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William Wille trainiert TC Römerberg
William Wille trainiert TC Römerberg
Arbeit, Ehrgeiz, Geduld
VON MARTIN ERBACHER
RÖMERBERG. WWW - das steht in diesem Fall nicht für das Internet, das World Wide Web, sondern es sind die Initialen von William Winchester Wille - dem neuen Trainer des TC Römerberg.
Ein wahrhaft internationaler Mann ist aber dennoch, „Willi" Wille. „Das ist ein internationaler Name", erklärt er. Die Mutter ist Finnin, der Vater Deutscher. „Ich bin aber der erste in meiner Familie mit drei W."
Dieser Tage verteidigt der 37-Jährige seinen Titel bei einem Altersklassen-Turnier in der Türkei. In Florida bereitete er einst die Profi-Laufbahn vor. Zwanglos plaudert er mit den Fachleuten des TCR über den Chilenen Guillermo Hormazabal, der einmal ein ganz schlechtes Spiel ablieferte. Natürlich weiß Wille vom Rumänen Marian Voinea, einem seiner Vorgänger sowie dem US-Amerikaner Tom Bender, Coach beim benachbarten TC Weiss-Rot Speyer.
Und der Eppelheimer kennt sich in seinem neuen Verein aus. Julian Gast aus der Zweitliga-Mannschaft (er betreute ihn auch schon während der Partien) ist sein Schützling, Vivien Butt auch. Die junge, talentierte Römerbergerin spielt die neue Saison für die Pfalzliga-Damen des Klubs. Über Gast kam der Kontakt zum TCR zustande.
Wille selbst geriet an den Tennisschläger, weil er nach eigener Auskunft so gut Federball spielte. Beim Karlsruher ETV feierte der gebürtige Münsinger mit 17 Jahren seinen Einstand in der ersten Herren-Mannschaft und brachte es bis an Punkt vier in der Zweiten Bundesliga.
Es folgten Stationen als Spitzencrack beim Oberligisten Eppelheimer TC, TC Plankstadt (Bezirksklasse) und 1999 die Rückkehr in seinen Wohnort. Dort schlägt er in dieser Runde auch für die Herren 30 in der Regionalliga auf. In der Weltrangliste der 35er nimmt Wille zurzeit etwa Platz 100 ein. In Deutschland ist der mehrfache badische (Jugend) und Landesmeister sowie Dritte der nationalen und kontinentalen Titelkämpfe (Herren 30 und 35) natürlich viel weiter vorn. Als seinen größten Erfolg gibt er einen Sieg über den früher zur erweiterten Weltspitze zählenden Karsten Braasch an.
Erste Trainerstunden gab Wille für Karlsruher Vereine, danach als Klubverantwortlicher in Plankstadt, Eppelheim und bei TSG Germania Dossenheim. Bei seinem neuen Verein schätzt der Coach den Zusammenhalt: „Jeder hilft und gibt alles", meinte er.
Seit vier Jahren ist Wille Besitzer des B-Scheins. Die A-Lizenz möchte er 2010 bauen. Richtig los mit dem Training geht"s in der Sommersaison. Zurzeit übt Wille aber bereits mit Akteuren der zweiten Mannschaft (Pfalzliga) in der Heiligensteiner Traglufthalle. Hinzu kommt die Betreuung von Damen (Pfalzliga), Herren III (B-Klasse) und natürlich der Zweitligisten sowie die Heranführung des Nachwuchses.
„Harte Arbeit, Ehrgeiz, Geduld", beschreibt der „Neue" seine Trainer-Philosophie. Er lehrt Offensivspiel und bezeichnet sich selbst als variablen Spieler. Als Ziel setzt sich Willi Wille, die eigenen Talente nach oben zu bringen.
ERBACHM
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Speyerer Rundschau
Ausgabe: Nr.47
Datum: Mittwoch, den 25. Februar 2009
Seite: Nr.21
"Deep-Link"-Referenznummer: '4687965'
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