der „Neuen Welt“.
Gut möglich, dass die jüngste der Klaschka-Schwestern in einigen Jahren das hinkende Öffentlichkeitsinteresse am Tennis-Spitzensport zu neuem Leben erweckt. Es wäre nicht nur ihr, sondern dem gesamten deutschen Tennis zu wünschen. (dsch)
Sensation: Daviscup-Spieler Alexander Waske scheidet im Viertelfinale aus
TENNIS:
RÖMERBERG. Das German-Masters-Turnier des TC Römerberg um den Buddeberg-Cup hat mit Julian Gast (TC Römerberg) seinen letzten Lokalmatadoren verloren. Auch die Nummer neun der deutschen Rangliste, der hohe Favorit Alexander Waske schied im Viertelfinale sensationell gegen den ungesetzten Argentinier Damian Patriarca (TC Uttendorf) aus. Nadine Hassinger (TSC Mainz), Bezwingerin der Mannheimerin Nina Lübbers (GW Mannheim), kämpfte sich ebenso wie die an zwei gesetzte Kristina Barrois (TC SW Bous/Rang 18 der deutschen Rangliste) ins Halbfinale durch.
Gast (23 Jahre/73 DTB) hatte mit dem an sieben gesetzten Dominik Meffert vom TK Kurhaus Aachen (61 DTB) im Achtelfinale ein sehr schweres Los erwischt. Zunächst schien der Neu-Römerberger nach Break zur 3:1 Führung auf dem Weg zum Satzgewinn. Der Aachener spielte daraufhin auf konstant hohem Niveau und entschied, etwas unglücklich für den 23-jährigen, den ersten Durchgang mit 7:5 für sich. Bei Gast ließen die Kräfte nun nach, er resignierte und gab auch den zweiten Satz mit 2:6 ab. „Mein Gegner war mir heute einfach körperlich überlegen, der Trainingsrückstand war spielentscheidend“ sah der Oberliga-Spieler den Grund für seine Niederlage. Gegenüber dem Vorjahr, als er die erste Qualifikationsrunde verlor, steigerte er sich gewaltig. Turnierchef Hubert Bohlender setzt auf den Eppelheimer und erwartet von seinem „Neuling“ gute Ergebnisse in der Oberliga-Runde.
Waske traf in einer hochklassigen Partie auf einen glänzend disponierten Gegner. Der junge Argentinier brachte den Daviscupspieler mit seinen schnellen Bällen mehrmals in Verlegenheit. Nach dem Gewinn des ersten Satzes (6:3), gab er sich in dem, nach Meinung vieler Beobachter vorweggenommenem Endspiel, mit 3:6 und 2:6 geschlagen
Kristina Barrois (TC SW Bous/18 DTB), die Hobbyfussballerin, setzte sich zunächst mit 6:3, 6:1 sicher gegen Vivien Weber (TC BW Berlin) durch, im Viertelfinale bezwang sie Lisa Fritz (BASF TC/49 DTB) mit 7:6, 6:2. Nach dem Ausscheiden von Lübbers ist die Zweitbundesliga-Spielerin eine heiße Kandidatin auf den Turniersieg. Heute tritt sie im Halbfinale gegen Margit Ruutel (TC Olympia Lorsch/54 DTB) an, die ihre Halbfinalbegegnung gegen Eveline Widiger (TC Bous) 6:4, 6:1 gewann.
Die Nummer 60 der dt. Rangliste aus Mainz, Nadine Hassinger, wächst als ungesetzte Spielerin in Römerberg über sich hinaus. Nach Lübbers bezwang sie auch Anna Rynarzewska (TC Sportforum Bernau/96 DTB) 7:6, 6:3 und Kristina Nedeltcheva (TC BW Altheim)
Römerbergs Förderkreis-Vorsitzender und „Macher“ der „Open“, Hubert Bohlender zog nach drei Spieltagen eine positive Zwischenbilanz: „Bis auf die kurzfristigen Absagen bin ich mit dem Turnierverlauf sehr zufrieden. Das Hauptfeld konnte mit Qualifikanten und Lucky-Loosern bestens ergänzt werden, was deren Siege gegen gesetzte Spieler beweisen. Mein Dank gilt vor allem unseren Nachbarvereinen TuS Heiligenstein und WR Speyer, die uns an den ersten beiden Turniertagen mit ihren Plätzen ausgeholfen haben. Ohne dieses Entgegenkommen könnten wir dieses glänzende Turnier überhaupt nicht ausrichten“.
Selbst der frühere Bundesliga-Stammspieler von GW Mannheim und heutige saarländische Verbandstrainer, Dirk Dier, ließ es sich trotz vieler Verpflichtungen nicht nehmen, seine Schützlinge Kristina Barrois und Evelyne Widinger zeitweise zu betreuen. Von der „sehr guten Veranstaltung“ war das Tennis-Ass angetan.Die Zuschauer des gestrigen Spieltages waren von dem hochklassigen Tennis, das auf der Anlage hinter dem Hallenbad geboten wird, hellauf begeistert. Die Halbfinal Begegnungen beginnen heute ab 10.30 Uhr (dsch)
Von Wimbledon nach Römerberg: Tennisprofi Alexander Waske
Der Meister vieler Register
Römerberg (cka). 29 Jahre ist der Tennisprofi Alexander Waske alt. Und erst seit 2000 offiziell Profi. Ein Spätstarter also, der seinem Körper lange noch nicht so viel abverlangt hat wie das Gros seiner Kollegen, die Ende 20 normalerweise schon am Ende ihrer Karriere stehen. ¸¸Ich werde trotzdem immer gefragt, wann ich aufhöre", erzählt der Frankfurter, der für Sponsoren weniger interessant ist. ¸¸Jeder sucht das Wunderkind, aber das sind wohl die Gesetze des Marktes", sagt der Routinier, der die Rechnung von Tennis-Investoren kennt. Wenn bei zehn Jungen ein Guter dabei ist ...
Waske hat es nicht früh auf die Tour gedrängt, er ist seinen Weg gegangen. Zukunftspläne hat er nur vage. ¸¸Ich habe mehrere Optionen", meint der Rechtshänder, der auch auf dem Tennisplatz ein Meister aller Register ist. Variabel zu sein, gehört zu den Vorzügen des guten Doppel-Spielers und guten Aufschlägers. Möglicherweise wird er in den USA seinen Masters of Business abschließen. Drei Jahre hatte er am College in San Diego studiert, musste das Studium mit 24 aber abbrechen, weil er dann für die College-Mannschaft zu alt geworden war. ¸¸Vielleicht bleibe ich aber auch im Tennis." Zukunftsmusik.
Vorgestern hat der deutsche Davis-Cup-Spieler eine bittere Niederlage kassiert. Bei dem für seine Verhältnisse vergleichsweise kleinen Turnier in Römerberg war er im Viertelfinale überraschend an einem jungen Argentinier gescheitert. Damian Patriarca hatte gedacht, Waske stehe in der Weltrangliste um Position 280. Dass er die Nummer 188 der Welt geschlagen hatte, war für den Südamerikaner eine Überraschung.
Der Turniersieg war sicher nicht Waskes vorrangiges Ziel gewesen. Vielmehr wollte er vor den anstehenden Sandplatz-Turnieren Matchpraxis sammeln. Und sich umstellen. Denn vor Römerberg hatte Waske in Wimbledon auf Gras sein Glück versucht. ¸¸Dort habe ich nur Surf and Volley gespielt, das habe ich hier gerade einmal gemacht", hatte er nach seinem Erst-Runden-Sieg über den jungen Vytis Balziukas (TC RW Neustadt) gesagt. Im Südwesten Londons hatte das Los ihm aber den Zweiten der Qualifikations-Setzliste beschert: den Franzosen Olivier Mutis, der bei den French Open Andy Roddick geschlagen hatte. Mutis ist der Angstgegner Waskes. ¸¸Ich habe jetzt viermal gegen ihn gespielt und viermal verloren."
Durch zwei Knie-Arthroskopien im vergangenen Jahr fiel Waske auf Rang 188 der Weltrangliste zurück. Im Doppel wird er auf Rang 104 geführt, als fünftbester Deutscher. Seinen guten und schnellen Aufschlag und die Vorhand zählt der Bundesliga-Spieler, der nach dem Ausstieg von ETUF Essen nach Sundern wechselte, zu seinen Stärken. Dem starken Aufschlag hatte er sicher auch die Nominierung durch Teamchef Patrik Kühnen für die Davis-Cup-Partie gegen Israel im April zu verdanken. Nach 0:2-Satzrückstand hatte Waske an der Seite von Tommy Haas einen großen Auftritt. Im fünften Satz schaukelte das Duo die Partie gegen die starken Israelis Jonathan Erlich und Andy Ram noch heim. Deshalb gehört Waske auch zu den wenigen auserwählten Tennisprofis, die für Deutschland bei den Olympischen Spielen antreten sollen. ¸¸Ich habe nur gehört, dass ich nominiert bin", sagt Waske, für den der Davis-Cup-Einsatz der Kick seines Lebens war: ¸¸Die ganze Atmosphäre und das Drumherum, das kann mir keiner mehr nehmen." Einmal seinen Enkelkindern erzählen zu können, dass der Opa für Deutschland gespielt hat ...
Als Frankfurter ist Waske Eintracht-Fan. ¸¸Ich habe mich aber auch für Mainz gefreut, dass sie aufsteigen", sagt der Weltenbummler, der auf eine weitere Chance im deutschen Team hofft. ¸¸Wir haben drei sehr starke Einzel-Spieler, aber im Doppel sehe ich mich auf einer Stufe mit den anderen", meint er selbstbewusst. Für die Schweiz müsse ein Roger Federer auch Doppel spielen wie früher Boris Becker für Deutschland. ¸¸Wir haben keinen Boris Becker mehr", sagt Waske, der es als ein Plus ansieht, dass Kühnen sich nicht ¸¸auf einen festlegen muss, der die ganze Bürde trägt".
Betreut wird Waske, der mitunter einen giftigen Eindruck auf dem Platz macht, dann aber eigentlich nichts anderes als hochkonzentriert ist, seit einem Jahr vom früheren Mannheimer Bundesliga-Spieler Carsten Arriens, der als Honorar-Trainer des Deutschen Tennisbundes zwar 25 Wochen im Jahr mit den von ihm betreuten Junioren unterwegs ist. Ein Problem, das Waske mit vielen anderen Profis teilt. Der Coach ist von seinem Schützling begeistert: ¸¸Es macht Spaß, mit einem Spieler wie ihm zu arbeiten, er ist sehr professionell", sagt Arriens, der selbst noch in Aachen Bundesliga spielt. Ein von der Meldeliste her mögliches Spiel Waske gegen Arriens ¸¸wird es aber auf gar keinen Fall geben", betont der Kölner.
Wenn Waske in Frankfurt ist, trainiert er auch mit Guideon Hilp, den er seit seinem zwölften Lebensjahr kennt. Bei den French Open und in Wimbledon stand Waske mit Larry Willems ein früherer College-Coach zur Verfügung. Seit zwei Jahren arbeitet Waske außerdem auch mit dem Münchner Mentalcoach Thomas Baschab zusammen. Das habe insofern was gebracht, als er ¸¸einer der Grundsteine dafür war, dass ich mich 2002 zum ersten Mal für Wimbledon qualifiziert habe".
Auf dem Platz ist Waske wie jeder andere Tennisspieler mit sich alleine. ¸¸In keinem anderen Sport verliert man so viel wie im Tennis", beschreibt er den Verdrängungswettbewerb, dem er sich Woche für Woche aussetzt. Der Mann, der nicht das Talent anderer hatte, bringt etwas anderes mit: ¸¸Man muss bis zum letzten Punkt gewinnen wollen." Auch mit 29. (Bild: Kunz)
KAMMC / KAMMC
Quelle:
Verlag: Sonntag Aktuell
Publikation: Vorderpfalz
Ausgabe: Nr.26
Datum: Sonntag, den 27. Juni 2004
Seite: Nr.13
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TENNIS: 13. Römerberg-Open
RÖMERBERG. Die 13. Römerberg-Open haben ihre erste Sensation. Die Top-Favoritin Nina Dübbers (GW Mannheim), neunte der deutschen Rangliste verabschiedete sich mit einer 5:7, 0:6 Niederlage gegen Nadine Hassinger (TSC Mainz) aus dem Turnier. Daviscupspieler Alexander Waske (TC BW Sundern) setzte sich gegen den Qualifikanten Vytis Balsiukas (TC Oberwerth mit 6:2, 6:4 durch.
Lübbers fand nie ins Spiel und konnte sich ihre zwölf Doppelfehler nicht erklären: „Normalerweise ist der Aufschlag meine große Stärke. Ich hoffe nur, dass es bei den drei WTA-Turnieren, die ich in nächster Zeit spielen werde, besser klappt“. Die überglückliche Siegerin meinte: „Ich war zu Beginn total nervös, schließlich bin ich bei unserem letzten Zusammentreffen mit 0:6, 1:6 untergegangen. Selbst beim 5:0 im zweiten Satz war ich mir noch nicht sicher, ob sie das Match nicht doch noch umbiegt“.
Mit Spannung erwarteten die Zuschauer den ersten offiziellen Auftritt des Eppelheimers Julian Gast im Dress des TC Römerberg. Gegen Sascha Heinemann (TV Rüsselsheim) sprang ein überzeugender 6:3, 6:4 Sieg heraus. Der 24-jährige, der über seinen Freund Markus Hornung zum TCR gekommen ist, setzte seinen Gegner mit knallharten Aufschlägen unter Druck und ließ zu keiner Phase einen Zweifel daran, wer als Sieger den Platz verlässt. Sein vorrangiges Ziel: Heute das Viertelfinale erreichen, demnächst für den TCR eine gute Oberliga-Saison abliefern und vor allem die derzeitigen Knieprobleme (Patellaspitzen-Syndrom) auskurieren. Im letzten Jahr verbesserte sich der Germanistik-Student von 250 auf 71 der DTB-Rangliste. In der Weltrangliste wird er auf 1007 geführt. Seine größten Erfolge feierte der frühere badische Jugendmeister mit dem zweiten Platz des rennomierten internationalen Turniers in Tauberbischofsheim und dem Erreichen des Viertelfinales beim Masters-Turnier in Lausanne.
Der für den TC Römerberg spielende Ludwigshafener Sascha Sroka (24 Jahre) erwischte in der dritten Qualifikationsrunde mit dem aktuellen isländischen Daviscupspieler und der Nummer eins seines Landes, Arnar Sigurdsson (TATV Vaihingen-23 Jahre), ein ganz schweres Los. Trotz spektakulärer Angriffsbälle und glänzendem Spiel hatte der frischgebackene Abiturient beim 1:6, 2:6 letztlich keine Chance gegen den überlegt und abgeklärt agierenden Isländer.
Sroka spielte zwar das dynamischere Tennis und ging das höhere Risiko. Sigurdsson hatte aber fast immer die bessere Antwort. Konditionell voll auf der Höhe zwang er den Lokalmatador mit seinem nahezu fehlerlosen Spiel von der Grundlinie her zu langen Ballwechseln, wechselte das Tempo und stürmte im Bedarfsfall ans Netz. Der Römerberger Oberligaspieler, auch konditionell unterlegen, mühte sich, die Ballwechsel zu verkürzen und frühzeitig zu punkten. Dies gelang nur bedingt, das riskante Spiel forderte seinen Tribut in Form einer höheren Fehlerquote. Sigurdsson spielte locker seinen Part herunter und gewann souverän. Er möchte die erste Hauptrunde überstehen. „Sascha hat in dem langen eineinhalbstündigen Match sehr gut gespielt. Ich hoffe bei diesem tollen Turnier auf das Achtelfinale, alles weitere wäre super“ sagte der sympathische „Wikinger“. Seine Niederlage kommentierte Sroka sportlich fair: „Viele Spiele gingen über Einstand, in den entscheidenden Phasen war er einfach besser“.
Durch die Absagen von Titelverteidiger Yuri Schukin, der noch in Italien im Einsatz ist sowie Florian Jeschonek (GW Mannheim) und Matthias Frenzel (TB Erlangen), die beide erkrankt sind, rutschte Sroka als Lucky-Looser doch noch ins Hauptfeld, wo er dem Pelgen-Bezwinger Oliver Markus (TC BW Bensheim) unterlag. (dsch)
Tennis: „Römerberg-Open“
RÖMERBERG. Der Wettergott meinte es gut mit dem Tennisclub Römerberg. Entgegen düsterer Vorankündigungen ließ der Himmel seine Pforten geschlossen, die vorgesehen Begegnungen der Römerberg-Open um den Buddeberg-Cup konnten planmäßig abgewickelt werden. Freilich ohne Lokalmatador Timo Nigri, der in letzter Minute verletzungsbedingt absagte. Sebastian Pelgen (WR Speyer) schied gegen Oliver Markus (TC BW Bensheim-DTB-Rang 365) aus. Sascha Sroka nutzte gegen den Isländer Andri Jonsson den Heimvorteil und zog in die dritte Qualifikationsrunde ein.
16 Damen und 52 Herren kämpften um die jeweils acht freien Plätze im Hauptfeld.
Wie glänzend das Damenfeld besetzt ist, zeigte sich daran, dass sich die auf den Rängen 96 und 108 der DTB-Rangliste geführten Anna Rynarzewska (TC Bernau) und Weyreuter Jessica (SC 1880 Frankfurt) erfolgreich durch die Qualifikation spielen mussten.
Pelgen (16 Jahre-DTB 924) lieferte dem Favoriten zumindest im ersten Satz einen großen Kampf. Markus, einen Kopf größer als der Speyerer, hatte Aufschlagvorteile, die letztlich zum Erfolg ausreichten. Der 16-jährige ließ zunächst den gewaltigen Ranglistenunterschied vergessen und bei einer 6:5 Führung und eigenem Aufschlag bot sich gar die große Chance, Durchgang eins für sich zu entscheiden. Der erste Doppelfehler und zwei Linienbälle seines Gegners führten zum unglücklichen Break. Im Tie-Break behielt der Bensheimer mit 7:2 die Oberhand. Im zweiten Satz resignierte der junge Domstädter. Mit seiner beidhändigen Rückhand und den Vorhandwinnerschlägen punktete Markus zum sicheren 6:2. Pelgen, der im vergangenen Winter wegen seines Fußballeinsatzes in der Regionalliga nur wenig trainieren konnte, sagte zu seiner Niederlage: „Der erste Satz war völlig offen. Beim 6:5 war ich wohl etwas zu passiv und hatte dazu noch viel Pech. Im zweiten Satz riss mir beim 0:0 eine Saite und schnell stand es 0:3. Markus wurde stärker und meine Unkonzentriertheiten kosteten mich den Sieg“.
Hubert Bohlender, Organisator und „Macher“ der „Römerberg-Open“ sah es im Hinblick auf die Oberliga-Runde als nützlich an, Sroka keine Wildcard auszustellen, sondern ihn in die „Quali“ zu schicken: „Sascha hat wenig Turniere gespielt und soll Matchpraxis sammeln. Ich hätte ihm keinen Gefallen getan, wenn er in der Hauptrunde gleich auf einen Favoriten getroffen wäre und sich nach nur einem Match vom Turnier verabschiedet hätte“.
Sroka (24 Jahre-DTB 302) wollte sich eigentlich gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner einspielen. Pech für den Römerberger: Freilos in Runde eins. Gegen Jonsson (TATV Vaihingen) griff der Halbfinalist der Rheinland-Pfalz-Meisterschaften erstmals ins Turniergeschehen ein. Vom Wind beeinträchtigt wechselten sich in der spannenden Partie Licht und Schatten bei beiden Kontrahenten ab. Weder Sroka noch Jonsson konnten sich im ersten Satz absetzen. Der Tiebreak musste entscheiden. Der Römerberger ging schnell mit 5:0 in Führung und gewann am Ende mit 7:4, nachdem der Isländer nochmals auf 5:4 herankommen war.
Im zweiten Satz zwang der Römerberger seinen Gegner durch sein effektives Spiel zu höherem Risiko mit der Folge, dass dieser eine höhere Fehlerquote produzierte. Im ominösen siebte Spiel breakte Sroka zum vorentscheidenden 4:3. Die restlichen beiden Spiele waren nur noch Formsache. Der 24-jährige verwandelte den ersten Matchball zum 6:3 und trifft heute auf den Isländer Arnar Sigurdosson. Zu seinen Aussichten meinte der Zweitrundensieger: „Gegen Arnar Sigurdosson habe ich noch nie gespielt. Wenn ich sehr gut spiele kann ich es schaffen, es wird aber ganz schwer“. (dsch)
Klassebesetzung bei Römerberg-Open
TENNIS: 130 Teilnehmer versprechen spannende Kämpfe –
Waske und Dübbers Topfavoriten
RÖMERBERG. Heute beginnt unter der Schirmherrschaft des rheinland-pfälzischen Innenministers Walter Zuber die 13. Auflage der „Römerberg-Open“, einem Einzelturnier, dem über den regionalen und nationalen Raum hinaus ein glänzender Ruf vorauseilt. Bis zum Sonntag bewerben sich etwa 50 Damen und 80 Herren um die 15.000 € Preisgeld.
Förderkreis-Vorsitzender und Turnierleiter Hubert Bohlender ist es erstmals gelungen, das Traditionsturnier des Tennisclubs Römerberg im Rahmen der German-Masters-Serie durchzuführen. Bei dem ausgeschriebenen Preisgeld hätte das Turnier nach seiner Auffassung auch in die ATP-Kategorie eingestuft werden können. Davon habe man aber wegen der hohen Nebenkosten und der damit verbundenen Risiken abgesehen.
Bereits im Vorfeld leisteten Bohlender und seine ehrenamtlichen Helfer umfangreiche Vorarbeiten. So wurden 1300 Spieler angeschrieben, die sich zunächst nur zögerlich anmeldeten. In den letzten drei Tagen dagegen wurden die Verantwortlichen von einer regelrechten Anmeldungsflut überrascht.
In einer Qualifikationsrunde kämpfen bei den Herren etwa 60 und bei den Damen etwa 25 SpielerInnen um die noch offenen acht Plätze in den 32er-Hauptfeldern. Denn aufgrund ihrer Ranglistenposition oder mit Wildcards ausgestattet, sind bereits 24 Spielerinnen und Spieler gesetzt. Bohlender zur spielerischen Qualität des Teilnehmerfeldes: „Hervorragend, bei den Herren haben 14 und bei den Damen gar 20 aus den Top 100 der deutschen Rangliste gemeldet. Ich erwarte ein hochklassiges Tennis mit spannenden Spielen. Die Zuschauer werden voll auf ihre Kosten kommen“.
Favoriten bei den Herren sind Vorjahressieger Yuri Schukin (Russland, 25 Jahre) und Alexander Waske (29), 10. der deutschen und 189. der ATP-Weltrangliste. Als Mitglied der Daviscup-Mannschaft spielte er in Düsseldorf um die Weltmeisterschaft. Auf seinem Konto stehen Siege gegen Weltklassespieler wie Goran Ivanisevic und Vincente Spadea beim ATP-Turnier in München, wo er erst im Viertelfinale scheiterte. Beim Rasenturnier in Halle unterlag er dem französischen Daviscup-Ass Arnaud Clement. In Paris schlug er bei den French-Open Squillari. Ein Glück für die Römerberger: Schukin und Waske überstanden die Qualifikation beim Wimbledon-Turnier in London nicht und können deshalb ihre Tenniskünste hinter dem Hallenbad demonstrieren.
Außenseiterchancen besitzen der Bremerhavener Joachim Mark als 42. und Florian Jeschonek (GW Mannheim) als 45. der deutschen Rangliste. Ob der amtierende Rheinland-Pfalz-Meister Patrick Schüttler in die Entscheidung eingreifen kann, bleibt abzuwarten. Von den Römerberger Cracks ist bisher lediglich der 24-jährige Neuzugang Julian Gast (Rang 71 DTB) im Hauptfeld vertreten. Timo Nigri, Sascha Sroka und der Speyerer Sebastian Pelgen müssen sich erst noch in der Qualifikation durchbeißen. Markus Hornung, Rares Georgescu und Marian Voinea fühlen sich aufgrund ihrer Verletzungen noch nicht fit genug und verzichten auf einen Start.
Das Damenfeld führt Nina Dübbers (Rang 9) vom TK GW Mannheim an. Harte Konkurrentinnen dürften Kristina Barrois (Rang 18) vom TC Bous, Greta Arn (23) vom TC Benrath und die Vorjahresfinalistin Manon Kruse (Ruderclub Hamm) sein. Auch die letztjährige Halbfinalistin Margit Ruutel ((TC Lorsch) wird alles versuchen, ihren Vorjahreserfolg zu wiederholen. Mit Mireille Dittmann, Lisa Fritz, Svenja Weidemann, Federica Süß, Madeleine Geibert sind gleich fünf Spielerinnen des BASF TC im Hauptfeld vertreten.
Nach der Vorstellung der „Qualifikanten“ (9.00 Uhr) beginnen die Ausscheidungsspiele auf den Anlagen des TuS Heiligenstein, WR Speyer und des TC Römerberg. Am Donnerstag wird die Qualifikation ab 10.00 Uhr fortgesetzt. Vorstellung des Hauptfeldes ist um 13.30, anschließend beginnen die Hauptrunden.
Gerd Werry, erster Vorsitzender des Veranstalters, freut sich auf ereignisreiche Tage: „Das Turnier ist ein schöner Abschluss der Medenrunde und der sportliche Höhepunkt im Tennisjahr unseres Clubs. Es zeigt den gewaltigen Unterschied auf zwischen uns Freizeitspielern und Tennis als Leistungssport. Außerdem ist es eine wunderbare Überleitung zur Oberligarunde unserer Mannschaft mit ähnlichem Leistungsniveau“. (dsch)
Römerberger Turnier beim Preisgeld unerreicht in Rheinland-Pfalz / TC-Neuzugang Gast dabei
Open erstmals ein German Masters
Von Marco Brückl
Auf ihre Kosten sind die Zuschauer bei den Römerberg Open auf Grund von gutem Tennis schon immer gekommen. Vom 23. bis 27 Juni, so lange dauert die 13. Auflage des Turniers heuer an, haben auch die Aktiven mehr davon – 15000 Euro Preisgeld gibt es diesmal zu verdienen und Turnier-Chef Hubert Bohlender kann sagen: „Das Ganze ist aufgewertet.“
Damit bezieht sich der Vorsitzende des Förderkreises beim TC Römerberg auf die Tatsache, dass die Open anno 2004 erstmals als Teil der German Masters Series über die Bühne gehen. Diese Serie gilt als eine Art „2. Liga“ der Profi-Tennis-Turniere hier zu Lande und als gutes Sprungbrett für junge Talente gen ATP- oder WTA-Tour. Am Ende der Serie treten die acht Besten nochmals zum Masters an. Durch die Steigerung des Preisgeldes gegenüber 13670 Euro im vergangenen Jahr avancieren die Römerberg Open zudem zur Nummer eins in Rheinland-Pfalz.
Klar, dass dann auch klingende Namen nicht auf sich warten lassen. Bohlender bekommt noch bis zum Wochenende Bescheid, ob etwa Alexander Waske vorstellig wird. Der 29-Jährige ist 189. der ATP-Rangliste und die Nummer zehn in Deutschland. Auch Oliver Groß, der sich im Finale 2003 auf Grund einer Verletzung Yuri Schukin kampflos geschlagen geben musste, könnte wieder vorbeischauen. Schukin (TC OW Friedrichshagen), auf der DTB-Rangliste an 26 geführt, hat jedenfalls bereits gemeldet. Bei den Damen führt Kristina Barrois (TC SW Bous), die Nummer 18 in der Republik, die Meldeliste bis dato an.
Von den Assen des TC Römerberg, der seine erste Mannschaft vom 17. Juli bis 8. August ins Oberliga-Rennen schickt, darf man wenigstens mit vier von elf rechnen. Julien Gast (24, DTB-Rang 71), Neuzugang vom Verbandsligisten Eppelheim und an Punkt zwei vermeintlich vorgesehen, führt die Crew der „einheimischen Helden“ mit Timo Nigri, Marian Voinea und Sascha Sroka an.
Markus Hornung und Rares Georgescu dagegen kämpfen jeweils mit den Folgen eines Ermüdungsbruches am Sprunggelenk. Für sie kommen die 13. Open wohl zu früh. Daneben werden die Neuzugänge Joseph Sirianni (29, Australien, ATP-Rang 344), der Ende der 90er Jahre für den TC WR Speyer Oberliga spielte, und Hernandez Viuda (26, Schweden) ebenso wie Andrea Grasselli und Hans-Birger Nordström erst für die Rundenspiele in Römerberg erwartet. Jochen Gieger, der als Spielertrainer mit der „Zweiten“ den Aufstieg in die A-Klasse packte, kann auf Grund seines Medizinstudiums nicht mit von der Partie sein. (Speyerer Morgenpost, 17.6.2004)
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