ADT Tagung 2005 in Rust
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Der Sportdirektor des Deutschen Tennis Bundes (DTB), Klaus Eberhard (mitte), übergab die Turnier-Awards der GERMAN MASTERS SERIES 2005 im Rahmen der ADT-Veranstaltertagung in Rust für das „Beste Nationale Turnier“ an den TC Forchheim, vertreten (von links) durch Jürgen Langguth und Gernot Heinzel sowie für das „Beste Internationale Turnier“ an den TC Hechingen. Den Award nahmen Thomas Bürkle und Gerhard Frommer entgegen. © PR-Büro Sport-Presse-Foto (HalleWestfalen)
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ADT-Veranstaltertagung – 21. bis 23. Oktober 2005 - Rust
68 nationale Turnierveranstalter zogen im Europa-Park ihre Jahresbilanz
1.345 Millionen Euro Preisgeld – 140.000 Zuschauer – DUNLOP weiterhin Ballsponsor
Turnier-Awards für TC Forchheim (National) und TC Hechingen (International)
Punktwertung 2005 gewannen Kristina Barrois (Bous) und Sebastian Rieschick (Berlin)
Thomas Bürkle (Stuttgart) wird Nachfolger von Dr. Wolfgang Bruder (Vaihingen)
Neuer Vorsitzende der ADT-Ordnungskommission wurde Rechtsanwalt Peer Braml
Rust/HalleWestfalen. Treffender hätte es Torsten Bonacker nicht sagen können: „Wir haben erkannt, dass dieses Turniersponsoring für uns als Ballmarke sehr wichtig ist. Die Turniere sind flächendeckend in Deutschland und daher von Bedeutung für das Haus Dunlop“. Diese positive Bilanzierung des Ballsponsorings von Dunlop Sport GmbH (Hanau) zog Bonacker auf der ADT-Veranstaltertagung in Rust, die vom 21. bis 23. Oktober 2005 im dortigen Europa-Park stattfand. Innerhalb der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Tennisturnierveranstalter (ADT), die dem Deutschen Tennis Bund angehört und die GERMAN MASTERS SERIES in Deutschland organisatorisch händelt, sind die nationalen Veranstalter von Tennisturnieren zusammengeschlossen.
Die diesjährige Zusammenkunft dient einmal mehr der Analsye und Bewertung ihrer Turniere, denn die ADT hat in diesem Jahr 68 Tennisturniere innerhalb der GERMAN MASTERS SERIES durchgeführt. Aufgeschlüsselt ergibt es folgende Wertigkeit: Acht ATP-Challenger-Turniere der Herren und 13 ITF-Turniere für Damen. In diesen beiden Kategorien werden neben den Preisgeldern von 10.000 US-Dollar bis 125.000 US-Dollar auch die entsprechenden Weltranglistenpunkte vergeben. Um ATP-Weltranglistenpunkte ging es auch bei den ITF-Future- und ITF-Satellite-Turnieren, die dotiert waren zwischen 6.250 US-Dollar und 15.000 US-Dollar Preisgeldern. Davon wiederum gab in diesem Jahr 19 Turniere. Abgerundet wurde das Angebot 2005 mit insgesamt 28 nationalen Preisgeldturnieren, wobei es sich hierbei um 12 Damen und 16 Herren-Konkurrenzen gehandelt hat. Die Preisgeldstaffelung liegt zwischen 2.500 Euro und 10.000 Euro. Demzufolge ist die GERMAN MASTERS SERIES insgesamt gesehen mit einem Preisgeld von 1,345 Millionen Euro ausgestattet, was es weltweit in einer derartigen Turnierserie nicht noch einmal gibt. Und das Tennis hierzulande auch weiterhin einen hohen Stellenwert hat, wäre anhand der über 140.000 Zuschauer zu belegen.
„Diese unsere Turniere haben allesamt eine erstklassige Außendarstellung“, so Sören Friemel, zuständig innerhalb der ADT als Beiratsmitglied für ITF- und Tennis Europe-Turnier, „denn das bestätigen uns immer wieder die Spieler.“ Mit deutscher Gründlichkeit werden in der Regel die Turniere durchgeführt, was sich anhand des Rahmenprogramms allerorten ablesen läßt. Sicherlich ist das Turnier der Mittelpunkt der Veranstaltung, doch das Engagement eines jeden einzelnen Ausrichters geht weit über das Maß des Notwendigen hinaus. Während es Fahrdienste früher nur bei internationalen Turnieren gab, ist dies heute selbst bei nationalen Preisgeldturnieren eine Selbstverständlichkeit. Ebenso wie attraktive Playerspartys, Shows auf und neben den Courts sowie Cateringangebote, die sich durchaus mit Gourmetbüffets vergleichen lassen können. Dabei darf nicht übersehen werden, dass dies fast allerorten ehrenamtlich und zum größten Teil mit Vereinsmitgliedern umgesetzt wird.
„Die Serie ist ein wichtiger sportlicher Baustein für unseren Nachwuchs“, so DTB-Sportdirektor Klaus Eberhard, den auch die DTB-Wirtschaftspartner inzwischen erkannt haben: „Nur mit deren finanzieller Unterstützung war es möglich, dass wir erstmals in diesem Jahr im Winter ITF-Satellites und Future-Turniere durchführen konnten.“ Und dass der deutsche Nachwuchs sich in 2005 bei den 40 internationalen Turnieren innerhalb der GERMAN MASTERS SERIES behaupten konnte, ist anhand der Erfolge nachlesbar. Es gab 16 Turniersiege in den Einzelkonkurrenzen und 15 deutsche Erfolge in den Doppelwettbewerben. Außerdem waren noch einmal sechs Deutschen an weiteren Doppelturniersiegen beteiligt.
Punktbeste Spielerin der GERMAN MASTERS SERIES 2005 wurde wie im vergangenen Jahr mit 243 Punkten Kristina Barrois (Schwarz-Weiß Bous). Die 24-jährige Saarländerin bestritt insgesamt neun Turniere innerhalb der Serie und siegte dabei in Oberhaching (10.000 US-Dollar Preisgeld), Biberach (10.000 US-Dollar Preisgeld) und Horb-Bildechingen (10.000 US-Dollar Preisgeld). Auf den Plätzen zwei bis fünf folgen mit deutlichem Abstand Franziska Etzel (VfL Sindelfingen/120Punkte/8 Turniere), Tatjana Malek (Rot-Weiß Tuttlingen/110 Punkte/7 Turniere), Imke Küsgen (WattExtra Bocholt/104 Punkte/5 Turniere) und Korina Perkovic (Offenbacher TC/102 Punkte/8 Turniere).
Bei den Herren wurde punktbester Spieler der GERMAN MASTERS SERIES Sebastian Rieschik von Weiß-Gelb Lichtenrade. Er bestritt innerhalb der nationalen Serie 21 Turniere und gewann die beiden mit jeweils 10.000 US-Dollar Preisgeld dotierten Turniere in Ingolstadt und Essen. Der 19-jährige Berliner kam auf 222 Punkte. Es folgen inoffiziell – das dritte ITF-Satellite- sowie ITF-Masters-Turnier ist noch nicht berücksichtigt - auf den Plätzen zwei bis fünf Marcel Zimmermann (TC Großhesselohe/152 Punkte/14 Turniere), Benjamin Ebrahimzadeh (Blau-Weiß Bensheim/127 Punkte/10 Turniere), Plilipp Petzschner (TC Piding/124 Punkte/10 Turniere) und Sascha Kloer (Dinslakener TG Blau-Weiss/121 Punkte/7 Turniere). Die entsprechende Auszeichnung wird im Rahmen der Nationalen Deutschen Meisterschaften am Halbfinaltag (17. Dezember 2005) in Isernhagen vorgenommen. Zum Zeitpunkt der ADT-Veranstaltung, wo ansonsten die Ehrung vorgenommen wird, fanden bei den Herren noch ITF-Satellite-Turniere statt.
Wenn auch nicht die Ehrungen der Punktbesten vorgenommen werden konnten, gab es in Rust Auszeichnungen zu vergeben. Seit dem Jahr 2000 zeichnet die ADT alljährlich die „Besten Nationalen bzw. Besten Internationalen Turniere“ ihrer Serie aus. Bewertungskriterien sind unter anderem die Präsentation von Sponsoren, Zuschauerinteresse, Zugehörigkeit zur Serie, Rahmenprogramm, Programmheft, Aktionen und Kampagnen während der Turnierdauer, der Stellenwert des Turniers in der Stadt bzw. Region und auch die Medienarbeit. Sowohl die eigene während der Turnierdauer, als auch die Berichterstattung in den Medien über das Turnier. Basierend auf dieser Grundlage wurde in diesem Jahr der TC Forchheim als „Bestes Nationales Turnier“ ausgezeichnet und der TC Hechingen erhielt den Turnier-Award als „Bestes Internationales Turnier“.
Mit 25.000 US-Dollar Preisgeld sind die „Hechinger Ladies Open“ dotiert gewesen, die in diesem Jahr bereits zum 8. Mal ausgetragen wurden. Über 5.000 Zuschauer und die Aussage der Spielerinnen, „dies sei das schönste Turnier dieser Kategorie“ waren einige Pluspunkte für das Turnierdirektoren-Duo Gerhard Frommer und Thomas Bürkle. Sie hatten erneut ein gelungenes Rahmenprogramm mit unter anderem Sponsorenabend, Golf-Schnupperkurs und Burgbesichtigung organisiert. Zudem die Spielerinnen größtenteils Privat untergebracht wurden. Kreativ war die Idee der Vergabe einer Wild Card für das WTA-Grand Prix-Turnier in Filderstadt, was wiederum die >Hechinger Ladies Open< sportliche aufgewertet hatte. Thomas Bürkle konnte den Filderstädter Turnierdirektor Markus Günthardt dafür gewinnen, der besten deutschen Nachwuchsspielerin - die mindestens das Viertelfinale in Hechingen erreichen würde – eine Wild Card für den Porsche Grand-Prix in Filderstadt zu geben. Diese erhielt die 18-jährige Tatjana Malek, die in der Runde der letzten Acht Andrea Petkovic (TEC Darmstadt) besiegen konnte. Sie kam letztlich sogar bis ins Halbfinale. „Wer so kreativ ein Turnier gestaltet, der ist – neben den übrigen Bewertungskriterien – ein würdiger Gewinner des internationalen Turnier-Awards 2005“, sagte Laudator und ADT-Pressesprecher Frank Hofen (HalleWestfalen).
Für den nationalen Gewinner hatte das zuständige Beiratsmitglied Heidrun Pointner (Frankenthal) die Fakten zusammengetragen, die eine Vergabe rechtfertigten. Auch hier wurden Ideen umgesetzt, die über die übliche Gestaltung hinausgingen. So haben die Turnierveranstalter Gernot Heinzel und Jürgen Langguth die Spieler des mit 5.000 Euro Preisgeld dotierten >TC Forchheim Cup< bei Clubmitgliedern untergebracht, sie waren in den Familien integriert und wurden zugleich stets zum morgendlichen Frühstück eingeladen. Es gab des Weiteren täglich einen Essensgutschein und die Speisen betrugen für die Spieler maximal 4,50 Euro. Außerdem hatten sie die Möglichkeit, sich täglich kostenlos von einem Physiotherapeuten pflegen zu lassen. Mineralwasser stand für die Turnierteilnehmer auch außerhalb des Courts kostenlos zur Verfügung. Dass die Turnierteilnehmer zwischen den Viertel- und Halbfinalspielen mehrere Stunden mit über 30 Kindern trainierten, zeigt die gelungene Symbiose eines Turniers auf.
Außer Ehrungen diskutierten die knapp 80 Teilnehmer die nationale Turnierszenerie, denn festzuhalten ist, dass es ein deutliches Veranstaltungsgefälle zwischen dem Norden und dem Süden Deutschlands gibt. „Hier müssen wir einmal mit den Sportwarten der Verbände sprechen, ob dies nicht abzuändern ist“, sagte der für den Sport im Deutschen Tennis Bund (DTB) zuständige Vizepräsident Rolf Schmid (Biberach), der gemeinsam mit der stellvertretenden Beiratsvorsitzenden Cordula Decker (Puchheim) - für den im Krankenhaus weilenden ADT-Beiratsvorsitzenden Rolf-Dieter Madlindl (München) - die Tagung leitete. In der Tat sieht es so aus, dass gegenwärtig nur 19 Turniere im Norden, dagegen 49 Turniere im südlichen Teil der Republik stattfinden. Unterstützung für die nächsten drei Jahre erhalten Turnierveranstalter auch weiterhin vom Sponsor Dunlop (Hanau), der sein Ballkontingent noch einmal deutlich aufgestockt hat.
Nicht weitergekommen ist man bisher bei der Suche nach einem Seriensponsor. „Wir haben aber das Gefühl, dass sich die Stimmung im Tennissport zum besseren wendet“, sagte Sieger Heinzmann (Ulm), zuständig für Sponsoring und Marketing innerhalb der GERMAN MASTERS SERIES. „Doch hier bedarf es weiterhin einer gemeinsamen Anstrengung, so Heinzmann, „denn nur wenn der DTB, die Landesverbände und unsere Turnierveranstalter zusammen agieren, ist es möglich, auch hier Lösungen zu finden.“ Auch Peter Nirmaier, der Präsident des Badischen Tennis-Verbandes und (Mit-)Gastgeber der ADT-Veranstaltertagung, sieht den Tennissport auf dem Weg aus der Talsohle. Ähnlich sahen es auch die Ehrengäste, in ihren Grußworten unisono das ehrenamtliche Engagement lobten, ohne das generell im deutschen Sport nichts funktionieren würde.
Neben Dr. Helmut Vollmar (Freiburg), dem Ehrenmitglied des Badischen Sportbundes und Ministerialdirigent Dr. Eckhard Seifert (Stuttgart) aus dem Württembergischen Kultur, Jugend- und Sportministerium, war zur Begrüßung auch Jürgen Mack, der Inhaber des Europa-Parks, erschienen. Er gab einen Überblick über Europas größten Freizeitpark, den es nun seit 30 Jahren gibt. An den Öffnungstagen werden täglich zwischen 15.000 bis 17.000 Besucher gezählt und mit über drei Millionen Gästen hat er sich eine Ausnahmestellung erarbeitet. Eine Fahrt mit dem Expresszug durch den Europa-Park war ein weiterer Programmpunkt und der >Französische Abend< mit seinem Varieteprogramm auf Einladung des DTB’s und des Badischen Tennisverbandes, waren sozusagen das Dankeschön für die Turnierveranstalter und deren Engagement.
Nach jahrelanger Mitarbeit im ADT-Beirat haben der Vaihinger-Turnierveranstalter Dr. Wolfgang Bruder (Stuttgart), zuständig für das Ressort 5 (ITF- und TE-Turniere) und Reiner Funke (Weiterstadt) als Stellvertreter im Ressort 2 für „Nationale Turniere“, ihre Funktionen aufgegeben. Die freigewordene „Nationale Stellvertreterfunktion“ wurde nicht wieder besetzt. Neugewählt in das internationalen Gremium der ITF- und Tennis Europe (Damen)-Turniere wurde Thomas Bürkle, der nun gemeinsam mit Sören Friemel dieses Ressort führt. Der 43-jährige Stuttgarter ist seit mehr als 20 Jahren Geschäftsführer der TEC Waldau, seit 13 Jahren in Horb bzw. seit acht Jahren in Hechingen Turnierdirektor und Sprecher der Damen-Bundesliga. Er ist darüber hinaus ein Insider des internationalen Damen-Tennisturniersports und dürfte in dieser Funktion zweifelsohne ein Gewinn für die ADT sein.
Ebenfalls hat Matthias Bieling (Münster) sein Amt als Vorsitzender der ADT-Ordnungskommission zur Verfügung gestellt, doch mit Peer Braml (München) wurde schnell ein Nachfolger gefunden. Der 33-jährige Bayer ist Rechtsanwalt und ist unter anderem auch beim TC Friedberg als sportlicher Leiter für das ITF-Future-Turnier zuständig. Demzufolge setzt sich der ADT-Beirat aus folgenden Personen zusammen – Vorsitzender: Rolf-Dieter Madlindl (München); Stellvertreterin: Cordula Decker (Puchheim). Ressort 1 (DTB-Vizepräsident Sport) Rolf Schmid (Biberach) und Heinz Wagner (DTB-Turnierreferent). Ressort 2 (Nationale Turniere): Heidrun Pointner (Frankenthal). Ressort 3 (ITF/TE-Turniere): Sören Friemel (Münster) und Thomas Bürkle (Stuttgart). Ressort 4 (ATP-Challenger-Turniere): Andre Zietsman (Fürth) und Hans Herrmann (Oberstaufen). Ressort 5 (Sponsoring und Marketing): Sieger Heinzmann (Ulm). Ressort 6 (Medien und Öffentlichkeitsarbeit): Frank Hofen (HalleWestfalen) und Jan Miska (Bielefeld). Ressort 7 (Ordnungskommission): Erich Stukenbrock (Ennigerloh) und Peer Braml (München).
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