News aus der Tenniswelt
Ungar Kuharsky verstärkt Römerberg
TENNIS: Neuzugang für Regionalligisten - Erstmals Ortsturnier
RÖMERBERG. Regionalligist TC Römerberg verstärkt sich für die neue Saison im Juli und August mit dem Ungarn Andreas Kuharsky. Dies teilte Mannschaftsbetreuer Hubert Bohlender gestern im Gespräch mit der RHEINPFALZ mit.
Der Kontakt zu dem Neuzugang kam laut Teammanager Bohlender über Verbandstrainer Robert Pfeffer zustande. Der Römerberger selbst beobachtete den jungen Spieler bei den Römerberg Open im vergangenen Jahr. „Er hat ganz gut gespielt."
Kuharsky scheiterte knapp am Einzug in die Endrunde. Im Finale der Qualifikation unterlag er dem späteren Achtelfinalisten Markus Dickhardt (Marburger TC) mit 1:6 und 0:6. In der zweiten Quali-Runde schaltete der Ungar Sebastian Schöllhorn (TC Lützelsachsen) 5:7, 6:1, 7:6 aus, davor Roman Tudoreanu (TC BW Altheim) 6:2, 6:3.
In seiner nun veröffentlichten vorläufigen Terminplanung 2005 nahm Bohlender sicherheitshalber auch die Relegationsspiele zur zweiten Bundesliga auf. „Wir sind jetzt zwei Mal so knapp vorbeigeschrammt", meinte er. „Wir haben eine gute Mannschaft." An dieser bastele er derzeit noch.
Namen nannte der Teammanager noch keine - „erst wenn unterschrieben ist". Im vergangenen Jahr war vorschnell vom Australier Joseph Sirianni die Rede (wir berichteten), der dann doch nie für den TCR zum Schläger griff.
Dies tun momentan zwei andere TC-ler beim Turnier in Nußloch. Julian Gast bestreitet die Qualifikation.
Neuzugang Benedict Halbroth steht in seiner Vorbereitung auf das Junioren-Turnier der Australian Open in Melbourne im Hauptfeld.
Neu im Terminkalender des Vereins ist erstmals ein Ortsturnier, das gemeinsam mit Nachbar TuS Heiligenstein nach Vorbild der Fußball-Dorfwettstreite auf beiden Anlagen von Montag, 11. Juli, bis Freitag ausgerichtet werden soll. Bohlender schweben Vierergruppen mit Einzel- und Doppel für Hobbyspieler vor. (mer)
Termine
Samstag, 19. März: Clubhaus-Einweihung
Samstag, 9. April: Saisoneröffnung
Sonntag, 17. April: Adam-und-Eva-Turnier
Sonntag, 1. Mai: Beginn Punktspielrunde
Sonntag, 14. Mai: Terrassenfest
Sonntag, 26. Juni: Ende Punktspielrunde
Mittwoch, 29. Juni, bis Sonntag, 3. Juli: 15. Römerberg Open
Montag, 7. Juli, bis Freitag, 11. Juli: Gemeinsames Ortsturnier mit TuS Heiligenstein
Samstag, 23. Juli; Sonntag, 24. Juli; Samstag, 30. Juli; Sonntag, 31. Juli; Samstag, 6. August; Sonntag, 7. August; Sonntag, 14. August: Spieltage Regionalliga-Herren
Samstag/Sonntag, 3./4. September: Vereinsmeisterschaften Mixed
Montag, 5. September, bis Sonntag, 11. September: Vereinsmeisterschaften
Samstag/Sonntag, 17./18. September: Endspiele Vereinsmeisterschaften
Sonntag, 2. Oktober: Tour durch die Weinberge
Samstag, 8. Oktober: Herbstfest
Freitag, 11. November: Stammtisch
Freitag, 9. Dezember: Jugend-Weihnachtsfeier
In Planung: Generalversammlung, Schnupper-Angebot für Kinder und Jugendliche, Jugend-Camp, Jugend-Meisterschaften
ERBACHM / ERBACHM
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Speyerer Rundschau
Datum: Nr.2
Datum: Dienstag, den 04. Januar 2005
Seite: Nr.22
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Benedict Halbroth spielt in Nussloch
Der einsame Streiter
TENNIS: Denis Gremelmayrs letzter Anlauf
FRANKENTHAL (cka). Was der eine ist, will der andere noch werden: Tennisprofi. Die Erben-Generation von Boris Becker und Steffi Graf hat es schwer in einem Land, das sich nach der Helden-Vergötterung mit nichts zufrieden gibt. Geld ist in Deutschland mit Tennis längst nicht mehr so viel zu verdienen wie früher. Denis Gremelmayr käme trotzdem im Leben nicht auf die Idee, seinen Traumberuf an den Nagel zu hängen. Es sei denn, er macht ein weiteres verletzungsbedingtes Seuchenjahr durch wie das vergangene. Eine Sehnenverletzung an der rechten Hand warf den Linkshänder für Monate zurück. „Bei Nicolas Kiefer hat"s dreieinhalb Monate gedauert, bei mir länger, obwohl ich alles gemacht habe, was möglich war", blickt er auf die vergangene Saison zurück, in der er zumindest in der Bundesliga mit Sundern (acht Spiele, sechs Siege) an seine gute Form des Vorjahres anknüpfte.
Der Lampertheimer hat lange für den BASF TC Ludwigshafen serviert und returniert. Vom Tennis-Verband Rheinland-Pfalz ist er auch über das 18. Lebensjahr hinaus noch unterstützt worden. Aber genau an der Schnittstelle Jugend/Erwachsene tut sich für die meisten ein Graben auf, in dem sie ab- und nie wieder auftauchen. Den Sprung schaffen will als nächster Vertreter des Verbands Benedict Halbroth. Der 17-jährige Schüler des Ludwigshafener Heinrich-Böll-Gymnasiums beugt sich dem Willen seiner Eltern und macht erst einmal Abitur. „Ich will es auf jeden Fall aber auch probieren", meint der Schützling von Verbandstrainer Robert Pfeffer (Frankenthal). Das Nomaden-Leben des sechs Jahre älteren zukünftigen Kollegen schreckt ihn nicht ab. Gremelmayr, der in diesem Jahr in der Bundesliga mit Mannheim ein Wörtchen mitreden will, wohnt im „Hotel Mama" in Lampertheim, trainiert, wenn er hier ist in Mannheim bei Helmut Lüthy und stellt sich, wenn er unterwegs ist, den Widrigkeiten seines Berufsalltags: billige Hotels, schlechte Plätze, Hitze. In den letzten Jahren ist er zum Einzelgänger geworden, versucht, den deutschen Profis eher aus dem Weg zu gehen und quatscht auch nicht so viel mit ihnen. Die Nummer 431 der Weltrangliste geht auf den Platz - und dann ins Hotel. „Man muss sich abkapseln und nicht so viel Mist erzählen", meint der Linkshänder, der sich in der Verletzungspause mit Mental-Büchern beschäftigt und zumindest an seiner Fitness gearbeitet hat. Dem Youngster rät er unter anderem von einer Freundin ab. „Die wenigsten haben eine, weil es nicht unter einen Hut zu bekommen ist."
Beide stehen im morgen beginnenden Hauptfeld des stark besetzten MLP-Cups in Nußloch - Halbroth mit einer Wildcard. Danach fliegt Halbroth nach Australien. In Melbourne bestreitet der C-Kader-Spieler des Deutschen Tennisbundes seines zweites Grand-Slam-Turnier. Betreut wird er dort allerdings nicht - der Verband hat kein Geld mehr.
WEHNERO / WEHNERO
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Speyerer Rundschau
Datum: Nr.2
Datum: Dienstag, den 04. Januar 2005
Seite: Nr.10
Präsentiert durch MSH-Web:digiPaper
07. Oktober 2004
Tennis-Bundesliga Herren
Sprecher von Arnim: Tennis-Bundesliga muss finanzierbar sein
NRW-Verbände stellen Anträge – DTB-Versammlung soll Statut ändern
HalleWestfalen. Traditionell treffen sich die Vereine der 1. Tennis-Bundesliga Herren wenige Wochen nach Beendigung der Saison zur ihrer Gesellschafterversammlung. Dabei gilt es nicht nur Bilanz zu ziehen, sondern auch die Weichen für die Zukunft zu stellen. „Festzuhalten ist, dass Blau-Weiß Sundern zu Recht Deutscher Meister wurde. Sie hatten das beste Aufgebot und auch die spielstärkste Formation“, so Bundesliga-Sprecher Burchard von Arnim, der bei dieser in Düsseldorf durchgeführten Sitzung auch die beiden Aufsteiger begrüßen konnte: den TC Piding als Südmeister und aus dem Norden den THC Blau-Weiß Krefeld. Während mit den Seidenstädtern ein niederrheinischer Traditionsverein zurückgekehrt ist, der zuletzt im Jahr 2002 im Oberhaus gespielt hat, sind die Pidinger Debütanten in der ersten Liga. Die im Berchtesgadener Land – nahe der Landesgrenze zu Österreich – angesiedelten Neulinge haben in dieser Saison einen Durchmarsch in der 2. Liga Süd hingelegt. Die Pidinger, sie spielten unter anderem auf den vorderen Positionen mit dem deutschen Ex-Davis Cup-Spieler David Prinosil und dem deutschen Nachwuchsmann Philpp Petzschner, blieben ungeschlagen. Demzufolge erreichten sie souverän vor den renommierten Clubs 1. FC Nürnberg und Wacker Burghausen das Ziel und sind demzufolge aufgestiegen.
In Zusammenhang mit Auf- und Abstiegen aus der Liga kam auch der Rückzug des zweifachen Meisters Sundern zur Sprache, was zwar angesichts des Rückzugs bedauert wurde, man aber im Profigeschäft dagegen nicht gefeit ist. „Das ärgerliche an der Sache ist, dass Entscheidungen einzelner Clubs immer wieder die gesamte Liga treffen“, so von Arnim (Rochusclub Düsseldorf), der damit beim Thema der Sitzung war: Reform der Bundesliga. „Unser Ziel muss es sein, die Liga wieder finanzierbar zu machen“, sagte von Arnim. Demzufolge haben die Vereine ihre Vorschläge einmal mehr diskutiert und formuliert. Mehrheitlich wurde beschlossen, unter anderem künftig nur noch mit Vierer-Mannschaften zu spielen (ab Saison 2006), die Liga soll aus neun Mannschaften bestehen und die beiden Finalspiele werden abgeschafft. Wer am Ende der Saison Tabellen-Erster ist, ist auch zugleich Deutscher Meister. Des weiteren soll die Top 50-Regelung abgeschafft werden und bis dahin soll den Vereinen die Möglichkeit eingeräumt werden, nach Stichtag der Top-50-ATP-Ranking (der Montag nach den French Open) zwei Spieler nachzumelden. „In den vergangenen Jahren traf zu, dass manche Vereine bis zu drei Spieler aus dem Kader streichen mussten“, so Marc Raffel (Blau-Weiss Neuss), „um dieses abzufedern, soll die Möglichkeit der Nachmeldung gegeben sein. Das weitergehende Ziel ist aber, die Top 50-Regelung gänzlich abzuschaffen, da auch seitens der ATP keine zwingende Notwendigkeit mehr besteht.“
Da seitens des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) die Landesverbände im Hinblick auf die DTB-Mitgliederversammlung antragsberechtigt sind, werden die drei Tennisverbände Mittel- und Niederrhein sowie Westfalen diese von den Vereinen formulierten Anträge einbringen. Für den 13. November 2004 ist die Mitgliederversammlung des DTB ins Maritim Seehotel am Timmendorfer Strand einberufen worden, wo dann auch über diese Bundesligavorschläge abgestimmt werden muss. Abstimmungsberechtigt sind die Präsidenten der 18 DTB-Landesverbände. „Die DTB-Verbandssportwarte und auch meine Person stehen hinter diesen Satzungsänderungen“, so Rolf Schmid, der als DTB-Vizepräsident Sport ebenfalls an der Sitzung teilnahm. Unabhängig von den Entscheidungen auf der Mitgliederversammlung haben die Bundesliga-Vereine die nächste Gesellschafter-Sitzung für den 24. November 2004 nach Mannheim einberufen. „Wir werden uns dann mit dem Ergebnis der DTB-Mitgliederversammlung zu beschäftigen haben“, so Burchard von Arnim, der in seinem Amt als Sprecher der Tennis-Bundesliga Herren einstimmig wieder gewählt wurde. Als sein Stellvertreter fungiert nun Marc Raffel, da der bisherige Amtsinhaber Markus Giegold mit dem TC Bamberg abgestiegen ist. Des Weiteren gehören dem Arbeitsausschuss der ersten Bundesliga Herren noch Dirk Dier (Grün-Weiss Mannheim) und Thorsten Liebich (Blau-Weiss Halle) an.
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