TC-Römerberg
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1. Spieltag: Sonntag, 22.07.2007 beim Sportpark Windhagen

Spielername von:


Spielername von:

1.Satz

2.Satz

3.Satz

Sportpark Windhagen


TC Römerberg




Munozde la Nava, Daniel


Becker, Jerome

6:2

6:3

-

opderHeijde, Melvin


Mathieu, Julien

7:6

6:1

-

Villar, Juan Pablo


Gast, Julian

6:3

6:4

-

Carry, Guillermo


Krenzer, Björn

6:2

6:2

-

Gonzalia, Jonatan


Wolff, Thorsten

6:4

6:3


Rascon, Juan Luis


Halbroth, Benedict

6:1

6:3

-

Zwischenstand


Punkte

6:0



op der Heijde,Melvyn
Carry, Guillermo


Mathieu, Julien
Halbroth, Benedict

6:3

7:5


Munoz de la Nava, Daniel
Rascon, Juan Luis


Gast, Julian
Wolff, Thorsten

6:2

7:6


Villar, Juan Pablo
Gonzalia, Jonatan


Krenzer, Björn
Georgescu, Rares

6:2

6:4


Endergebnis


Punkte

9:0




Zoom

Neuzugang Jerome Becker
aus der Metropolregion Rhein-Neckar



Bild: Klaus-Venus.de

TC Römerberg beim Sportpark Windhagen


RÖMERBERG. Mit einem rheinland-pfälzischen Derby beim TC Sportpark Windhagen startet Zweitbundesligist TC Römerberg am Sonntag, 11.00 Uhr, in die Punkterunde. Zum Auftakt ein ganz schwerer Gegner für den Liga-Neuling. Windhagen belegte im Vorjahr den dritten Rang in der Zweitbundesliga-Abschlusstabelle.
Team-Manager Hubert Bohlender, der vor allem bei Heimspielen den Zuschauern hochklassiges Tennis bieten und die zum Klassenerhalt notwendigen Punkte einfahren möchte, sieht seine Mannschaft in einer krassen Außenseiterrolle. „Unser Mannschaftskapitän Markus Hornung ist verletzt und fällt aus. Ich werde deshalb versuchen, den Franzosen Julien Mathieu und Bas van der Valk (Niederlande) einzusetzen. Ansonsten vertraue ich auf die bewährten Spieler unserer Region“ berichtete der Förderkreisvorsitzende im Gespräch mit der RHEINPFALZ.
Auf Position eins kommt Jungprofi Jerome Becker zum Einsatz. Der 22-jährige Mannheimer, der im „Lüthy-Team“ zusammen mit Simon Stadler und Dennis Gremmelmayr trainiert, ist nach eigener Einschätzung noch nicht hundertprozentig fit. „Die achtmonatige Verletzungspause habe ich noch nicht ganz überwunden. Es fehlen aber nur noch wenige Matches“ sagte die Nummer 692 der Weltrangliste.
Sein voraussichtlicher Gegner, Frederico Gil (Portugal), Position 179 der Welt, dürfte für den Neu-Römerberger eine unüberwindliche Hürde darstellen. Sollte ihm tatsächlich ein Erfolg und damit die Sensation gelingen, will der junge Mann am Sonntagabend mit seinem Lieblingsgetränk Caipirinha etwas feiern.
Zum Team zählen ferner Julian Gast, Björn Krenzer, Thorsten Wolff, Benedict Halbroth und Rares Georgescu. Das Saisonziel der Cracks änderte sich in den letzten Tagen: Während in der ursprünglich vorgesehenen Oberligarunde der Aufstieg angepeilt war, geht es nun für alle vorrangig um den Klassenerhalt.
Bohlender äußerte sich besonders erfreut über seinen Schützling Georgescu, der am Wochenende das offene Ranglistenturnier des Park TC Ludwigshafen gewann: „Er ist bestens in Schuss, wie auch Gast, der sich durch seinen Erstrundenerfolg bei den Römerberg Open Selbstvertrauen holte und nun wieder in der Weltrangliste geführt wird“.
Neu ist auch Krenzer, ein typischer Mannschaftsspieler. Der 28-Jährige aus Bad Aibling kennt auch seine Schwächen ganz genau: „Ich rede während des Matches zu viel mit mir und dem Gegner. Ich arbeite daran, dies abzustellen“.
Auch Windhagen möchte vor allem mit dem Abstieg nichts zu tun haben und versuchen, bereits in den ersten Begegnungen die zum Klassenerhalt notwendigen Punkte zu holen. Sportwart und Coach Patrick Langer: „Nach dem dritten Rang im Vorjahr, ist unser Saisonziel Platz vier. Wir freuen uns auf das rheinland-pfälzische Derby, das uns in den letzten Jahren schon mehrmals eine Klasse tiefer zusammen führte. Unser Team ist sehr gut besetzt, die Favoritenrolle eindeutig auf unserer Seite. Wenn auch unser Verhältnis zu Römerberg schon seit Oberligazeiten bestens ist, wollen wir trotzdem keine Gastgeschenke verteilen, außer einem gemeinsamen Frühstück. Für uns zählt nur ein Sieg“.
Die genaue Mannschaftsaufstellung ließ sich der Funktionär allerdings nicht entlocken, nur so viel: Aufstiegsambitionen haben die „Nordlichter“ wegen des nicht zu finanzierenden Budgets in der ersten Liga auf keinen Fall. Im Vorjahr bewiesen sie zum Saisonbeginn ihre Ausnahmestellung mit fünf aufeinander folgenden Siegen, die sie zunächst mit 10:0 Punkten ganz nach vorne brachten. Die abschließenden drei Begegnungen verloren sie mit etwas schwächerer Besetzung dann allesamt. Pech für Römerberg, dass der Gegner zum Rundenbeginn wohl komplett antritt. Alle Spieler auf den Positionen eins bis sechs zählen zu den deutschen Top 50.
Für alle Fans, die den ersten Römerberger Bundesligaauftritts life erleben und die Mannschaft unterstützen möchten: Windhagen liegt etwa 230 Kilometer von Römerberg entfernt an der B 3, Ausfahrt Bad Honnef/Linz. (dsch)

Gerechtigkeit obsiegt – TCR startet in seine erste Zweitliga-Saison


Am morgigen Sonntag bestreitet die 1. Herrenmannschaft des TC Römerberg ihre erste Partie in der 2. Bundesliga beim Sportpark Windhagen. An diesem Tag also geht der große Traum von Teammanager Hubert Bohlender doch noch in Erfüllung, nach vielen Jahren der Oberligazugehörigkeit schlägt seine Truppe anno 2007 in der zweithöchsten deutschen Spielklasse auf.

Traum drohte abermals zu platzen
Dabei drohte Bohlenders Traum noch bis vor wenigen Tagen auf ein Neues zu platzen, hatte der Regionalliga Spielausschuss Südwest doch in einem lange währenden Rechtsstreit, der bisweilen seltsame Blüten trieb, über mehrere Instanzen hinweg immer wieder gegen einen Aufstieg des TCR votiert und sich stattdessen für einen Verbleib des TC SW Neckarau in der 2. Bundesliga stark gemacht, was den Unternehmer in einem früheren Interview mit unserer Zeitung von einer “Entscheidung nach Gutsherrenart“ sprechen ließ, die mit Sport wenig zu tun habe. Recht hatte er – und Recht bekommen. Denn es ist nur gerecht, dass der in Römerberg lebende Chef des in Mannheim ansässigen Buddeberg-Unternehmens nach jahrelangen, intensiven Bemühungen nun die Früchte seiner Arbeit einfahren kann, es ist der verdiente Lohn seines nimmermüden Einsatzes für die Sache. Die Erfüllung seines Traumes ist nicht zuletzt auch auf seine Beharrlichkeit und Hartnäckigkeit zurückzuführen, denn aus welcher Richtung der Wind ihm auch entgegenblies, Bohlender hielt wacker dagegen und siegte am Ende.
Alles Gezeter der vergangenen Monate am grünen Tisch soll nun aber ad acta gelegt werden, der Blick geht nach vorn, volle Konzentration gilt den kommenden Aufgaben und der anstehenden, für den Verein historischen Begegnung gegen Windhagen.

Acht neue Spieler aus aller Herren Länder finden Weg nach Römerberg
Nachdem Bohlender kurzfristig von der Entscheidung des DTB zugunsten seiner Mannschaft erfahren hatte sah er die Notwendigkeit gekommen, seinen Kader nochmals zu verstärken, und so wurden über den Kontakt zu einem schwedischen Spielervermittler sechs weitere Neuverpflichtungen getätigt (wir berichteten), unter ihnen mit Laurent Recouderc ein ehemaliger Finalist bei den French Open der Junioren, nach Julien Mathieu und Cyril Baudin bereits der dritte Franzose im Team. So wird im Rundenverlauf aus den Kehlen einiger TCR Fans sicherlich ein ums andere Mal der Schlachtruf Allez les bleus zu hören sein. Ein weiterer Kracher ist sicherlich der an 2 gemeldete Costa Ricaner Juan-Antonio Marin, mit seinen 32 Jahren ein erfahrener Mann, der in seinem besten Jahr, 1999, gar an Position 55 in der Welt geführt wurde. Der junge, hoffnungsvolle Däne Martin Pedersen, Guillermo Hormazabal (Chile), Gaucho Sebastian Uriarte und Hollands Bas van der Valk komplettieren die Liste der Neuzugänge. Hinzu kommen noch Jerome Becker und Björn Krenzer, die in dieser Saison ebenfalls erstmals für den Verein in den Ring steigen, womit sich die Anzahl der Neuverpflichtungen gar auf deren acht erhöht.

Saisonziel Klassenerhalt
All diese Spieler wurden verpflichtet, um dazu beizutragen, dass Bohlenders Traum nicht wie eine Seifenblase platzt, dass das “Unternehmen Zweite Liga“ nicht zu einem kurzen Abenteuer wird, denn am vorläufigen Ende seiner Träume angelangt kommt es Bohlender natürlich nicht in den Sinn, gleich wieder den Weg in die Oberliga anzutreten. „Mit diesem Kader sollte es uns doch gelingen, die Klasse zu halten“, so Bohlender im Gespräch mit unserer Zeitung.

„Nichts zu verlieren!“
Im rheinland-pfälzischen Derby beim TC Sportpark Windhagen wartet auf den TCR nun gleich die erste echte Bewährungsprobe, hatte der Gastgeber doch im vergangenen Jahr noch einen beachtlichen dritten Platz zum Saisonende belegt.
Schon alleine deshalb sieht Bohlender den Gastgeber in der Rolle des Favoriten, seiner Mannschaft räumt er lediglich Außenseiterchancen ein. „Wir haben morgen nichts zu verlieren“, bekräftigt Bohlender, „der Klassenerhalt wird gewiss nicht morgen entschieden.“ Diesen nämlich peile man vor allem zuhause an, in den Heimspielen möchte er die Zuschauer mit hochklassigem Tennis verwöhnen, wobei stets der ein oder andere hochkarätige Neuzugang zum Einsatz kommen soll.

Bohlender vertraut seinen altbewährten Kräften – Becker feiert Premiere
Mannschaftskapitän Hornung plagen seit längerer Zeit akute Rückenbeschwerden, er wird für das morgige Spiel daher nicht zur Verfügung stehen. So hofft Förderkreisvorsitzender Bohlender auf den Einsatz des Franzosen Mathieu sowie von Neuzugang Bas van der Valk, ansonsten vertraut er den altbewährten Kräften Wolff, Halbroth, Gast und Georgescu. Gerade bei den beiden letztgenannten zeigt die Formkurve deutlich nach oben, beide konnten durch ihre jüngsten Erfolge – Gast zog ins Achtelfinale der Römerberg Open und damit wieder ins ATP-Ranking ein, Georgescu gewann in der Vorwoche das offene Ranglistenturnier des Park TC Ludwigshafen – Selbstvertrauen tanken.
An Postion 1 feiert Jerome Becker seine Punktspielpremiere für den TC, sein portugiesischer Gegner Frederico Gil, derzeit an Position 179 in der Weltrangliste geführt, dürfte indes kaum zu bezwingen sein, zumal Becker nach achtmonatiger Verletzungspause nach eigener Aussage noch nicht 100%-ig fit ist.
Glücklich schätzen können sich die Römerberger über die Tatsache, dass Windhagen den Abgang seiner besten drei Akteure aus der Vorsaison kompensieren muss. Marcos Daniel, Marc Gicquel und Stefano Galvani spielen seit dieser Saison alle bei Bundesligisten, Marcos Daniel hatte zum Saisonauftakt dabei sogar Benjamin Becker eine deutliche 6:3 6:3 Niederlage zugefügt. Und der Franzose Gicquerel, der inzwischen für BW Halle zum Schläger greift, spielt eine Riesensaison und steht in der aktuellen Herren-Weltrangliste im Einzel gar an Position 39 (!) und somit, im wahrsten Sinne des Wortes, inzwischen in einer anderen Liga.
Dennoch zählt für Windhagen nur ein Sieg gegen den Aufsteiger, die Mannschaft ist trotz der oben erwähnten Abgänge noch immer stark aufgestellt. Sportwart und Teammanager Langer hat nach dem dritten Platz aus der Vorsaison nun Platz 4 als Saisonziel auserkoren, Aufstiegsambitionen hat der Club aufgrund des nicht zu finanzierenden Budgets in Liga 1 keine.
Die Mannschaftsaufstellung für das morgige Spiel möchte Langer nicht preisgeben. Mögliche Kandidaten sind der an 2 gemeldete österreichische Neuzugang Martin Fischer, derzeit an 295 im ATP-Ranking, dessen Landsmann Rainer Etzinger, ebenfalls erst in dieser Saison vom Club an der Alster nach Windhagen gewechselt, der Spanier Daniel Munoz de la Nava und Rui Machado aus Portugal. Melvin op der Heijde, Juan Pablo Villar, Guillermo Carry und Jonathan Gonzalia stehen ebenfalls unter den Top Ten der Meldeliste und könnten zum Einsatz kommen.
Wer auch immer morgen spielen wird – hochklassiges Tennis wird garantiert geboten in diesem historischen Match für den TCR, in dem Bohlenders Mannen nur gewinnen können. Wir wünschen dem Team viel Erfolg! (Ant)