Rheinlandpfalz Meisterschaften in Mainz 2005
Benedict Halbroth in Mainz: Bild von Dieter Jörger
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Ein Duell, das eigentlich keines war
TENNIS: Nick Dyachok Rheinland-Pfalz-Meister
Von unserem Mitarbeiter André Dinzler
MAINZ. Der neue Tennis-Meister des Landes Rheinland-Pfalz bei den Herren ist ein alter Bekannter: Gestern Nachmittag sicherte sich der Ukrainer Nick Dyachok durch ein klares 6:1 und 6:2 gegen Benedict Halbroth den zweiten Titel nach 2003. Bereits am Samstag hatte sich Kyra Nagy mit einem 6:2 und 6:3 im Finale gegen Eva Dickes den Damen-Titel gesichert („Sonntag aktuell" berichtete).
Das mit Spannung erwartete Duell der beiden topgesetzten Spieler war eigentlich gar keines. Zu einseitig verlief das Match zu Gunsten des 23-jährigen Dyachok (TC RW Neustadt). „Ich hätte auch nicht erwartet, dass es so einfach werden wird", bekannte der Sieger nach dem Spiel. „Im Halbfinale gegen Roman Wyprzal lag ich 1:6 und 1:3 zurück, kämpfte und siegte am Ende doch noch. Ich dachte, dass ich dabei viel Kraft gelassen hätte, doch heute lief es erstaunlich gut."
Und wirklich: Ein frühes Break im ersten Satz versetzte dem 18-jährigen Halbroth den ersten Schock. Schnell zog Dyachok auf 4:0 davon, fand auf alle Bälle seines Gegenübers immer die richtige Antwort. „Es war einfach nichts zu machen. Ich habe versucht anzugreifen, das ging nicht, ich habe versucht, defensiv zu spielen, das klappte aber auch nicht", zeigte sich Benedict Halbroth auch nach dem Match noch ratlos. „Die Enttäuschung ist selbstverständlich sehr groß. Noch morgens dachte ich, dass ich es schaffen könnte, fühlte mich eigentlich sehr gut. Wahrscheinlich steckte mir das dreistündige Halbfinalmatch gegen Raoul Schwark doch noch mehr in den Knochen, als ich vermutete. Jedenfalls fiel es mir schwer, mich zu konzentrieren. Ging ein Ballwechsel mehr als drei, vier Mal hin und her, war meine Konzentration weg."
Dyachok dagegen leistete sich wenige Schnitzer, verlor nach zwei knappen Schiedsrichterentscheidungen zwar Mitte des ersten Satzes zum ersten und einzigen Mal seinen Aufschlag, doch sofort fand der Ukrainer wieder zurück ins Match, schaffte das Re-Break und holte sich den ersten Durchgang. Halbroth versuchte danach noch einmal alles, wechselte Schläger und Baseball-Mütze - doch vergebens. Wieder schaffte Dyachok früh das Break zum 2:1 und zog seinem Gegenüber damit den Zahn. „Ich habe versucht, viel zu variieren, ein paar Stopps zu spielen - das ist alles sehr gut gelungen", strahlte Dyachok, der sich über 950 Euro Preisgeld freuen durfte. „Ich bin froh, hier gewonnen zu haben, nachdem ich im vergangenen Jahr im Halbfinale gescheitert bin. Jetzt will ich meinen aktuellen Platz 660 in der Weltrangliste weiter verbessern, ein paar Future-Turniere spielen und dann sehen wir weiter."
Die sportlichen Ziele Benedict Halbroths sind da noch etwas kleiner: „Jetzt zählt erst Mal das Abitur", betont der in Ludwigshafen-Friesenheim wohnenden Schüler der 12. Klasse, „die Saison ist bisher für mich nicht sonderlich gut gelaufen. Die Tage hier in Mainz waren dagegen prima. Darauf lässt sich aufbauen. Ich möchte ein paar ITF-U-19-Turniere spielen, dabei ein paar ATP-Punkte sammeln, um dann in der Weltrangliste gelistet zu werden. Und dazwischen ist ja dann auch noch die Saison mit dem TC Römerberg."
WEHNERO / WEHNERO
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Ludwigshafener Rundschau
Datum: Nr.122
Datum: Montag, den 30. Mai 2005
Seite: Nr.9
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Dyachoks Durchmarsch?
TENNIS: Ab morgen Rheinland-Pfalz-Titelkämpfe
MAINZ (öpf). Nick Dyachok (Rot-Weiß Neustadt) und Kyra Nagy (BASF TC Ludwigshafen) sind die Favoriten bei der morgen beginnenden Tennis-Rheinland-Pfalz-Meisterschaft auf den Anlagen des TSC Mainz und des TC Blau-Weiß Mainz.
Die Organisatoren sind diesmal durchaus zufrieden mit den Meldungen bei den Aktiven. Mit Nick Dyachok von Rot-Weiß Neustadt geht bei den Herren ein Spieler der deutschen Top 100 an den Start. Aber: Den Pfalzmeister-Titel konnte Dyachok nicht verteidigen, er unterlag Julian Gast (TC Römerberg) am vergangenen Wochenende. Gast fehlt nun aber, weil er studienbedingt in München weilt, wie TC-Sportwart Hubert Bohlender auf Anfrage mitteilte. Bei den Damen sind gleich fünf Spielerinnen von den hundert Besten gemeldet. Als klare Favoritin gilt hier Kyra Nagy vom BASF TC Ludwigshafen, die aktuell auf der DTB-Position 20 geführt wird.
Die genauen Spielpaarungen bei den Damen und Herren werden erst morgen (9 bis 9.30 Uhr) beim „sign-in" festgelegt. Die Endspiele steigen am Sonntag.
Nach derzeitigem Stand der Meldungen werden bei den Herren neben Dyachok Benedict Halbroth (Römerberg), Tobias Wernet (Windhagen) und Johannes Ries (TSC Mainz) als aussichtsreichste Titelanwärter erwartet.
Bei den Damen sind wohl Lisa Fritz (BASF TC Ludwigshafen), Nadine Hassinger (TSC Mainz) und Anica Wünsche (GW Frankenthal) die stärksten Konkurrentinnen für die ungarische Fed-Cup-Spielerin Kyra Nagy.
SCHOEPU / SCHOEPU
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Speyerer Rundschau
Datum: Nr.119
Datum: Mittwoch, den 25. Mai 2005
Seite: Nr.11
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