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Presseberichte 12/06 der German Masters Series

GERMAN MASTERS SERIES


2. offene Damenmeisterschaften des TC Oppau - 5.000 Euro Preisgeld
Top-Vier spielten Titel unter sich aus – Steinbach (Blau-Weiß Dresden) am Ende vorne
Oppau. Die 25-jährige Lydia Steinbach (DTB-Rangliste 14) vom TC Blau-Weiß Dresden-Blasewitz ist die Siegerin der mit 5.000 Euro Preisgeld dotierten 2. offenen Damenmeisterschaften des TC Oppau, die vom 23. bis 25. Juni stattfanden. Nach dem die gebürtige Hallenserin in der Vorschlussrunde bereits die Nummer zwei der Setzliste, Adriana Barna (LTTC Rot-Weiß Berlin/DTB 14), mit 6:3, 6:4 hat ausschalten können, holte sie sich in einem hochklassigen Finale gegen die topgesetzte Magda Mihalache(RCS Saarbrücken/DTB A12) den Turniersieg.

Im Finale ging Lydia Steinbach in beiden Sätzen in Führung. Ihrer Kontrahentin Mihalache gelang es aber immer wieder zu kontern, so dass jeweils der Tiebreak die Entscheidung bringen musste. Am Ende einer nervenaufreibenden Partie nutzte schließlich die Dresdner Bundesligaspielerin ihren fünften Matchball zum 7:6(3), 7:6(6)-Erfolg. „Ich habe vorher gewusst, dass es ein enges Match wird, denn ich habe noch nie gegen Magda gewonnen. Jetzt bin ich kaputt aber auch glücklich“, kommentierte die Oppau-Siegerin das Match. Ihre Finalgegnerin Magda Mihalache war wie Steinbach ohne Satzverlust ins Endspiel gestürmt und trotz der finalen Niederlage war sie mit ihrer Leistung zufrieden. „Es war ein sehr gutes Spiel. Ich bin zufrieden, auch weil ich mit einem Muskelfaserriss im Bauch lange verletzt war“, so Finalistin Mihalache.

Die hatte zuvor ihren Kontrahentinnen keine Chance gelassen. Weder Melanie Hambsch (Grün-Weiss Mannheim) im Achtel- noch Michaela Rütten (Bocholter TC Blau-Weiß) im Viertelfinale konnten die 25-jährige Rumänin in Verlegenheit bringen. Erst in der Runde der letzten Vier schaffte es Imke Küsken (Bocholter TC Blau-Weiß, DTB 23) die spätere Finalistin zumindest einen Satz lang zu fordern, denn die an vier gesetzte Bocholterin absolvierte ihre Aufgaben bis dato souverän. Und auch gegen die topgesetzte Favoritin begann sie konzentriert und engagiert. Erst am Ende des ersten Satzes gelang es Mihalache die entscheidenden Punkte zum Satzgewinn zu machen. Damit nahm sie Küsgen das Vertrauen in ihr Spiel und ließ fortan nichts mehr anbrennen. Mit 7:5, 6:1 ging das Match an die Oppauer Nummer eins.

Von den lokalen Akteurinnen konnte keine in die Phalanx der vier gesetzten Topspielerinnen eindringen, über deren Teilnahme Turnierleiter Thomas Süss sehr glücklich war. „Das ist schon ein sehr gutes Teilnehmerfeld. Da sind Spielerinnen, die schon in Wimbledon oder Roland Garros waren“, schwärmte Süss. Er war lediglich etwas darüber betrübt, dass Dominice Ripoll (BASF TC Ludwigshafen) nicht in den heimischen Gefilden antreten konnte, da sie noch in HalleWestfalen weilte, wo sie bei den 7. GERRY WEBER Junior Open im Einzel- bzw. Doppelwettbewerb bis ins Halbfinale vordringen konnte.

ATP-Challenger – 106.250 Euro Preisgeld – Braunschweig
Tscheche Jan Hajek (Amberg am Schanzl) triumphiert am Bürgerpark
Kas/Behrend (Blau-Weiss Halle/Rochusclub Düsseldorf) gewinnen Doppeltitel
Braunschweig/HalleWestfalen. Der Tscheche Jan Hajek vom Zweitligisten TC Amberg am Schnanzl ist der strahlende Sieger der mit 106.250 Euro Preisgeld dotierten Nord/LB Open in Braunschweig. „Das Braunschweiger Challenger ist eines der schönsten Turniere, auf denen ich Bislang gespielt habe“, sagte ein freudestrahlender Turniersieger am vergangenen Sonntag. Zuvor hatte der 1,82 Meter große Rechtshänder im Finale vor 2.300 Zuschauern den Spanier Fernando Vicente vom Deutschen Meister Grün-Weiss Mannheim mit 6:1, 6:3 bezwingen können und es war somit bereits Hajeks dritter ATP-Challenger-Titel in diesem Jahr nach den Turniersiegen in Barletta und Prostejov. Der daraus resultierende 103. Platz in der ATP-Weltrangliste bedeutet für den Amberger Bundesliga-Spieler die bisher beste Platzierung seiner Karriere und damit dürfte er einen Platz im Hauptfeld der US Open sicher haben.
„Die ganze Woche habe ich mich auf dem Platz sehr wohl gefühlt“, erklärte Hajek, und dies mussten seine Kontrahenten leidvoll erfahren. Im Achtelfinale machte der 22-jährige Tscheche die Euphorie von Leonardo Azzaro vom Bundesliga-Aufsteiger TV Reutlingen zu Nichte, die sich dieser mit seinem 6:4, 6:3-Auftaktsieg gegen den topgesetzten Ruben Ramirez Hidalgo (ATP Entry List 62/Blau-Weiss Halle) erspielt hatte. Bei seinem 7:6(1), 6:1-Erfolg ließ Jan Hajek ebenso wenig anbrennen, wie im anschließenden Viertelfinale gegen Sergio Roitmann vom 1, FC Nürnberg, den er 7:5, 6:4 besiegte. Seinen einzigen Satzverlust hatte der spätere Sieger in der Vorschlussrunde gegen den Brasilianer Andre Ghem hinzunehmen. Nach einem 3:6 im ersten Satz fand Hajek zu alter Leistungsstärke zurück und schaffte in der Folge mit 6:4, 6:2 den Finaleinzug. Dazu Nord/LB-Open-Turnierdirektor Carl-Uwe Steeb: „Ich bin mir sicher, von Jan Hajek werden wir in den kommenden Jahren noch viel sehen und hören.“
Das letztlich der Triumph über den Mannheimer Fernando Vicente so deutlich ausfiel, war angesichts der Auftritte, die der Spanier im Turnierverlauf gezeigt hatte, dennoch überraschend. Bis zum Viertelfinale ohne Satzverlust geblieben, verschlief Vicente dort gegen seinen Landsmann Oscar Hernandez vom ostwestfälischen Bundesligisten Blau-Weiss Halle den ersten Satz, als er nicht ein einziges Spiel gewinnen konnte. Doch er wachte auf und zog letztlich mit einem 0:6, 6:2, 7:5-Sieg in die Runde der letzten Vier ein. Hier setzte er sich gegen Turnierüberraschung Tomas Gabashvili aus Georgien – hatte im Achtelfinale den an zwei gesetzten Marcos Daniel (ATP 83/Sportpark Windhagen) und danach Tomas Behrend (Rochusclub Düsseldorf) ausgeschaltet – jedoch wieder klar mit 6:3, 6:4 durch. Nach dem Finale reiste Vicente nach Wimbledon, wo er in der ersten Runde auf seinen Landsmann Juan-Carlos Ferrero trifft.
Der ehemalige Davis Cup-Spieler Tomas Behrend war mit dem Erreichen des Viertelfinals der erfolgreichste deutsche Spieler in der Einzelkonkurrenz. Daniel Brands (Wacker Burghausen) und Tobias Kamke (TC Phillipsburg), die beide eine Wild Card erhielten sowie Qualifikant Julian Reister (Logopark Hartenholm), erreichten immerhin das Achtelfinale. Mehr Grund zur Freude hatten die deutschen Akteure bei Niedersachsens größtem Tennisevent in der Doppelkonkurrenz, in der sie mit Christopher Kas/Tomas Behrend (Blau-Weiss Halle/Rochusclub Düssseldorf) die Turniersieger stellten.
Nachdem das deutsche Duo im Halbfinale die topgesetzte Paarung Leonardo Azzaro/Lovro Zovko (TV Reutlingen/Kroatien) mit 6:4, 6:3 bezwang, traf Kas/Behrend im Finale auf die Argentinier Maximo Gonzales/Sergio Roitman (Blau-Weiß Krefeld/1. FC Nürnberg). Diese hatten Frank Moser/Sebastian Rieschick (Rüppurr Karlsruhe/Weiß-Gelb Lichtenrade) zuvor 6:4, 7:5 geschlagen. In einem erstklassigen Endspiel sicherten sich Behrend/Kas mit 7:6(5), 6:4 den Titel. „Wir haben eine sehr erfolgreiche Woche hinter uns, und dann als Sieger vom Platz zu gehen, ist natürlich umso schöner“, resümierte Tomas Behrend und wertete schmunzelnd den Finalerfolg als gutes Omen für die Klinsmann-Elf bei der Fußball-WM: „Im Hinblick auf das kommende WM-Spiel zwischen Deutschland und Argentinien konnten wir heute schon ein Zeichen setzen.“ Während es für ihn der erste Challenger-Doppelerfolg im Jahr 2006 war, durfte Partner Christopher Kas schon den dritten Turniersieg in dieser Saison bejubeln. Mit seinem sonstigen Partner Philipp Petzscher (Blau-Weiss Neuss) hatte er bereits die ATP-Challenger-Turniere in Heilbronn und in Besancon gewonnen.

Ingesamt 27.000 Besucher verfolgten die Turnierwoche der Nord/LB Open vor Ort in Braunschweig. Mit diesem Zuspruch war Stephan Ehlers, Geschäftsführer der veranstaltenden Braunschweig Open GmbH zufrieden. „Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist, die NORD/LB-Open 2006 trotz der sehr kurzen Vorlaufzeit in der gewohnten Größe zu präsentieren. Bei der Vorbereitung und Durchführung des Turnieres hat alles sehr gut geklappt. Und auch mit der Zuschauer-Resonanz können wir angesichts der zeitgleich stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaft zufrieden sein“, so Ehlers.
GERMAN MASTERS SERIE – Internationale Turniersieger 2006
Datum Kategorie Stadt Preisgeld Einzel-Sieger Doppelsieger
02. Jan. ITF-Future 1 Nußloch 15.000 $+H A. Beck (GER) F. Nielsen/R. Norby (DEN)
09. Jan . ITF-Future 2 Stuttgart 10.000 $ T. Popp (GER) S. Bohli/A, Sitak (SUI/RUS)
10. Jan. TE-Damen 1 Stuttgart 10.000 $ R. Voracova (CZE) D.Jurac/Voracova (CRO/CZE)
16. Jan . ITF-Future 3 Oberhaching 10.000 $ T. Summerer (GER) Eleskovic/Zverev (SWE/GER)
16. Jan. TE-Damen 2 Oberhaching 10.000 $ S. Klaschka (GER) J. Bek/A. Mijacika (CRO)
23. Jan . ATP-Chall. 1 Heilbronn 85.000 $ R. Söderling (SWE) C. Kas/P. Petzschner (GER)
23. Jan . ITF-Future 4 Kaarst 10.000 $ J. Hasek (CZE) R. Grambow/B. Knittel (GER)
30. Jan. ITF-Future 5 Mettmann 15.000 $+H M. Zverev (GER) Petzschner/Stolt (GER/USA)
13. Feb. TE-Damen 3 Buchen 10.000 $ A. Korzeniak (POL) Avdiyenko/Radwanska (UKR/POL)
20. Feb. TE-Damen 4 Biberach 25.000 $ K. Barrois (GER) O.Blahotova/L.Hradecka (CZE)
27. Feb. ATP-Chall. 2 Wolfsburg 25.000 $+H A. Waske (GER) J. Scherrer/Vico, U. (SUI/ITA)
08. Mai. ATP-Chall. 3 Dresden 25.000 $+H S. Greul (GER) Allegro/Mertinak (SUI/SVK)
29. Mai ATP-Chall. 4 Ettlingen 25.000 $+H S. Greul (GER) Mazarakis/Parada (GRE/CHI)
05. Juni ATP-Chall. 5 Fürth 50.000 $+H F. Mayer (GER) Mazarakis/Parada (GRE/CHI)
19. Juni ATP-Chall. Braunschweig 106.250 € J. Hajek (CZE) C. Kas/T. Behrend (GER)
26. Jun. ITF-Future 6 Römerberg 10.000 $