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6. Spieltag: Sonntag, 12.08.2007 beim TC SW Neckarau


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Die Mannschaft von 2007:

Bild: Klaus-Venus.de

Neckarau unter immensem Druck – Das Abstiegsgespenst geht um


Bereits morgen kommt es für den TCR dann zum Nachbarschaftsduell in Neckarau, gegen die ein deutlich besseres Abschneiden zu erwarten ist. Diese Partie verspricht eine besondere Brisanz, sind beide Teams doch direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Darüber hinaus dürfte den treuen Lesern unserer Zeitung das juristische Hickhack im Vorfeld dieser Zweitliga-Saison noch gut im Gedächtnis haften geblieben sein.
Kurz vor Saisonbeginn drohte den Schwarz-Weißen noch der Verlust der Startberechtigung in der 2. Liga, nachdem das DTB-Sportgericht dem Protest des TCR gegen die Ligazusammenstellung 2007 stattgegeben hatte, zunächst sollte nun der letztjährige Oberligameister Rheinland-Pfalz/Saarland anstelle der Mannheimer in die 2. Liga aufrücken. Nach tagelangem Warten revidierte der Bundesliga-Ausschuss jedoch die Entscheidung und stockte die Liga von acht auf neun Mannschaften auf. Damit wurde dem Trauerspiel ein Ende bereitet, beide Mannschaften treffen sich anno 07 doch noch im Unterhaus wieder. Es bleibt zu hoffen, dass der DTB aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat und für die Zukunft klare Auf- und Abstiegsregelungen festlegt, dank derer sich ein solches Szenario zum Vorteil aller Beteiligter nie mehr wiederholt.
„Eine Änderung der Statuten habe ich auch DTB-Sportwart Heinz Wagner neulich empfohlen“, äußerte sich Hubert Bohlender zu diesem Sachverhalt und fügte hinzu: „Das ist aber alles Schnee von gestern, der Blick aller Akteure sollte nun wieder dem Wesentlichen gelten – dem Sport. In Neckarau hoffe ich auf faires und hochklassiges Tennis.“
Beim Auswärtsspiel auf der Anlage am Niederbrückl wird Bohlender indes mit einem “Rumpfteam“ auflaufen müssen, und auch der Gastgeber muss ohne seine allerbesten Akteure auskommen – ein direktes Folgeproblem der oben angesprochenen langwierigen, juristischen Auseinandersetzungen.
Römerberg muss wohl auf die erst unmittelbar vor Saisonbeginn verpflichteten Topspieler wie Recouderc, Marin oder Uriarte verzichten, da sich diese alle bei internationalen Turnieren im Einsatz befinden und Bohlender damit nicht zur Verfügung stehen dürften. Allerdings ließ der Förderkreisvorsitzende im Gespräch mit unserer Zeitung durchblitzen, dass er derzeit alle Hebel in Bewegung setzt, um eventuell doch noch den Einsatz eines Neuzugangs zu realisieren. „Wer dies dann aber sein wird, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt selbst noch nicht sagen“, versichert Perfektionist Bohlender, der derzeit zahlreiche Telefonate führt.
„Denn in Neckarau“, ergänzt Bohlender, „ will ich unbedingt gewinnen, um unserem Saisonziel Klassenerhalt ein großes Stück näher zu kommen.
In jedem Fall bereit stehen erneut die Herren Becker, Mathieu, Gast, Wolff, Halbroth und Georgescu, die garantiert ihr Bestes geben werden, um in Mannheim mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung einen weiteren Sieg einzufahren, der der Truppe eventuell bereits den Klassenverbleib sichern könnte. Diese Aussicht allein dürfte wohl Motivation genug sein für die Gäste, die etwas befreiter aufspielen können als die Heimmannschaft, für die es in der Partie bereits ums nackte Überleben geht.
Denn nach Auftaktpleiten gegen die Topteams der Liga steht man derzeit noch ohne einen einzigen Sieg an vorletzter Stelle, in den letzten vier Saisonbegegnungen gegen die direkten Abstiegskonkurrenten Römerberg, Stuttgart, Wiesloch und Weiden soll endlich die Wende herbeigeführt werden.
Der Druck liegt also bei den Badenern, bei denen die Spitzenspieler Dacian Craciun, Rumäne mit Weltranglistenplatz 263, sowie der an Position 378 geführte Alberto Francis wohl auflaufen werden. Auf den folgenden Rängen werden dann Philipp Gründler (sonst an Position 8 der Meldeliste geführt), der Franzose Ludovic Walter (ATP 665), der 20-jährige Rumäne Emanuel Brighiu sowie Mathias Pawlik oder Daniel Steinbrenner erwartet.
Am Sonntag, um 13 Uhr, ist Spielbeginn, dann wird sich zeigen, ob Neckaraus Spieler dem Druck gewachsen sind. Manager Bohlender vertraut seinem Team, das aus Spielern aus der Region besteht, und hofft auf zahlreiches Kommen und lautstarke Unterstützung durch die treuen TCR-Fans, die „hoffentlich in Scharen nach Mannheim strömen“, so Bohlender, „um in diesem spannenden Nachbarschaftsduell eventuell das Zünglein an der Waage zu bilden.“ (Ant)

Für SW Neckarau beginnt der Überlebenskampf


TENNIS: Zweitligist spielt morgen in Windhagen / Am Sonntag Heimpartie gegen Römerberg
Mit dem Derby am Sonntag (11 Uhr) gegen Aufsteiger TC Römerberg startet für den TC Schwarz-Weiß Neckarau die "Woche der Wahrheit" in der zweiten Tennis-Bundesliga Süd. Zuvor gastiert das Team am morgigen Freitag bei Aufstiegsanwärter Sportpark Windhagen (13 Uhr). Teammanager Henrik Arnold: "Dort rechnen wir uns realistisch gesehen keine Chancen aus. Unsere volle Konzentration gilt den letzten vier Spielen."

Das Nachbarschaftsduell auf der heimischen Anlage am Niederbrückl hat folglich eine besondere Brisanz. Nicht nur, was den von beiden Klubs angestrebten sportlichen Klassenerhalt betrifft. Wenige Tage vor dem Saisonstart drohte den Schwarz-Weißen der Verlust ihrer Startberechtigung im Unterhaus. Ein berechtigter Protest der Vorderpfälzer gegen die Liga-Zusammenstellung 2007 hatte nach einem Urteil des DTB-Sportgerichtes zunächst ergeben, dass der Rheinland-Pfalz/Saarmeister den Platz des TC Schwarz-Weiß einnehmen solle. Nach tagelanger Ungewissheit wurde das Urteil vom Bundesliga-Ausschuss aufgehoben - die Südgruppe auf neun Vereine aufgestockt. Beide Klubs dürfen spielen (wir berichteten).

"Das ist Schnee von gestern. Wir konzentrieren uns jetzt rein auf das Sportliche und hoffen für die Zuschauer auf ein faires Spiel mit guten Matches", so Hubert Bohlender vom TC Römerberg. "Ich habe mir vergangene Woche das Spiel von Neckarau gegen München angeschaut und dabei auch ein gutes Gespräch mit Henrik Arnold geführt", erklärt er weiter. DTB-Sportwart Heinz Wagner habe ich bei gleicher Gelegenheit empfohlen, die Statuten zu ändern, damit so etwas nicht wieder vorkommt.

Die Folgeprobleme betreffen alle Vereine. Auch Neckarau und Römerberg haben große Probleme, ihre Akteure nach der Neugestaltung des Spielplans zusammenzubekommen. Der TCR, der mit zwei Siegen nach fünf Spieltagen bei einem Erfolg am Sonntag den Liga-Verbleib fast schon perfekt machen könnte, reist praktisch mit einem Rumpfteam an, dass Jerome Becker, der Franzose Julien Mathieu und Julian Gast anführen. Die Schwarz-Weißen sind nach den schweren Auftaktspielen gegen die Topteams noch ohne Sieg. Innerhalb einer Woche warten auf Daniel Steinbrenner, Matthias Pawlik, Philipp Gründler und Albert Francis vier Spiele. Am Mittwoch (15. August/13 Uhr) steht die Nachholpartie bei Waldau Stuttgart an, der wie Wiesloch und Weiden zum Saisonfinale am 19. August Mitkonkurrent im Abstiegskampf ist. robo

Mannheimer Morgen
09. August 2007