Pfalzmeisterschaften in Kaiserslautern
Der Mann mit der "Waffenschein-Vorhand",
Julian Gast, kann auch Rückhand spielen.
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Mit „Waffenschein"-Vorhand zum Titel
TENNIS: Julian Gast und Anica Wünsche sind die neuen Pfalzmeister
KAISERSLAUTERN (uww). Endlich hat es geklappt. Vorjahresfinalistin Anica Wünsche gewann gestern auf der Anlage des Tennisclubs Rot-Weiß-Kaiserslautern mit 6:3, 6:4 das Finale der 75. Pfalzmeisterschaften gegen Natalie Marz. Bei den Herren gab es ebenfalls einen neuen Pfalzmeister: Julian Gast besiegte den topgesetzten ukrainischen Titelverteidiger Nick Dyachok mit 7:6 (7:5), 6:4.
„Aller guten Dinge sind drei", freute sich die 19-jährige Biologiestudentin Anica Wünsche nach ihrem glatten Zwei-Satz-Sieg. Die Spitzenspielerin des Oberligisten TC GW Frankenthal war überglücklich, dass sie nach zwei vergeblichen Anläufen den großen Coup landen konnte. „Ich habe weniger Fehler als Natalie gemacht, das war der Schlüssel zum Sieg", meinte die 83. der deutschen Rangliste nach dem 75-minütigen Match. Dabei erwischte die 23-jährige Natalie Marz (TC Schifferstadt) den besseren Start. Gleich zweimal konnte sie ihrer Gegnerin mit druckvollem Grundlinienspiel den Aufschlag abnehmen. Postwendend schaffte die sehr variabel und ökonomisch zu Werke gehende Wünsche jedoch das Re-Break.
Satzentscheidend dann das achte Spiel: Marz leistete sich einen leichten Vorhandfehler und schenkte ihrer Kontrahentin mit einem Doppelfehler das Break zum 5:3. Ihren zweiten Satzball konnte Wünsche dann zum 6:3 verwandeln. „Meine Fehlerquote war heute insgesamt zu hoch", sagte die ehemalige Deutsche Jugendmeisterin und jetzige Nummer eins des Verbandsligisten TC Schifferstadt. Im zweiten Satz ein ähnliches Bild. Marz war mit druckvollem Grundlinientennis die aktivere Spielerin. Wünsche reagierte meist sehr variabel und wartete mit fast stoischer Ruhe auf die Fehler ihrer Gegnerin. Das entscheidende Break in dem gutklassigen Finale gelang Wünsche im sechsten Spiel. Dieses Break nahm sie mit und verwandelte gleich den ersten Matchball.
„Seine Vorhand war sehr gut", sagte der entthronte Titelverteidiger Nick Dyachok nach der knappen Zwei-Satz-Niederlage im Finale der Herren-Sonderklasse. Und genau diese Vorhand von Julian Gast machte den kleinen, aber entscheidenden Unterschied aus in dem sehr engen und mit spektakulären Ballwechseln gespickten Finale. Der erste Satz verlief sehr ausgeglichen, die unterschiedliche Spielanlage der beiden brachte tolle Ballwechsel. Auf der einen Seite der 23-jährige Titelverteidiger Dyachok, meist in der Defensive, sehr solide aber ohne echten Gewinnschlag. Ihm gegenüber der aufschlagstarke Gast, mit offensivem Grundlinientennis und einer spektakulären Vorhand. Erst der Tie-Break brachte die Entscheidung im ersten Satz. Mit 7:5 konnte der 25-jährige Römerberger diesen für sich entscheiden. Die Entscheidung im zweiten Durchgang fiel im ominösen siebten Spiel, Gast gelang das entscheidende Break. „Ich war lange verletzt, bin aber mit meiner Leistung sehr zufrieden", freute sich Gast, der seine Premiere gleich mit dem Titelgewinn krönte. „Es war eines der besten Endspiele der letzten Jahre", sagte der Präsident des Pfälzischen Tennisverbandes, Wolfgang Eggers. Auch Eggers hatte es Gasts Vorhand angetan: „Für die braucht er ja einen Waffenschein."
KONZOKH / KONZOKH
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Ludwigshafener Rundschau
Datum: Nr.112
Datum: Dienstag, den 17. Mai 2005
Seite: Nr.12
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Römerberger Gast ist Pfalzmeister
Tennis: Titelverteidiger entthront
KAISERSLAUTERN. Julian Gast (TC Römerberg) gewann das Finale der Pfalz-Meisterschaft gegen den top gesetzten Nick Dyachok (RW Neustadt) 7:6, 6:4. Gast, Nummer zwei des Turniers, schlug im Halbfinale Pascal Krauth (RW Kaiserslautern) 6:3, 6:2, in der Runde der besten Acht Juan Francisco Barragan (SW Bad Dürkheim) 6:2, 6:3 und im Achtelfinale Christoph Reichelt (BASF Ludwigshafen) 6:2, 6:1. Gasts Mannschaftskamerad und Nummer vier der Setzliste Rares Georgescu scheiterte im Achtelfinale am Neustadter Gernot Gruß (4:6, 4:6). Der Speyerer Sebastian Pelgen (GW Frankenthal) schaltete an Nummer fünf Nicolas Ficker (Ludwigshafen) 7:6, 6:1 aus, ehe im Viertelfinale gegen Gruß 2:6, 3:6 das Aus kam. Am weitesten im A/B-Turnier kam der Römerberger Björn Henkel, der Gabriel Wernicke (TC Schifferstadt) 7:6, 6:4 sowie Paul Hoffmann (RW Kaiserslautern) 6:3, 6:2 besiegte, dann aber im Halbfinale gegen Sebastian Scheu (Bad Dürkheim) 6:4, 0:6, 3:6 den Kürzeren zog. Franz Roth (Römerberg) überstand die erste Runde nicht. Er unterlag der früheren Nummer eins von WR Speyer Christian Schott (TC Rülzheim) 0:6, 5:7. Tobias Kaege (TC Lingenfeld, im Doppel im Viertelfinale) verlor gegen Andrej Litvinenko (Kaiserslautern) 7:6, 1:6, 4:6. Im C/D-Wettbewerb schied John Pockler (TuS Heiligenstein) nach einem Freilos in Runde eins gegen Christian Plöhn (TC Weidenthal) 0:6, 1:6 aus. Denis Adler unterlag in dieser Runde dem Dürkheimer Christoph Auchter 1:6, 6:2, 1:6, der Heiligensteiner Patrick Hauck gegen Frank Steigelmann (TSC Zweibrücken) 0:6, 1:6. Gerrit Jann (SW Speyer) unterlag gleichBenjamin Schilling (TSG Landau-Godramstein) 2:6, 6:2, 2:6. In der Nebenrunde bezwang er Christian Olczak (TC Eisenberg) 6:0, 6:1. (mer) Sport, Seite 6
ERBACHM / ERBACHM
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Speyerer Rundschau
Datum: Nr.112
Datum: Dienstag, den 17. Mai 2005
Seite: Nr.23
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TENNIS: Jubiläums-Pfalzmeisterschaften
KAISERSLAUTERN (cka). Der erste Tennisverein der Pfalz ist 1885 in Landau gegründet worden. Es war der Vorläufer des heute als TC SW im ASV Landau firmierenden Clubs, der in der Medenrunde in vielen Klassen mit seinen Mannschaften vertreten ist. 1925 fanden die ersten Pfalzmeisterschaften statt, weil sie fünf Jahre lang ruhten, feiert der TV Pfalz seinen 75. Geburtstag 80 Jahre später mit und bei den Titelkämpfen, bei denen wieder die Spielklassen zusammengelegt worden sind, um alle Generationen gemeinsam feiern zu lassen: eine Tennis-Party für Jung und Alt.
Gut organisierte Meisterschaften haben an Pfingsten - ab morgen wird wieder aufgeschlagen und returniert - beim TC RW Kaiserslautern Tradition. Der Verband hat nicht erst auf die Flaute reagiert, ein die ganze Familie der Teilnehmer ansprechendes Rahmen-Programm, das über Spieler-Party (die findet am Samstag statt) und Sektstand hinausgeht, gibt es schon länger auf der Anlage hinter dem Betzenberg. Festlicher als sonst soll in diesem Jahr der Empfang am Montag ausfallen, an dem es auch eine Tennis-Ausstellung geben wird. Nicht alle können damit etwas anfangen, manchen eingefleischten Tennisfans reichen ein Platz, ein paar Bälle und der Gegner. Organisator Thomas Knieriemen, Geschäftsführer des TV Pfalz, hofft, das Gros anzusprechen, denn „mehr kann man eigentlich nicht mehr machen".
Sogar ein Spielerzelt wird es in diesem Jahr geben, in dem die Sportler sich kostenlos massieren lassen können. Von Freitag bis Montag wird täglich ein Physiotherapeut zur Verfügung stehen, im Bedarfsfall stehen weitere Kollegen auf Abruf bereit.
Rund 200 Anmeldungen liegen den Veranstaltern vor. Da die Rot-Weiß-Plätze am Anfang nicht ausreichen werden, haben alle umliegenden Clubs in Kaiserslautern ihre Anlagen zur Verfügung gestellt. Für die Teilnehmer, die „auswärts" spielen, steht ein Fahrdienst zur Verfügung. „Wir sind allerdings bemüht, so viel wie möglich auf unserer Anlage spielen zu lassen", sagt Knieriemen.
Sportlich machen nur die Seniorinnen-Konkurrenzen Kopfzerbrechen. In allen Altersklassen haben zwischen drei und fünf Spielerinnen gemeldet. Und so muss überlegt werden, in welcher Form eine Meisterin überhaupt ermittelt werden kann. Viel besser sieht es bei den älteren Herren aus. Bei den Jungsenioren führt der Mutterstadter Olaf Busch die Meldeliste an. Weil er diesmal für die Sonderklasse gemeldet hat, kann Rot-Weiß-Routinier und -Trainer Neil Prickett ihm den Titel nicht streitig machen.
Sehr gutes Tennis versprechen die Spieler, die für die Sonderklassen gemeldet haben. Von den hiesigen Cracks der Römerberger Oberliga-Mannschaft sind alle am Start: Julian Gast, Markus Hornung, Neuzugang Benedict Halbroth, Marian Voinea und Hallen-Rheinland-Pfalz-Meister Rares Georgescu.Topgesetzt ist der Neustadter Nick Dyaschok. „Das Feld ist wirklich toll, aber bei den Damen können wir uns auch nicht beschweren", meint Knieriemen. Rheinland-Pfalz-Meisterin Anica Wünsche (Frankenthal) hat ebenso gemeldet wie Natalie Marz (Schifferstadt). Am Montag wird auch die aus Kaiserslautern stammende frühere Profi-Spielerin Silke Meier vorbei schauen, die mit Harald Rittersbacher eine Tennisschule leitet.
KONZOKH / KONZOKH
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Speyerer Rundschau
Datum: Nr.109
Datum: Donnerstag, den 12. Mai 2005
Seite: Nr.10
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