ADT Tagung 2006 der German Masters Series
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Bildzeile: Sie zogen Bilanz mit den 68 Turnierveranstalters der GERMAN MASTERS SERIES in Nürnberg (von links): DTB-Sportwart Heinz Wagner, Thomas Bürkle (Ordnungskommission), André Zietsman (Challenger-Turnier), Sören Friemel (Internationale Turnier), Kirstin Schaaf (DTB-Geschäftsstelle), DTB-Sportdirektor Klaus Eberhard, Fed Cup-Teamchefin Barbara Rittner, Rolf-Dieter Madlindl (ADT-Vorsitzender), Cordula Decker (ADT-Beirat) und Heidrun Pointner (Nationale. Turniere). © PR-Büro Sport Presse (HalleWestfalen)
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GERMAN MASTERS SERIES - ADT-Veranstaltertagung – Nürnberg
Auszeichnungen für die Turniere in Schliersee und Darmstadt
Tennisprominenz in der Frankenmetropole – Rittner und Eberhard loben Turnierserie
HalleWestfalen. In der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tennisturnierveranstalter (ADT) des Deutschen Tennis Bundes (DTB) sind die Ausrichter der zur GERMAN MASTERS SERIES zählenden Veranstalter organisiert, die sich am 21. Oktober in Nürnberg zu ihrer diesjährigen Veranstaltertagung trafen. Welchen Stellenwert die ADT innerhalb des nationalen Tennissports genießt, ist anhand der prominenten Gäste zu belegen. So war der Ballsponsor Dunlop (Hanau) durch Thorsten Bonacker vertreten und die Fed-Cup-Chefin Barbara Rittner war ebenso zugegen wie der DTB-Sportdirektor Klaus Eberhard sowie die DTB-Vizepräsidenten Heinz Wagner (Staudt) und Peter Gorka (Dresden). Und da diese Turnierserie bundesweit vom schleswig-holsteinischen Kellinghusen bis ins oberbayerische Waging am See reicht, waren natürlich auch die Tennislandesverbände in der Frankenmetropole vertreten. Neben dem badischen Präsidenten Peter Nirmaier (Buchen) waren des Weiteren unter den Gästen die Sportwarte Thomas Heil (Bayern), Jens P. Kröger (Hamburg), Ulrich Bunkowitz (Niederrhein), Frank Liebich (Sachsen), Reinhold Landt (Schleswig-Holstein), Sören Friemel (Westfalen), Rolf Schmid (Württemberg) sowie die Jugendwarte Gerti Straub (Westfalen) und Joachim Jackstadt vom Tennisverband Schleswig-Holstein.
Es galt in Nürnberg Bilanz zu ziehen, denn bis auf die zwei noch ausstehenden ITF Women’s Ciruit-Turniere von Erding und Ismaning ist das ADT-Veranstaltungsjahr 2006 gelaufen. Insgesamt wurden 68 Turniere innerhalb dieser deutschen Serie ausgetragen und mit rund 150.000 Zuschauern sowie einem Preisgeld von knapp einer Millionen Euro gehört die GERMAN MASTERS SERIES zu den Glanzlichtern des nationalen Tennissports. „Man kann stolz darauf sein“, so dann auch verständlicherweise die Begrüßungsansprache von DTB-Vizepräsident Sport Heinz Wagner (Staudt), der aber auch aus der Sicht des deutschen Nachwuchs Positives zu berichten wusste: „Wenn sich allein bei 40 internationalen Turnieren 20 deutsche junge Nachwuchsspieler in die Siegerlisten haben eintragen können, dann kann man sagen, sie haben die Chance des Einstiegs in den Profibereich genutzt.“ Dies ist auch die Zielvorgabe, denn nach wie vor trägt die Turnierserie die Headline >Dem Nachwuchs eine Chance<.
Die Palette der GERMAN MASTERS SERIES ist unterteilt in nationale und internationale Turniere. So gab es in diesem Jahr 25 nationale Turniere, die eine Preisgeldstruktur von 2.500 Euro bis 10.000 Euro aufweisen. Zu den internationalen Events, hier liegen die Preisgelder zwischen 10.000 US-Dollar und 125.000 US-Dollar + Hospitality, zählen zum einen die ITF-Future der Damen und Herren sowie acht ATP-Challenger-Turniere. Außerdem kam in diesem Jahr letztmalig noch ein ITF-Satellite (Herren) zur Austragung, dessen Turniermodus (drei Turniere und ein Masters) es zukünftig aber nicht mehr geben wird. Neben Preisgelder, Weltranglistenpoints und Punkte für die deutsche Rangliste wird auch eine Punktwertung der GERMAN MASTERS SERIES geführt.
Bis vor drei Jahren wurde dann am Jahresende auch ein entsprechendes Masters-Turnier der jeweils acht punktbesten Spieler/-innen durchgeführt, doch nach Rückzug des Seriensponsors Warsteiner Brauerei musste dieses Turnier aus finanziellen Gründen eingestellt werden. „Wir arbeiten derzeit daran, möglicherweise ab 2008 wieder ein Masters durchzuführen“, sagte DTB-Sportdirektor Klaus Eberhard, der dies im Zusammenhang mit der Zukunft der Deutschen Meisterschaften sieht. So werden in diesem Jahr einmal mehr die beiden Punktbesten mit Pokalen im Rahmen der Deutschen Meisterschaften, die vom 2. bis 10. Dezember in der Havellandhalle in Seeberg bei Berlin, ausgezeichnet. Bei den Herren ging Tobias Summerer (Blau-Weiss Neuss) mit 203 Punkten als Bester aus der Serie hervor, der in diesem Jahr unter anderem die ITF-Future-Turniere in Oberhaching und in Kempten gewann. Zweiter wurde der Challenger-Sieger von Dresden und Ettlingen, Simon Greul (179 Punkte/TV Reutlingen) vor dem Drittplatzierten Marcel Zimmermann (163/TC Großhesselohe) und dem aktuellen Deutschen Meister Thorsten Popp (149/TC Ravensburg).
Trotz der zwei noch ausstehenden Damen-Turniere ist Julia Görges (Rot-Weiß Wahlstedt) der erste Platz in der Gesamtwertung kaum noch zu nehmen. Die 17-jährige zweifache Future-Siegerin von Wahlstedt und Bielefeld führt mit 206 Punkten vor Lydia Steinbach (181 Punkte/Blau-Weiß Dresden-Blasewitz), Tatjana Malek (132/Waldau Stuttgart) und Sabine Klaschka (128/BASF Blau-Weiss Ludwigshafen) die Wertung an. Das erfolgreiche Auftreten der deutschen Aktiven innerhalb der Serie wurde auch seitens Klaus Eberhard hervorgehoben, denn neben den internationalen Erfolgen fiel die Bilanz auch bei den nationalen Turnieren dieser Serie positiv aus: „Bei den 25 Turnieren haben wir 19 deutsche Sieger/-innen stellen können und angesichts der Erfolge der Herren bei den Futuren, ist dies erfreulich aus Sicht des DTB. Denn sie alle gehören dem B-Kader an und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“
Anschließend erläuterte der frühere deutsche Tennisprofi Eberhard anhand von Schaubildern das Förderkonzept des Deutschen Tennis Bundes für den Leistungssport. Verantwortlich ist bei den Herren Davis Cup-Teamchef Patrik Kühnen und mit ihm arbeiten als Bundestrainer Peter Pfannkoch und Peter Born – zuständig für den weiblichen und männlichen Nachwuchs - sowie der Stützpunktrainer Ulf Fischer und weitere Honorartrainer. Bei den Damen ist Barbara Rittner die verantwortliche Teamchefin und Chris Singer arbeitet als Stützpunktrainerin in Stuttgart. Derzeit gibt es vier Bundesstützpunkte innerhalb des DTB wobei die Herren in Oberhaching und die Damen in Stuttgart angesiedelt sind. Hinzukommt das Internat in Hannover und der im Aufbau befindliche Stützpunkt in Essen für Nordrhein-Westfalen. Geplant sind des Weiteren bis zu fünf DTB-Stützpunkte wobei mit Leimen, dem GERRY WEBER STADION in HalleWestfalen und in Marbella bei Klaus Hofsäß bereits drei eingerichtet sind.
Die Situation bei den deutschen Tennisdamen beschrieb Barbara Rittner dann wie folgt: „Wir haben keine Überflieger wie Graf und Huber, doch wir sind spielerisch besser als wir es manchmal in den Medien zu lesen bekommen.“ In diesem Zusammenhang nannte die frühere deutsche Weltklassespielerin unter anderem die aktuelle deutsche Nummer eins, Anna-Lena Grönefeld, und fand auch lobende Worte für die Nachwuchsspielerinnen Andrea Petkovic, Julia Görges, Tatjana Malek und die gesundheitlich wieder genesene Angelique Kerber.
„Sie alle arbeiten zielstrebig und mit großem Engagement an ihrer sportlichen Entwicklung. Auch wenn Grönefeld im Augenblick ein sportliches Tief hat, bin ich davon überzeugt, dass wir allmählich wieder nach vorne kommen. Auf dem Weg dahin sind Turniere wie die der GERMAN MASTERS SERIES wichtig für die Entwicklung der Spielerinnen“, sagte Rittner, die sich zudem bei den Veranstaltern bedankte: „Es ist kein Honig um den Mund schmieren, aber ich höre immer wieder, auch von den ausländischen Spielerinnen, diese deutschen Turniere sind die besten.“
Im Wissen um den hohen Standard der Turniere innerhalb der GERMAN MASTERS SERIES werden seit dem Jahr 2000 auch alljährlich zwei Veranstaltungen mit einem >Tennisturnier-Award< ausgezeichnet. Zum einen für das >Beste nationale Turnier< und zum anderen für das >Beste internationale Turnier< dieser Serie. Bewertungskriterien sind neben der sportlichen Durchführung des Weiteren das Zuschauerinteresse, das öffentliche Ansehen des Turniers, mediale Darstellung und Berichterstattung, Rahmenprogramm und Kampagnen, Präsentation von Sponsoren sowie die Anzahl der Jahre einer Turnierausrichtung. Die Trophäe bei den nationalen Turnieren ging in diesem Jahr an den TC Schliersee, der sein mit 5.000 Euro dotiertes Herren-Turnier um den >Sixtus-Cup< bereits seit 55 Jahren ausrichtet. Laudatorin Heidrun Pointner lobte die seit 16 Jahren ehrenamtlich agierende Turnierleiterin Sonja Leitner, die das Turnier zu einem wichtigen Bestandteil für Stadt und Region gemacht hat. Es ist zudem in das Schlierseer Seefest mit seinem Feuerwerk integriert und bietet für ein Turnier dieser Größenordnung ein beachtliches Rahmenprogramm mit täglicher Tombola, Sponsorentreff und einem von Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß gesponserten >Nürnberger Würstchen Stand<.
Seit 30 Jahren veranstaltet der TC Bessungen Darmstadt sein Turnier, was zunächst bis 1985 als >Heinerfestturnier< für Damen und Herren ausgetragen wurde. Aus einem nationalen Preisgeldturnier wurde dann ab 1986 ein internationales Damenevent um Weltranglistenpunkte und das Preisgeld beträgt inzwischen 25.000 US-Dollar. Diese >Internationalen Hessischen Tennismeisterschaften< haben längst Kultstatus im hessischen Tennissommer angenommen. Mehr als 7.000 Zuschauer sorgen für eine prachtvolle Kulisse auf den Tribünen und außerhalb des Center Courts trifft man sich auf der Festwiese zum so genannten >Get together< bei gastronomischen Köstlichkeiten vom spanischen Clubwirt Ramon Punal und musikalischer Unterhaltung. Egal ob es sich dabei um den Frühschoppen, Bierabend, Players Party oder Sponsorenabend handelt, dies alles wird verknüpft mit lokalen Künstlern und Musikern und bindet entsprechend die Zuschauer. Ohne einen Hauptsponsor wird das Turnier von 16 Sponsoren in einem Pool von 56 Unternehmen finanziell getragen und sportlich ist es zudem für den ausrichtenden Club zugleich eine Hilfestellung für den eigenen Nachwuchs. Das Turnier zeichnete sich zudem aus mit einem zeitgemäßen Programmheft, professioneller Medienarbeit, einem aktuellem Internetauftritt und wurde vom Supervisor Knut Gräbner in diesem Jahr mit „very good“ in allen Punkten bewertet. Dem schloss sich die ADT an und zeichnete die >30. tennis international Damen< als >Bestes internationales Turnier< aus und übergab Turnierdirektor Jürgen Raddatz eine attraktive Glastrophäe als sichtbares Zeichen der Auszeichnung.
Neben diesen öffentlichkeitswirksamen Darstellungen standen im Plenum und in den einzelnen Ressorts auch noch allgemeine Themen der GERMAN MASTERS SERIE zur Beratung an. Dazu gehören Berichte wie die der Ordnungskommission, das Schiedsrichterwesen, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, Internationale Veränderungen von Seiten der ITF, ATP oder WTA, Ballverteilung seitens des Sponsors Dunlop, Etatplanung und Strafenkatalog. Aber auch personelles stand auf der Tagesordnung. Um in Zukunft die Arbeit der ADT noch effizienter im Sinne der Veranstalter und des Deutschen Tennis Bundes zu gestalten, wurde die Organisationsstruktur geändert. Dem geschäftsführenden ADT-Beirat gehören nun an: Rolf-Dieter Madlindl (Vorsitzender), Heidrun Pointer (Nationale Turniere), Sören Friemel (Internationale Turniere), Heinz Wagner (DTB-Sportwart) und Klaus Eberhard (DTB-Sportdirektor). Des Weiteren gehören zum ADT-Beirat: Thomas Bürkle (Vertreter internationaler Damen-Turniere), Martina Spencer (Vertreterin internationaler Herren-Turniere), Thomas Hell (Vertreter nationaler Turniere), Erich Stukenbrock (Ordnungskommissar) und Frank Hofen für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Der ADT-Ordnungskommission gehören Peer Braml (Vorsitzender) sowie Thomas Bürkle (Stuttgart) und Dr. Eberhard Engelmann (Kassel) an.
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