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Berichte zum dritten Spieltag gegen 1. FC Nürnberg
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Julian Gast
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TC Römerberg verpasst ersehnten Befreiungsschlag
In der 2. Tennisbundesliga Heimniederlage gegen FC Nürnberg
Am gestrigen Sonntag empfing die 1. Herrenmannschaft des TC Römerberg in der 2. Tennis-Bundesliga die Gäste vom FC Nürnberg.
Nach zwei knappen Niederlagen an den ersten beiden Spieltagen (3:6 in Ravensburg, 4:5 in Amberg) wollten die Römerberger unbedingt siegen, um die Abstiegszone zu verlassen.
Durch einen ungefährdeten, souverän herausgespielten 6:2 6:3 Erfolg des französischen Neuzugangs Olivier Mutis gegen den Polen Michal Przysienzy gingen die Gastgeber auch prompt in Führung. Wenig später mussten die Pfälzer dann allerdings den Ausgleich der Franken hinnehmen, Julian Gast hatte gegen Andreas Tattermusch 1:6 4:6 verloren. Im ersten Satz fand der Römerberger überhaupt nicht ins Spiel, im zweiten steigerte er sich dann mit zunehmender Spieldauer. Bitter für Gast: bei eigener 3:2 Führung hatte er Breakchancen zum 4:2, doch diese Chance ließ er ungenutzt. Wenig später gab er dann den eigenen Aufschlag zum 3:4 ab, nach einem Rückhandfehler von Gast verwandelte Tattermusch wenig später seinen zweiten Matchball zum Sieg.
Craciun in blendender Verfassung
In einem begeisternden, hochklassigen Match schlug Dacian Craciun, rumänischer Neuzugang in Reihen des Gastgebers, den Argentinier Sebastian Decoud (ATP 213) nach großem Kampf mit 7:6 6:4. Alleine der erste Satz dauerte 90 Minuten, am Ende hatten sich beide fast 3 Stunden duelliert. Beide Akteure zeigten den Zuschauern Tennis vom Feinsten, vor allem Craciun imponierte mit zahlreichen Winnerschlägen und tollen Passierbällen. Der Rumäne, aktuell an Postion 375 der Weltrangliste geführt, spielte höchst variabel und siegte am Ende dank des größeren Willens gegen seinen müder werdenden Kontrahenten.
Es war bereits Craciuns zweiter Sieg im dritten Einzel für den TCR, es scheint, als habe Teamchef Hubert Bohlender mit seiner Verpflichtung eine echte Verstärkung an Land gezogen.
Die 2:1 Führung sollte nicht lange halten, denn im Duell zweier gleichstarker Teams verloren danach die Römerberger Juan Antonio Marin und Julien Mathieu ihre Einzel jeweils in drei Durchgängen. Der Costa Ricaner Marin verlor dabei gegen den tschechischen Hünen Jan Mertl mit 1:6 7:5 0:6, wobei er nur im zweiten Abschnitt dem druckvollen Spiel des Nürnbergers Paroli bieten. Im letzten Durchgang verließen den 33 Jahre alten Routinier letztlich die Kräfte.
Mathieu verlor sein Match gegen den Spanier Bartolome Salva-Vidal ebenfalls nur knapp. Nach Verlust des ersten Durchgangs mit 3:6 drehte der unermüdlich kämpfende Franzose im zweiten Satz voll auf und deklassierte Salva-Vidal mit 6:0. Im finalen Abschnitt sollte ein Break gleich zu Beginn Mathieu auf die Verliererstraße bringen, der Spanier gab sich bei eigenem Aufschlag keine Blöße mehr und triumphierte mit 6:4 gegen den erschöpften TCR-Spieler.
Recoudercs Sieg hielt Römerberger im Rennen
Für den umjubelten Ausgleich aus Sicht des Gastgebers sorgte im Spitzeneinzel der Franzose Laurent Recouderc. In einer hochklassigen Begegnung bezwang Recouderc, aktuell auf Position 178 der Weltrangliste, bei seinem ersten Einsatz für den TCR in der laufenden Saison den portugiesischen Weltranglisten-110. Federico Gil mit 6:4 6:4.
Kein Happy-End für die Heimmannschaft
Nach dem 3:3 Zwischenstand sorgte dann sintflutartiger Regen für eine 60-minütige Unterbrechung.
Danach ging es mit den alles entscheidenden Doppeln weiter. Die Ausgangslage war klar : zwei der drei Doppel mussten gewonnen werden, wollte man nicht ein weiteres Mal mit leeren Händen dastehen.
Am Ende sollte es wieder nichts werden mit dem erhofften Befreiungsschlag, denn alle drei Begegnungen gingen an die Gäste. Dacian Craciun und Julian Gast (2:6 3:6 gegen Sebastian Decoud/Bartolome Salva-Vidal) als auch Olivier Mutis/Julien Mathieu (0:6 5:7) verloren jeweils in drei Durchgängen. Auch das Spitzendoppel um Juan-Antonio Marin und dem gestern im Einzel pausierenden Jerome Becker sollte keinen Römerberger Zähler mehr einfahren; trotz Gewinn des ersten Satzes mit 6:4 verloren sie letztlich die folgenden Durchgänge denkbar knapp mit 5:7 und 9:11 im Champions-Tie-Break.
Unterm Strich stand eine 3:6 Niederlage, wodurch das Team noch immer auf einem Abstiegsplatz steht. Am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Pforzheim bietet sich dann die nächste Gelegenheit zum ersten Saisonsieg, der so wichtig wäre, um dem Klassenerhalt ein Stück näher zu kommen. Vielleicht haben die Pfälzer dann auch einmal das bessere Ende für sich. (ant)
Siegen, duschen, weg
TENNIS: Römerbergs klassischer Fehlstart
Von unserer Redakteurin Christine Kamm
RÖMERBERG. In der Zweiten Tennis-Bundesliga heißt die Losung des Jahres: nicht absteigen. Der TC Römerberg hat nach zwei Auswärts-Niederlagen gestern auch das erste Heimspiel mit 3:6 gegen den 1. FC Nürnberg verloren und damit einen klassischen Fehlstart hingelegt.
Immerhin hat die Galerie sehr, sehr gutes Tennis gesehen. Auf dem Römerberger Centre Court, wenn man den Platz vor dem Clubhaus so nennen möchte, haben an Punkt eins und zwei Laurent Recouderc und Dacian Craciun gewonnen, und das auf eine überzeugende Art und Weise. Der Franzose aus Toulouse, 24 Jahre jung, hat als 192. der Weltrangliste das Kunststück fertiggebracht, den starken und fast um 100 Plätze besser positionierten Portugiesen Frederico Gil in zwei trockenen Sätzen zu schlagen.
Es war ein schönes Spitzenspiel. Zwei ruhige, eher kleinere Spieler, die beide mit großer Übersicht und Gelassenheit ihrem Beruf nachgehen. Einen 2:4-Rückstand in Durchgang eins hat Recouderc noch gedreht. Beim Stand von 4:5 und 30:40 aus Sicht des aufschlagenden Gil verwandelte Recouderc den ersten Satzball, das heißt, sein Gegner tat ihm den Gefallen, einen längeren Ballwechsel mit einem knappen Ball ins Aus zu beenden - 6:4 und das mit einem Break. Besser hätte es nicht laufen können. Und das Gute aus Römerberger Sicht war, dass der Faden auch nicht mehr reißen sollte. Im zweiten Satz stand"s am Ende wieder 4:5 bei Aufschlag Gil, dessen Stoppversuch beim Stand von 30:40 ins Netz segelte. Ein zufriedenes Lachen huschte über das Gesicht des Siegers, ein kurzer Gruß ins Publikum. Schade nur, dass er im Doppel schon nicht mehr da war. Nach dem Duschen spurtete er zum Auto und ließ sich zum Flughafen fahren. Es ging zum Challenger-Turnier in Tampere.
Ähnlichen Terminstress hatte auch Craciun, der eigentlich durchgängig in Römerberg sein will. Nur diese Woche verabschiedet der 28-Jährige sich in seine Heimat. Beim Challenger-Turnier in Timisoara hat er eine Wildcard bekommen. Nach seinem Sieg über Sebastian Decoud hatte er ein Laptop auf dem Schoß. Der Blick auf die Auslosung war weniger erfreulich. In der ersten Runde trifft er auf den Spanier Daniel Munoz-De la Nava, in der zweiten Runde könnte der Gegner schon Dominik Hrbaty heißen. „Wenn ich nicht ins Endspiel komme, bin ich am Freitag wieder hier und bleibe dann auch da", erzählte der Profi, der im vergangenen Jahr seine beste Saison hatte, als er in der Weltrangliste bis auf Position 218 vorgerückt war, zurzeit ist er auf Rang 375 zu finden. „Ich habe in diesem Jahr nicht ganz so viel gespielt, aber ich komme zurück", sagte der viel Ruhe ausstrahlende Rumäne, der im vergangenen Jahr noch für Neckarau spielte. Nach Römerberg hat ihn sein lange schon hier lebender Landsmann Rares Georgescu gelotst. Das Erfolgsrezept des in Bukarest trainierenden Craciun, der eigentlich aus Valcea in der Walachei stammt, ist simpel: „Ich liebe Tennis - und ich versuche, immer Spaß zu haben."
so spielten sie
Einzel: Laurent Recouderc - Frederico Gil 6:4, 6:4, Dacian Craciun - Sebastian Decoud 7:6, 6:4, Juan-Antonio Marin - Jan Mertl 1:6, 7:6, 0:6, Olivier Mutis - Michal Przysiezny 6:2, 6:3, Julien Mathieu - Bartolome Salva-Vidal 3:6, 6:0, 4:6, Julian Gast - Andreas Tattermusch 1:6, 4:6
Doppel: Marin/Jerome Becker - Gil/Przysiezny 6:4, 5:8, 9:11, Craciun/Gast - Decoud/Salva-Vidal 2:6, 3:6, Mutis/Mathieu - Mertl/Tattermusch 0:6, 5:7.
KONZOKH
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Speyerer Rundschau
Ausgabe: Nr.174
Datum: Montag, den 28. Juli 2008
Seite: Nr.13
"Deep-Link"-Referenznummer: '3848851'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper
Marin und Mathieu schwinden die Kräfte
TENNIS: Nächste knappe Niederlage für Zweitligist TC Römerberg - 3:6 gegen Nürnberg - Regenunterbrechung vor Doppeln
RÖMERBERG. Auch gestern glückte Zweitbundesligist TC Römerberg nicht der Befreiungsschlag. Wie in Amberg waren die Doppel, zuvor gab es eine Regenunterbrechung, bei der 3:6-Heimniederlage gegen Bundesliga-Absteiger 1. FC Nürnberg entscheidend.
Das starke Aufgebot der Gäste trieb Römerbergs Coach Hubert Bohlender vor Spielbeginn Sorgenfalten ins Gesicht. Vier Akteure aus den besten 300 der Weltrangliste bot Nürnberg auf. Nach seinem Ausscheiden bei einem Challenger-Turnier in Bosnien-Herzegowina gab der Franzose Laurent Recouderc (Weltranglistenplatz 192) sein Debüt. Gegen Frederico Gil (Portugal, 108) lieferte der Franzose eine begeisternde Partie.
Herrliche Grundlinienduelle und aggressives Angriffsspiel wechselten sich ab. Auch von seinem ersten Aufschlagverlust zum 2:4 ließ sich Recouderc nicht aus dem Rhythmus bringen, holte das Break zurück und nahm dem Portugiesen nochmals den Service zum 6:4 ab. Auch im zweiten Durchgang verlief die Partie bis zum 4:4 ausgeglichen. Dann drohte dem Franzosen das Break zum 4:5. Doch er befreite sich und ging 5:4 in Führung. Den ersten Matchball verwandelte Recouderc zum Matchgewinn und 3:3-Zwischenstand.
Olivier Mutis, in Glanzzeiten auf Position 71 der Weltrangliste, hatte mit Michael Przysiezny (Polen, 273) leichtes Spiel und besorgte das 1:0. Mit abgeklärtem und durchdachtem Tennis holte er sich den ersten Abschnitt 6:2. Anschließend ließ Mutis die Zügel etwas schleifen, um in der entscheidenden Phase wieder zum 6:3 zuzulegen.
Julian Gast knüpfte gegen Andreas Tattermusch zunächst nicht an seine in Amberg gezeigte Leistung an. Nervös und gehemmt agierte der Eppelheimer gegen die Nummer 85 der deutschen Rangliste. Mit 1:6 ging der erste Satz weg. Gast steigerte sich. Aber nach einem unglücklichen Aufschlagverlust zum 3:4 ließ sich der Nürnberger den Sieg nicht mehr nehmen: 4:6. Dacian Craciun (Rumänien, 375) brachte Römerberg gegen Sebastian Decoud (Argentinien, 213) nach seinem 7:6, 6:4-Erfolg 2:1 in Front.
Juan-Antonio Marin stand gegen Jan Mertl (Tschechien, 274) beim 1:6 auf verlorenem Posten. In Durchgang zwei kämpfte der 33-Jährige mit dem Mut der Verzweiflung gegen die Niederlage an und holte diesen nach einer Energieleistung mit 7:5, ehe er dem Kräfteverschleiß Tribut zollte: 0:6.
Julien Mathieu (Frankreich, 828) hatte mit Bartolome Salva-Vidal (Spanien) einen Gegner, der auch bestgemeinte Angriffsbälle erlief und den Franzosen fast zur Verzweiflung brachte. Nach 3:6 trumpfte Mathieu zum 6:0 groß auf. Als auch bei ihm die Kräfte schwanden, zog er nach hartem Kampf 4:6 den Kürzeren.
Nürnbergs Team-Manager Franz-Josef Wich sieht das Saisonziel seiner Mannschaft nach diesem Erfolg im vorderen Mittelfeld: „Wir bleiben nach diesem harten Stück Arbeit auf Kurs. Uns war klar, dass es in Römerberg nicht leicht wird. Mit Gil auf der Spitzenposition haben wir auf das richtige Pferd gesetzt. Zum Glück ist dieser Schachzug aufgegangen." Sport
Doppel
Marin/Jerome Becker - Gil/Przysiezny 6:4, 5:7, 9:11 Craciun/Gast - Decoud/Salva-Vidal 2:6, 3:6 Mutis/Mathieu - Mertl/Tattermusch 0:6, 5:7
ERBACHM
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Speyerer Rundschau
Ausgabe: Nr.174
Datum: Montag, den 28. Juli 2008
Seite: Nr.14
"Deep-Link"-Referenznummer: '3848795'
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