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4. Spieltag: Freitag, 03.08.2007 beim TC Wolfsberg Pforzheim


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Julien Mathieu



Bild: Klaus-Venus.de

TENNIS: TC Wolfsberg Pforzheim – TC Römerberg


RÖMERBERG. Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist Hubert Bohlender, Teamchef des Zweitbundesliga-Neulings TC Römerberg, rundum zufrieden: „Wir liegen mit zwei Siegen gegen unmittelbare Abstiegskonkurrenten und einer einkalkulierten Niederlage beim Sportpark Windhagen absolut im Soll“. Morgen, ab 13.00 Uhr, tritt das Team um Mannschaftskapitän Markus Hornung beim Tabellenführer TC Wolfsberg Pforzheim als Außenseiter an.
Bei den siegreichen Begegnungen am vergangenen Wochenende standen Laurent Recouderc, Juan-Antonio Marin sowie Julien Mathieu im Kader. Morgen verzichtet Bohlender auf deren Einsatz. An ihrer Stelle rücken Cyril Baudin (Frankreich), Björn Krenzer, Benedict Halbroth sowie Rares Georgescu ins Aufgebot. Jerome Becker und Julian Gast auf den Spitzenpositionen sowie Thorsten Wolff vervollständigen das Team. Bohlender schenkt also erneut seinem Stammteam aus Oberligazeiten sowie den Kräften aus der Region das Vertrauen.
Sein Debüt gibt Baudin, der 23-jährige Franzose aus Chenove. Neben dem guten Teamgeist gefallen ihm beim TC Römerberg nach eigenem Bekunden insbesondere die Frauen. Seine Schwäche: „Ich spreche nur einen Satz deutsch“. Doch den ließ er sich nicht entlocken. In Pforzheim sind seine Deutschkenntnisse gewiss nicht so sehr gefragt. Stattdessen benötigt er Nervenstärke, eine gehörige Portion Einsatzwillen und etwas Glück, um beim haushohen Favoriten zu bestehen.
Nach drei Spieltagen nimmt Römerberg mit 4:2 Punkten den fünften Rang unter neun Mannschaften ein. „Damit hätten wir den Klassenerhalt sicher“ meinte Bohlender. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg, denn es stehen noch fünf Begegnungen aus, von denen die Pfälzer mindestens eine, besser aber noch zwei gewinnen sollten, um auf der ganz sicheren Seite zu sein. Denn im ungünstigen Fall steigen drei Vereine ab.
Die Mannschaft weiß, dass die Trauben bei den Badenern ganz hoch hängen. Trotzdem glaubt sie an eine kleine Außenseiterchance. „Es kommt darauf an, mit welchen Spielern sie antreten“ meinte Bohlender. Vier Spanier, ein Österreicher und ein Franzose stehen auf den Positionen eins bis sechs der Pforzheimer Meldeliste. Dahinter folgen drei sehr starke deutsche Cracks: Marcello Craca, Holger Fischer und Frank Wintermantel.
Craca ist vielen Tennisinteressierten aus seiner Mannheimer Zeit bei Grün-Weiß in Erinnerung. Im Jahr 1997 blieb er ungeschlagen und wurde zum „Mister Bundesliga“ gewählt. Seinen spektakulärsten Auftritt hatte Craca 1994 beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon, als er auf dem Center-Court das Auftaktspiel gegen Titelverteidiger Richard Krajczik bestritt.
Römerbergs Cracks bereiteten sich an zwei Wochentagen mit je vier Trainingseinheiten auf die Zweitliga-Partie vor. Gast, Wolf und Kapitän Hornung waren übrigens bereits bei Mannschaftswettbewerben in der Schweiz, Frankreich und Luxemburg im Einsatz und sammelten dabei Matchpraxis. Hornungs Einsatz ist wegen anhaltender Bandscheibenprobleme nach wie vor nicht möglich.
Auch Pforzheim peilt den Klassenerhalt an. Drei Siege und 6:0 Punkte hat das Team bisher auf der Habenseite. Mit einem weiteren Erfolg wäre der Klassenverbleib bereits nach dem vierten Spieltag in trockenen Tüchern. Doch nach dem bisherigen Verlauf der Zweitbundesligarunde bestehen daran im Pforzheimer Umfeld keinerlei Zweifel mehr. An der Zielsetzung habe sich laut Team-Manager Thomas Hell nichts geändert. Aufstiegsambitionen hegen die Badener nicht.
Über die späte Entscheidung des DTB, Römerberg für die Zweite Liga zu nominieren, äußerte sich Hell verärgert: „Das wurde völlig im luftleeren Raum entschieden und dann gab es noch nicht einmal eine Begründung dafür. Wenn man einen Etat für sieben Spiele plant und auf einmal acht hat, ist dies schon ein Problem“. Rund 5000 Euro Mehrkosten errechnete Pforzheims Präsident für den zusätzlichen Spieltag. Trotzdem will der Verein bei allen Begegnungen im wesentlichen mit relativ unveränderter Formation auflaufen. (dsch)

Mission Impossible für Aushängeschild des TCR – Reise zum Tabellenführer Pforzheim


Am 4. Spieltag tritt Römerbergs Tenniselite-Truppe zum zweiten Mal in dieser Saison auswärts an, Gegner an diesem Freitag in der 2. Tennis-Bundesliga wird der TC Wolfsberg Pforzheim sein.
Die Gastgeber gehen dabei als klarer Favorit in die Partie, führt man nach dem 3. Spieltag doch die Tabelle der 2. Bundesliga Süd vorm TC Amberg am Schanzl und dem Sportpark Windhagen an. Dabei überzeugte das Team des ungarischen Trainers Lazlo Lazlo in den bisherigen drei Spielen in höchstem Maße, am 2. Spieltag schaffte man mit einem unerwarteten 7:2 Auswärtserfolg bei Aufstiegsaspirant Großhesselohe – eine Mannschaft, die Teammanager Thomas Hell noch vor der Saison auf der eigenen Homepage als unbesiegbar erklärt hatte - gar die Sensation der bisherigen Saison.
Am 1. Spieltag hatte man den letzten TCR-Gegner Wiesloch mit 9:0 überrollt und damit einen Auftakt nach Maß erwischt, am vergangenen Spieltag feierte man dann im ersten Spiel vor heimischem Publikum einen weiteren, wichtigen Etappensieg auf dem Weg zum auserkorenen Saisonziel Klassenerhalt.
Dieser dürfte für die Badener bereits zu diesem frühen Saisonzeitpunkt feststehen, denn trotz der kurzfristigen Aufstockung der Liga von acht auf neun Mannschaften sollten drei Siege zum Klassenerhalt reichen. Idealerweise sollte aber noch ein 4. Sieg unter Dach und Fach gebracht werden, um ganz auf der sicheren Seite zu sein, denn in dieser Spielzeit wird es definitiv zwei Absteiger geben, sollten zwei Südvereine aus der Belletage des Deutschen Tennissports absteigen, wären es sogar deren drei. Klar, dass die Heimmannschaft gegen die Gäste aus der Pfalz den vorzeitigen Klassenerhalt, der ursprünglich erst am 6. Spieltag zuhause gegen Weiden gesichert werden sollte, perfekt machen will. Wie es um die Motivation der Gastgeber bestellt ist, dürfte ergo nicht schwer zu erraten sein.
Den Kern der Mannschaft bilden 11 Spieler, darunter sieben Deutsche, drei Spanier und ein Australier.
Topspieler des TC Wolfsberg ist der neuverpflichtete Spanier Daniel Gimeno-Traver, derzeit in der Weltrangliste an Position 206 geführt und 21 Jahre jung. Gimeno-Traver verbuchte in diesem Jahr bereits zwei Turniererfolge, er triumphierte in Ingolstadt und im italienischen Parma. In dieser Zweitliga-Runde trat er in allen drei Begegnungen an und blieb ungeschlagen.
Mit einer solch harten Nuss wird es der Römerberger Jerome Becker zu tun bekommen, der in Abwesenheit der beiden Spitzenspieler Recouderc und Marin, die beide bei Turnieren spielen, an diesem Spieltag für die Gäste auf der Spitzenposition aufläuft. Gegen diesen Widersacher kann Becker, sonst an Postion 4 der Meldeliste stehend, frei aufspielen. Sowohl sein Sieg am 2. Spieltag zuhause gegen Stuttgart als auch seine gute Leistung bei der knappen Niederlage gegen Wieslochs Dustin Brown vom vergangenen Sonntag sollten den unter Helmut Lüthy trainierenden Neuzugang dabei beflügeln.
Begleitet wird Becker in dieser Woche von seinen Teamkameraden Julian Gast (Position 2), Björn Krenzer, Thorsten Wolff, Benedict Halbroth und Rares Georgescu (Position 4-7). An Postion 3 wird Cyril Baudin seine Zweitliga-Premiere geben, sein französischer Kompagnon Julien Mathieu, derzeit in blendender Verfassung, wird dem Team fehlen.
Julian Gast, der am vergangenen Wochenende mit zwei Einzel- und einem Doppelsieg geglänzt und dabei maßgeblichen Anteil an den beiden Heimspielerfolgen hatte, bekommt es ebenfalls mit einem echten Brocken zu tun. Kontrahent Trujillo-Soler nimmt mit ATP-Platz 210 seine bis dato beste Weltranglistenposition ein, ihm glückten in diesem Jahr bereits 3 Turniersiege in der Einzelkonkurrenz (beim Challenger in Oberstaufen und zwei Future-Turnieren in Italien und Spanien). Überhaupt scheint seine spanische Heimat ein gutes Pflaster für ihn zu sein, denn neben seinen Turniersiegen im Einzel stand er noch viermal im Finale, davon dreimal in seinem Geburtsland. Und auch im Doppel besitzt der 27-jährige seine Stärken, drei erste Plätze und eine Finalteilnahme allein anno 07 stellen eine eindrucksvolle Bilanz dar. Nach einer völlig verkorksten Runde im letzten Jahr in der 2. Liga, in der ihm in acht Partien nur 1 Sieg geglückt war, befindet er sich auch in der Liga im Aufwind und wahrte bislang seine weiße Weste.
Weitere Spieler sind der Australier Rameez Junaid (350 ATP) an Position 3 und Toni Baldellou an 4, neben Gimeno die Neuzugänge 2 und 3 auf Seiten des Gastgebers.
Neben „Oldie“ Marcello Graca – im Jahre 1998 mal unter den Top 100 der Welt und Fan von Michael Jackson und dem amerikanischen Schauspieler Tom Cruise – sind Holger Fischer, Frank Wintermantel und Marco Ockernahl weitere wichtige Stützen im Team, die allesamt seit Jahren für Pforzheim aufschlagen und in ihren bisherigen Saisoneinsätzen ebenfalls noch ohne Niederlage sind.
Mit dieser schlagkräftigen Truppe bekommt Außenseiter Römerberg es also am Freitag zu tun, und in der Tat dürfte die Fahrt der Truppe nach Pforzheim wohl einer Mission Impossible gleichkommen. Doch wer weiß – Tom Cruise hat ja auch schon Unmögliches möglich gemacht, und möglicherweise gelingt den Gästen ja ein ähnlicher Husarenritt wie dem kommenden Gegner beim eigenen Erfolg gegen das favorisierte Großhesselohe. „Zumindest der ein oder andere Ehrenpunkt sollte für uns drin sein“, meint Teammanager Hubert Bohlender.
Schwer wird’s allemal. (Ant)