Markus Hornung im Finale in Mainz-Finthen
Ausgeruhte Finalisten
TENNIS: Geibert und Hornung erfolgreich
MAINZ (cka). Die Überraschungsfinalistin vom Lancaster Süd-West Cup im Mainzer Tenniscenter Römerquelle, Madeleine Geibert (TC GW Frankenthal), hat gestern in Michaela Rütten (Bocholt) ihre Meisterin beim 4:6, 6:4, 4:6 gefunden. Im Endspiel der Herren setzte sich der topgesetzte Andre Wiesler (Wiesbaden) gegen den ungesetzten Römerberger Markus Hornung mit 7:6, 6:4 durch.
Die Setzliste hatte bei den Damen ein Finale zwischen Kristina Barrois (TC SW Bous) und Barbara Lado (TC Karlsruhe-Rüppurr) versprochen, aber bis es am Sonntag um 12 Uhr so weit war, hatten sich beide schon verletzt und krank aus Mainz verabschiedet. Es hätten sich die 13. und die 26. der deutschen Rangliste gegenübergestanden.
Aber die Spielertrainerin aus Karlsruhe Barbara Lado hatte sich am Freitag in der Partie gegen Alison Rauh (Trier) beim Matchball einen Bänderriss zugezogen und wurde mit dem Krankenwagen abgeholt. Kristina Barrois hat sich gestern Morgen vor dem Halbfinale bei Turnierleiterin Christa Liedtke schweren Herzens wegen einer Erkältung abgemeldet. Die topgesetzte Spielerin des Turniers hatte in Mainz im Hotel übernachtet, fühlte sich aber nicht in der Lage anzutreten.
Somit hatte Michaela Rütten Gelegenheit, sich das andere Halbfinale anzusehen. Madeleine Geibert, die auf dem Weg in die Vorschlussrunde gegen Maxi Ehmer (6:2, 6:4), Katrin Klein (6:4, 6:0) aus Mannheim und Alison Rauh (6:2, 6:3) gewonnen hatte, lag gegen Maren Kaßens mit 6:1 und 3:1 in Front, als die Mannheimerin ihr zum Sieg gratulierte. Sie entschuldigte sich bei Dieter Kirschenmann (Sportwart Rheinland-Pfalz) mit Unwohlsein. Da waren"s nur noch zwei. Bei ihrem ersten Finale in einem Damen-Turnier hatte Madeleine Geibert am Anfang Probleme. „Mit ihrem Aufschlag bin ich gar nicht zurecht gekommen und habe mich dann gewundert, dass sie im zweiten Satz nachgelassen hat", meinte die Schülerin des Ludwigshafener Max-Planck-Gymnasiums, die im Sommer auch ihre ersten internationalen Turniere bestritten hat. Im zweiten Durchgang profitierte sie von den vielen Fehlern ihrer Gegnerin, die sich aber wieder fing. Für Madeleine Geibert, die 200 Euro mitnahm, war"s trotzdem ein Erfolg.
Markus Hornung? Nach einem Sinneswandel muss mit dem in Worms lebenden Ludwigshafener auch wieder in der Halle gerechnet werden. Die beiden vergangenen Winter hat er überhaupt nichts gemacht. „Ich habe aber gemerkt, dass das einfach nicht geht." Zum einen „bin ich ungenießbar, wenn ich keinen Sport mache", sagte er. Zum anderen hat er festgestellt, dass es nicht reicht, sich auf die Saison einige Monate intensiv vorzubereiten, „Das reicht einfach nicht für die Oberliga, da wird von Jahr zu Jahr besser gespielt." Mit Römerberg wolle er im kommenden Jahr wieder das Ziel Zweitliga-Aufstieg in Angriff nehmen. Von Mannschaftsbetreuer Hubert Bohlender sei er nicht dementsprechend bearbeitet worden, „aber er wird erfreut über die Entwicklung sein", meinte Hornung lachend. Zwei- bis dreimal die Woche trainiert er in Frankenthal mit den Mannschaftskameraden. Mit Erfolg. Sein Aufschlag ist momentan so gut wie zu den besten Zeiten. Als er im Finale schwächer wurde, verlor Hornung die Partie aus den Händen. Aber auch für ihn war die Finalteilnahme ein Erfolg.
KONZOKH / KONZOKH
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Speyerer Rundschau
Datum: Nr.276
Datum: Montag, den 28. November 2005
Seite: Nr.9
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Michaela Rütten und André Wiesler gewinnen Lancaster-Cup
Bocholterin und Wiesbadener setzen sich in Mainz durch / Spannende Finals
hbi. MAINZ – Die Siegerpokale des Lancaster-Südwest-Cups im Tennis-Center Römerquelle in Mainz-Finthen verlassen beide die Stadt. Bei den Damen ging er mit Michaela Rütten nach Bocholt, bei den Herren nahm ihn André Wiesler mit über den Rhein nach Wiesbaden. Beide Titelträger konnten sich ihre Siege allerdings erst in umkämpften Endspielen sichern. Für die Turnierverantwortlichen waren nicht nur diese beiden sportlichen Höhepunkte zum Cup-Abschluss Grund genug, zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung zu sein. An allen drei Turniertagen sowie am vorangegangenen Qualifikationstag wurden „faire und durchweg gute Spiele“ gezeigt. Einziger Wehrmutstropfen waren zwei offensichtliche Bänderrisse, die unter anderem das verletzungsbedingte Ausscheiden der an zwei gesetzten Barbara Lado aus Rüppur zur Folge hatten.
Bei den Herren schien André Wiesler vom TC Grün-Weiß Wiesbaden zunächst keinen ernst zu nehmenden Gegner zu finden. Der 23-Jährige spielte sich fast ungefährdet ins Endspiel. Auf seinem Weg dort hin schaltete er unter anderem Vytis Balsiukas vom TC Oberwerth Koblenz und Fabian Stockhaus vom TSC Mainz aus. Stockhaus musste im Halbfinale nach knapp verlorenem ersten Satz aufgeben. Wesentlich mehr Mühe hatte Wieslers Finalgegner Markus Hornung vom TC Römerberg, den letzten Turnierdurchgang zu erreichen. Ungesetzt gestartet, musste er schon in der ersten Runde gegen den Idar-Obersteiner Martin Zimmermann in den dritten Satz. Im weiteren Turnierverlauf gab dann aber auch Hornung keinen Satz mehr ab. Auch im Finale war dann lange Zeit unklar, wer im ersten Durchgang den Kürzeren ziehen würde. Erst im Tie-Break schaffte es der hohe Favorit Wiesler, sich durchzusetzen. Auch der zweite Satz war bis zum Schluss spannend. Schließlich aber wurde Wiesler seiner Favoritenrolle gerecht und holte sich den Lancaster-Südwest-Cup 2005.
Auch bei den Damen hieß es in den jeweiligen Fan-Lagern: Daumen drücken bis zuletzt. Michaela Rütten vom TC Blau-Weiß Bocholt und Madeleine Geibert vom TC Grün-Weiß Frankenthal lieferten sich ein bis in den dritten Satz spannendes Endspiel. Drei mal hieß es in den Sätzen 6:4. Zwei mal für Michaela Rütten, die damit das bessere Ende für sich hatte. Für die ungesetzt gestartete Madeleine Geibert war der zweite Platz beim Lancaster-Südwest-Cup aber ebenfalls ein riesen Erfolg. Rütten hatte bis zum Endspiel nie wirklich an ihre Grenzen gehen müssen. Die erste schwere Aufgabe hätte das Halbfinale gegen Favoritin Kristina Barrois (Bous) werden sollen. Die Saarländerin musste das Spiel dann allerdings kurzfristig absagen. Auch Madeleine Geibert war in ihrem Halbfinale nicht bis zum Matchball gefordert. Beim Stand von 6:1 und 3:1 musste ihre Gegnerin, Maren Kaßens (Mannheim) aufgeben. Dafür, dass beide Damen in ihren Begegnungen am Sonntag morgen nicht ausreichend gefordert wurden, entschädigten sie schließlich alle Anwesenden mit einem lange Zeit umkämpften Finale.
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