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Berichte zum ersten Spieltag gegen Sportpark Windhagen
Die Mannschaft beim ersten Spiel gegen Windhagen
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Fehlstart für TC Römerberg
0:9-Niederlage in Windhagen
WINDHAGEN. (dsch) Bereits am ersten Spieltag der 2. Bundesliga, Gruppe Süd, bekam der TC Römerberg die raue Luft der höheren Spielklasse zu spüren. Im rheinland-pfälzischen Derby unterlagen die Vorderpfälzer beim Meisterschaftsmitfavoriten Sportpark Windhagen 0:9. Team-Manager Hubert Bohlender nahm die Niederlage gelassen, denn nachdem ihm nur einer seiner ausländischen Spitzenspieler, Julien Mathieu (Frankreich), zur Verfügung stand, rechnete er sich ohnehin keine allzu großen Siegchancen aus:
„Es war von vorneherein klar, dass wir unsere Punkte zum Klassenerhalt zu Hause holen müssen. Die Niederlage bei einem der besten Teams der Liga war einkalkuliert und wirft uns nicht um. Wichtig sind unsere beiden Heimspiele am Wochenende gegen Waldau Stuttgart und Neckarau. Dann wissen wir, wo wir stehen“ meinte der Coach im Gespräch mit der RHEINPFALZ.
Auf der zweiten Mannschaftsposition lieferte der Franzose in Durchgang eins gegen Melvyn op der Heijde (Niederlande) ein beherztes Match, führte bei eigenem Aufschlag 5:3, doch dann gab er sein Service ab und scheiterte knapp im Tiebreak (9:11). Im zweiten Durchgang brach er 1:6 ein. Auf der Spitzenposition mühte sich Jerome Becker, Jungprofi im „Lüthy-Team“, beim 2:6, 3:6 vergeblich gegen den spanischen Sandplatzspezialisten Daniel Munoz de la Nava. Auch Benedict Halbroth fand gegen die platzierten und weichen Bälle des amtierenden Ü 30-Weltmeisters, Juan Luis Rascon, kein Mittel und verlor 1:6, 3:6.
Römerberg, das mit fünf Spielern der Metropolregion Rhein-Neckar den Zweitliga-Auftakt bestritt, stand gegen ein komplettes „Auslandspaket“ des Mitfavoriten Sportpark Windhagen auf verlorenem Posten.
So spielten sie:
Einzel: Daniel Munoz de la Nava - Jerome Becker 6:2, 6:3, Melvyn op der Heijde - Julien Mathieu 7:6, 6:1, Juan Pablo Villar - Julian Gast 6:3, 6:4, Guillermo Carry - Björn Krenzer 6:2, 6:2, Jonatan Gonzalia - Thorsten Wolff 6:4, 6:3, Juan Luis Rascon - Benedict Halbroth 6:1, 6:3.
Doppel: op der Heijde/Carry - Mathieu/ Halbroth 6:3, 7:5,.de la Nava/Rascon - Gast/Wolff 6:2, 7:6, Villar/Gonzalia - Krenzer/Georgesu 6:2, 6:4.
Sportpark Windhagen - TC Römerberg 9:0
RÖMERBERG. Der für den TC Römerberg so bedeutsame und historische Start in seine erste Zweitbundesliga-Saison verlief wenig verheißungsvoll. Beim Sportpark Windhagen, einem alten Bekannten aus Oberligazeiten, war das Team um Spielführer Markus Hornung beim 0:9 im einzigen rheinland-pfälzischen Derby chancenlos.
Coach Hubert Bohlender wollte der glatten Niederlage keine allzu große Bedeutung beimessen. „Uns war klar, dass wir bei einer der besten Mannschaften der zweiten Bundesliga kaum etwas erben konnten. Die zum Klassenerhalt notwendigen Punkte werden wir vorrangig zu Hause holen“ sagte er im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Der Teamchef hatte sich nach einigen Überlegungen dafür entschieden, in Windhagen nur seine inländischen Akteure aus der Metropolregion Rhein-Neckar einzusetzen. Doch nach den Ausfällen von Spielführer Markus Hornung und Rares Georgescu, den eine Mandelentzündung am Einzeleinsatz hinderte, beorderte er Julien Mathieu (Frankreich) ins Team.
Auf Position zwei lieferte der Franzose gegen den Niederländer Melvyn op der Heijde im ersten Satz ein hochdramatisches Match. Gleich zu Beginn gelang ihm ein Break, das er bis zur 5:3-Führung sicher verwaltete. Doch dann patzte er, verlor sein Service und rettete sich in den Tiebreak. Hier vergab die Nummer 596 der Weltrangliste drei Satzbälle und unterlag im Entscheidungsspiel denkbar unglücklich mit 9:11. Als er anschließend im ersten Aufschlagsspiel des zweiten Durchgangs zwei Breakbälle nicht nutzen konnte, war sein Widerstand gebrochen. Mathieu hatte fortan keine Chance mehr und verlor 1:6. Offenbar hatten ihn die rund 1000 Kilometer Anreise, er kam am Samstag erst gegen 23.00 Uhr in Römerberg an, entscheidend geschwächt. „Meine Beine waren zwar okay, doch der Kopf spielte nicht ganz mit“ meinte der 25-Jährige.
Jerome Becker, der Mannheimer im Dress des Klassen-Neulings traf auf den Spanier Daniel Munoz de la Nava. Beim 2:6, 3:6 erkannte der Jungprofi die Überlegenheit seines Widersachers an. Auch Julian Gast kämpfte gegen Juan Antonio Villar beim 3:6, 4:6 vergebens, jeweils ein Break in beiden Abschnitten besiegelten die Niederlage. Thorsten Wolff, dem gebürtigen Rülzheimer, ging es gegen Jonatan Gonzalia nicht besser. Das Endergebnis: 4:6 3:6.
Björn Krenzer traf bei seinem ersten Auftritt für Römerberg auf den Argentinier Guillermo Carry. Er kämpfte, spielte sehr diszipliniert, doch gegen das schnelle Spiel seines Kontrahenten, der kurze Ballwechsel bevorzugte, war nichts ausrichten. 6:2, 6:2 hieß es am Ende für den Windhagener.
Ebenfalls auf verlorenem Posten stand Benedict Halbroth gegen den amtierenden Ü 30-Weltmeister Juan Luis Rascon (Spanien). Der Medizinstudent kam mit dem drucklosen Spiel seines Gegners, der seine Bälle glänzend platzierte, überhaupt nicht zurecht. Der Römerberger suchte sein Glück in riskanten und druckvollen Angriffsbällen von der Grundlinie aus. Die Fehler häuften sich. Schließlich probierte er es mit Netzattacken, doch auch hier hatte der Champion mit wunderbaren Passierschlägen die bessere Antwort. Halbroth verlor 1:6, 3:6. Bohlender sieht bei ihm noch etwas fehlende Matchpraxis.
Auch in den Doppeln behielten die Gastgeber allesamt die Oberhand. Die Ergebnisse: Mathieu/ Halbroth - op der Heijde/Carry 3:6, 5:7. Gast/Wolff - de la Nava/Rascon 2:6, 6:7, Krenzer/Georgesu -Villar/Gonzalia 2:6, 4:6.
Bohlenders Fazit nach dem letzten Ball: „Gegen die Armada des Sportparks Windhagen mit drei Spaniern, einem Niederländer, einem Italiener und einem Argentinier war heute mit einer fast kompletten deutschen Besetzung einfach kein Kraut gewachsen, obwohl das Ergebnis den tatsächlichen Spielverlauf nicht widerspiegelt. Sowohl in den Einzeln als auch in den teilweise sehr knappen Doppeln war mehr, zumindest der Ehrenpunkt, drin“. (dsch)
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Neuzugang Jerome Becker
aus der Metropolregion Rhein-Neckar
Bild: Klaus-Venus.de
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TCR mit Auftaktniederlage bei Premiere in 2. Bundesliga –Lehrgeld gegen Windhagen bezahlt
Am gestrigen Sonntag startete die 1.Herrenmannschaft des TC Römerberg beim Sportwindhagen in ihre erste Saison in der 2. Tennis-Bundesliga.
Im rheinland-pfälzischen Derby gingen die Gastgeber als klarer Favorit in die Partie gegen den Aufsteiger und wurden ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht.
Die Heimmannschaft trat dabei durchweg mit ausländischen Spielern an, wohingegen auf Seiten der Gäste mit dem Franzosen Julien Mathieu lediglich ein Ausländer auf dem Platz stand. Vor allem die große Ausgeglichenheit des Windhagener Kaders sollte am Ende eine nicht zu überwindende Hürde für den TC darstellen.
Als Erster musste dabei Punkt 4 Björn Krenzer eine Einzelniederlage einstecken, beim 2:6 2:6 gegen den Argentinier Guillermo Carry fand Krenzer zu keinem Zeitpunkt ein Mittel gegen die druckvollen, platzierten Schläge seines Gegenüber, der den Römerberger mit seinen starken Topspinschlägen –insbesondere auf der Vorhandseite – stetig in die Defensive drängte.
In diesem Match zeigte Carry die variablere Spielweise, Krenzer unterliefen außerdem zu viele Fehler ohne Bedrängnis. Nach knapp 70 Minuten Spielzeit war das Spiel bereits vorüber, Carry nutzte gleich seinen 1.Matchball und besiegelte im ersten Zweitligaspiel für Römerberg überhaupt die erste Pleite.
Kurz darauf sollte dem an 2 spielenden Franzosen Mathieu dasselbe Schicksal ereilen, er musste sich in seiner Begegnung Melvyn op der Heijde nach 90 Minuten Spielzeit mit 6:7 1:6 geschlagen geben.
Speziell im 1.Durchgang wäre gegen den Holländer mehr drin gewesen, Mathieu fand gleich zu Beginn besser in die Partie als sein Gegner, der anfänglich den nervöseren Eindruck hinterließ und schnell mit Break und 0:2 hinten lag. Doch gleich im kommenden Aufschlagspiel Mathieus gelang dem Niederländer das direkte Re-Break zum 1:2. Im nachfolgenden Spielverlauf sollte sich dieses Prozedere durch den gesamten 1. Satz hindurchziehen, beide Spieler offenbarten doch deutliche Schwächen bei eigenem Service. So sollte Mathieu erneut ein Break zur 3:1 Führung gelingen, danach ging er mit 5:3 in Front. Doch trotz permanenter Führung sollte es ihm nicht gelingen, gegen seinen Kontrahenten “den Sack zuzumachen“, dieser fand immer wieder ins Spiel zurück, denn Mathieus Spiel war an diesem Tag genauso wechselhaft wie das Wetter, er zeigte den anwesenden Zuschauern Licht und Schatten, wobei er viele große Chancen zum Satzgewinn nicht nutzen konnte. So hatte er auch im Tie-Break 3 Satzbälle, einen davon, einen Passierschlag, setzte er gegen den am Netz stehenden op der Heijde um Zentimeter ins Aus. Und so kam es, wie es kommen musste und der Holländer nutze seinerseits seinen zweiten Satzball zum Satzgewinn.
Im zweiten Durchgang sollte es dem völlig entnervten, frustrierten Franzosen nicht mehr gelingen, den unglücklichen Verlust des 1. Satzes abzuhaken, er trauerte wohl zu lange den verpassten Gelegenheiten nach und lag nach kürzester Zeit gegen einen nun wie entfesselt aufspielenden Gegner mit 0:5 hinten. Zumindest der Höchststrafe konnte Mathieu noch entgehen, dennoch war der Franzose, dem vielleicht auch noch die 1000km lange Anfahrt vom Vorabend zu schaffen machte, nicht mehr in der Lage, dagegenzuhalten und verlor mit 1:6.
Benedict Halbroth, am Sonntag an Position 6 spielend, musste sich seinem spanischen Gegner Juan Luis Rascon glatt in zwei Durchgängen geschlagen geben. Dabei machte sich bei dem jungen Akteur doch die fehlende Spielpraxis bemerkbar gegen seinen 36 Jahre alten Gegner, der im übrigen in Südafrika Weltmeister bei den Herren 35 wurde, und Halbroth mit seiner variablen Spielweise nicht ins Match kommen ließ.
Die harten Aufschläge, das ständige Vorrücken ans Netz, der häufig eingesetzte Slice und die hohe Präzision der Schläge des Spaniers führten dazu, dass Student Halbroth nie zu seinem Rhythmus fand, er konnte sich nicht wie sonst üblich in das Match hineinfighten. Doch im Gespräch mit unserer Zeitung zeigte sich “Benne“ überzeugt, dass er in den kommenden Partien durch die steigende Spielpraxis wieder besser zu seinem Spiel finden wird.
Julian Gast sollte dann eine weitere 2-Satz-Niederlage im Einzel kassieren, Gegner Juan Pablo Villar, immerhin an Position 298 im aktuellen ATP-Ranking geführt, genügte in beiden Durchgängen jeweils ein einziges Break, um Gast eine 3:6 4:6 Niederlage zuzufügen. Bereits seinen 1.Matchball nutzte Villar dabei, wobei auch in diesem Duell durchaus mehr drin gewesen wäre, doch letztlich sollte für Gast vor allem aufgrund der vielen Fehler mit der schwächeren Rückhand nicht mehr drin sein.
Anschließend sollte auch Römerbergs Punkt 1 Jerome Becker gegen den an 307 in der Welt geführten Daniel Munoz de la Nava aus Spanien Lehrgeld bezahlen, er verlor wie seine Mannschaftskameraden in 2 Durchgängen. Dabei spielte Neuzugang Becker gar kein schlechtes Tennis, doch gegen den stark auftrumpfenden Spanier hatte er einen schweren Stand. Dieser entwickelte einen permanenten Druck, er spielte die Bälle früh im Steigen und agierte nah an der Grundlinie, wodurch Becker häufig 1 bis 2 Meter hinter der Grundlinie spielen musste. Letztlich machte sich doch der Klassenunterschied zwischen den beiden Akteuren bemerkbar, der sich auch in der Weltrangliste widerspiegelt, hier trennten beide knapp 400 Positionen voneinander.
Nach dem Verlust des 1.Durchgangs mit 2:6 ließ Becker den Physiotherapeuten kommen, ihn behinderte fortan eine Zerrung im Fuß, wodurch ein normaler Bewegungsablauf im 2.Satz nicht mehr möglich war. „Dies hat mich schon ordentlich behindert“, so Becker, der den Satz mit 3:6 verlor und für das anschließende Doppel passen musste (für ihn kam Rares Georgescu zum Einsatz).
Im letzten Einzel des Tages trafen mit Thorsten Wolff und dem Argentinier Jonatan Gonzalia zwei Spieler mit ähnlicher Spielanlage aufeinander. Beide spielten eine einhändige, eher glatte Rückhand, beide spielten einen guten Vorhand Topspin, wobei sie ihr Spiel vielmehr über präzis geschlagene Bälle denn über harte Schläge aufbauten. Am Ende sollte auch hier der Römerberger eine 4:6 3:6 Schlappe kassieren, wobei der Windhagener einfach etwas stabiler und konstanter spielte, Wolff produzierte einfach einige unforced errors mehr als sein Rivale.
Somit stand bereits nach den Einzeln die Niederlage für die Gäste fest, und in den anschließenden Doppeln sollte sich den Zuschauern ein ähnliches Bild offenbaren wie zuvor in den Einzeln. Mathieu/Halbroth, Gast/Wolff und Krenzer/Georgescu spielten zwar auch hier phasenweise sehr ordentlich mit, am Ende sollten aber weitere 2-Satz-Siege für die routinierteren, konstanter agierenden Gastgeber Buche zu stehen. 0:9 lautete das Endergebnis.
„Es ist schon schade, das wir am Ende so deutlich verloren haben“, kommentierte Teammanager Bohlender den Spielverlauf. „Dennoch ist diese Niederlage sicherlich kein Beinbruch.“
Er fügte hinzu, dass es in der Kürze der Zeit nicht möglich gewesen sei, eine stärkere Truppe aufs Feld zu schicken. „Aber für die beiden Heimspiele am kommenden Wochenende habe ich als Ziel zwei Siege ausgegeben, wenn es klappt, möchte ich dem Heimpublikum unsere beiden neu verpflichteten Spitzenspieler Recouderc und Marin präsentieren.“
Zu guter letzt dankte Bohlender der Heimmannschaft für die Gastfreundschaft und die Einladung zum Frühstück, sowie Wolfgang und Gerda Walter für das externe Catering für Spieler und Fans.
Am nächsten Freitag geht es dann zuhause weiter mit einem Heimspiel gegen Stuttgart, 2 Tage später gibt es dann ein Wiedersehen mit dem TC Wiesloch, gegen die der TCR in der Vorsaison das entscheidende Relegationsspiel verloren hatte. (Ant)
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