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Berichte zum fünften Spieltag gegen TC Wolfsberg Pforzheim
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Georgescu fährt für Craciun durch halb Europa
TENNIS: Zweitligist TC Römerberg feiert im Heimspiel gegen TC Wolfsberg Pforzheim mit 6:3 den ersten Saisonsieg
RÖMERBERG. Dem Zweitbundesligisten TC Römerberg gelang gestern mit einem 6:3-Erfolg gegen den badischen Rivalen TC Wolfsberg Pforzheim der erhoffte Befreiungsschlag.
Coach Hubert Bohlender setzte im Laufe der Woche wieder einmal alle Hebel in Bewegung, um eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen. Den Lohn für seine Bemühungen präsentierten ihm seine Spieler nach zuletzt drei unglücklichen Niederlagen. „Endlich hatten wir einmal das Glück, nachdem uns bisher das Pech regelrecht am Schläger klebte“ sagte der gestresste Manager nach dem ersten Erfolgserlebnis seiner Mannschaft. Doch Entwarnung im Kampf gegen den Abstieg wollte er noch nicht geben. Noch mindestens einen Sieg hält er bei drei noch ausstehenden Begegnungen für überlebenswichtig. Gegen Waldau Stuttgart und TC GW Weiden sollen weitere Punkte her, meinte Bohlender.
Nach einer wahren Odyssee im Laufe der Woche stand Dacian Craciun gestern auf dem Platz. Per Flugzeug wollte er im Anschluss an die letzte Heimpartie gegen Nürnberg zum Challenger-Turnier in seine rumänische Heimat nach Timisoara reisen. Mit dem Flug klappte es nicht, Rares Georgescu chauffierte ihn die rund tausend Kilometer. Als ihm auf der Rückfahrt in der Nähe Budapests ein Reifen platzte, war die Aufregung groß. Wohlbehalten kam Georgescu schließlich am Donnerstag um 5 Uhr, von den Strapazen geschafft, zurück. Craciun, der nach seiner Erstrundenniederlage gegen den Weltklassespieler Daniel Munos-De la Nava noch in Bukarest weilte, traf am Freitag per Flugzeug in Römerberg ein.
Gegen den Australier Junaid Rameez ging der Rumäne schnell mit 3:0 in Führung. Der Pforzheimer fand anschließend besser ins Spiel, wehrte vier Satzbälle ab und sicherte sich nach knapp zwei Stunden den ersten Durchgang mit 9:7 im Tiebreak. Im zweiten Abschnitt war Rameez mit seinem schnellen und aggressiven Angriffstennis nicht mehr zu bremsen. Nach dem 1:6 meinte Craciun: „Das war heute einfach nicht mein Tag“.
Juan-Antonio Marin, der in Costa-Rica geborene Spanier, stand während seiner Tennis-Laufbahn auf Position 55 der Weltrangliste, schlug Weltklasseleute wie den früheren Weltranglistenersten Marcelo Rios und lieferte Pete Sampras bei den French Open ein hart umkämpftes Fünfsatzmatch. In Römerberg glückte dem 33-Jährigen mit dem riesigen Kämpferherzen in dieser Saison der erste Erfolg mit 6:2, 6:4 über Tobias Klein.
Rares Georgescu spielte in dieser Saison nur bei der Auftaktpartie in Ravensburg und gewann nach einer tollen Energieleistung sein Einzel. Als Ergänzungsspieler blieb er ansonsten ohne weitere Einsätze. Als Betreuer beobachtete er die Spiele seiner Kameraden auf dem Centre-Court. Zu gerne wäre er selbst auf dem Platz gestanden, doch mit seiner Rolle auf der Bank kann er auch sehr gut leben: „Wir sind ein Team, das ich auch vom Spielfeldrand sehr gerne unterstütze“.
Olivier Mutis hatte es mit dem Open-Finalisten Holger Fischer zu tun. Nach 0:2-Rückstand dominierte er die emotionsgeladene Partie und hatte am Ende mit 6:2, 6:4 die Nase vorn.
Ihre helle Freude hatten die zahlreichen Zuschauer an Spitzenspieler Laurent Recouderc, der in letzter Minute aus Finnland zum Team stieß. Gegen den Weltklassemann Gabriel Trujillo-Soler (Spanien) lieferte er ein hochklassiges Match, das an Spannung kaum zu überbieten war. Im Tiebreak des dritten Satzes zwang er den Spanier in die Knie.
Römerbergs Vorsitzender Peter Egelhof äußerte sich erleichtert über den ersten Saisonsieg: „Ich freue mich riesig und glaube, dass wir es schaffen können, in der Liga zu bleiben, wenn die Mannschaft weiterhin komplett antreten kann“ (dsch)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Speyerer Rundschau
Ausgabe: Nr.180
Datum: Montag, den 04. August 2008
Seite: Nr.14
"Deep-Link"-Referenznummer: '3872092'
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TC Römerberg verlässt nach erstem Saisonsieg Abstiegsränge in der Zweiten Bundesliga
Den glänzend aufgelegten Gastgebern glückte am 4. Spieltag endlich der ersehnte Sieg, gegen den TC Wolfsberg Pforzheim gewann man mit 6:3. Der Erfolg stand dabei bereits vor den Doppeln fest. Die Badener geraten nach der Niederlage in der Verbandsgemeinde selbst tiefer in den Abstiegsstrudel.
Dem Römerberger Jerome Becker glückte nach zwei vergeblichen Anläufen endlich der erhoffte Befreiungsschlag, gegen den erfahrenen Markus Hantschk, einst Weltranglisten-71., gelang Becker ein beachtlicher 6:0 7:6 Erfolg. Bis zum gestrigen Spieltag war Hantschk in allen Einzeln der laufenden Spielzeit noch ohne Niederlage geblieben, weshalb Beckers engagierte Vorstellung nach zwei unglücklichen Drei-Satz-Niederlagen im Einzel gegen Ravensburg und Amberg umso bemerkenswerter war.
Auch Olivier Mutis, einem von drei Franzosen im Kader des Gastgebers, die gestern allesamt zum Einsatz kamen, war ein Sieg vergönnt. Wie der Pforzheimer Hantschk hatte auch er einst den 71. Platz in der Weltrangliste inne (2003), mit seiner ganzen Erfahrung rang er in seinem Einzel den diesjährigen Finalisten der Römerberg Open, Holger Fischer, mit 6:2 6:4 nieder. Es war bereits der dritte Einzelsieg im vierten Spiel für die französische Neuverpflichtung des TCR, nur am 2. Spieltag hatte er gegen den Amberger Dusan Lojda das Nachsehen.
Auf Craciuns Niederlage folgten Siege von Marin und Mathieu
Eine Niederlage musste dagegen der an Position 2 auflaufende Rumäne Dacian Craciun hinnehmen.
Der Römerberger hatte bei seinen bisherigen Einsätzen für seinen neuen Arbeitgeber – im letzten Jahr spielte er noch für den TC Schwarz-Weiss Neckarau auf der Spitzenposition – einen guten Eindruck hinterlassen, gestern dann sollte es gegen Gastspieler Rameez Junaid nicht zum Sieg reichen. Nach dem hart umkämpften ersten Durchgang, den der Australier Junaid erst im Tie-Break mit 9:7 für sich entschied, ging Craciun im zweiten Durchgang mit 1:6 unter. In seiner persönlichen Zweitliga-Bilanz stehen nun zwei Siegen zwei Niederlagen im Einzel gegenüber.
Danach hellten sich die Minen bei den Römerberger Fans aber wieder auf, denn dem mit 33 Jahren ältesten Spieler im Kader des TCR Juan-Antonio Marin gelang im dritten Anlauf 2008 der erste Sieg im Einzel. Seinem Gegner Tobias Klein fügte der bestens aufgelegte ehemalige Weltklassespieler – im Jahr 1999 war Rang 55 ATP seine beste Platzierung - eine 6:2 6:4 Niederlage zu.
Die zwischenzeitliche 4:1 Führung besorgte kurz darauf Julien Mathieu. Der Franzose, in den vergangenen Jahren stets eifriger Punktesammler für die Römerberger, konnte im vierten Anlauf endlich auch einmal wieder einen Sieg bejubeln. Mit seinem 6:2 7:6 Triumph über den Spanier Alejandro Dominguez brachte Mathieu seine Mannschaft in eine hervorragende Ausgangslage, nur noch ein Einzelsieg fehlte den Gastgebern zum Tagessieg.
Nicht einmal die kühnsten Optimisten hätten im Vorfeld der Partie wohl einen solch deutlichen Spielverlauf prognostiziert, bedenkt man nur, dass die Gäste in den vorangegangenen Spielen drei 5:4 Ergebnisse – zwei 4:5 Niederlagen, einen 5:4 Sieg – auf dem Konto hatten. Diese knappen Resultate verdeutlichen, wie eng es in diesem Jahr in der Zweiten Tennis-Bundesliga zugeht, nahezu alle Teams bewegen sich auf gleichem Niveau. Aus diesem Grund rechnete man auch gestern mit einem Kopf-an-Kopf Rennen, doch die glänzend aufgelegten Römerberger brachten das heimische Publikum zum Staunen.
Römerbergs Spitzenmann Laurent Recouderc sollte es schließlich vergönnt sein, für den umjubelten ersten Saisonerfolg der Pfälzer zu sorgen. Gegen Gabriel Trujillo-Soler sollte er in einem dramatischen, mitreißenden Match mit 6:3 4:6 7:6 die Oberhand behalten, im Tie-Break des entscheidenden Satz setzte er sich mit 7:5 durch. Zweimal bereits waren beide Akteure auf der Tour aufeinander getroffen, beide Male hatte der Spanier dabei das bessere Ende für sich gehabt (zuletzt im April diesen Jahres beim Challenger in Athen). Gestern dann konnte der 24-jährige Franzose im direkten Vergleich auf 1:2 verkürzen und somit erfolgreich Revanche nehmen für die erlittenen Zwei-Satz-Niederlagen aus den Jahren 2005 und 2008.
Gast/Mutis legten im Doppel zum 6:3 Endstand nach
In den anschließenden Doppeln wollten die Hausherren dann noch einmal nachlegen, im Kampf um den Klassenerhalt kann am Ende jeder eingefahrene Sieg entscheidend sein.
Zudem hatte man insbesondere in den vorangegangenen Begegnungen in der Doppelkonkurrenz nicht gerade geglänzt, hier hatte man die Partien gegen Ravensburg, Amberg und Nürnberg letztlich verloren;
schon alleine deswegen wollte man sich auf dem heraus gespielten Vorsprung nicht ausruhen.
Letztlich sollte nur dem dritten Doppel um Julian Gast und Olivier Mutis ein weiterer Römerberger Sieg glücken, sie schlugen Markus Hantschk/Thomas Messmer mit 6:3 6:4.
Eine Zwei-Satz-Niederlage mussten Dacian Craciun/Jerome Becker hinnehmen, mit 6:7 3:6 ging das Zweier-Doppel an Rameez Junaid/Tobias Klein.
Die beiden Franzosen Laurent Recouderc und Julien Mathieu schnupperten im Spitzendoppel bereits am Sieg, doch am Ende verloren die beiden gegen Doppelspezialist Gabriel Trujillo-Soler und Holger Fischer im Match-Tie-Break des finalen Durchgangs. 4:6 6:2 7:10 lautete das Endergebnis aus Sicht des Römerberger Duos.
Bohlender : „Heute endlich das benötigte Glück gehabt!“
Römerbergs Teamchef Hubert Bohlender fiel nach dem ersten Erfolg natürlich ein Stein vom Herzen. Endlich habe die Mannschaft nach drei knappen Niederlagen auch einmal das nötige Glück gehabt, das man benötige, um solche Spiele zu gewinnen. „In den letzten Partien gingen die Tie-Breaks meist an die Gegner, heute hatten sowohl Recouderc als auch Becker und Mathieu das bessere Ende für sich“, so Bohlender im Gespräch mit unserer Zeitung.
Freuen konnten sich die Römerberger zudem über die gestrigen Niederlagen der beiden direkten Abstiegskonkurrenten vom TEC Waldau Stuttgart (3:6 in Nürnberg) und vom TC Grün-Rot Weiden (3:6 zuhause gegen Tabellenführer TC Ravensburg). Beide Teams haben 2008 noch immer keinen Sieg auf dem Konto und rutschten in der Tabelle hinter den TC Römerberg ab, der erstmals in dieser Saison den Tabellenkeller verlassen konnte und nun auf Rang 5 klettert. Dort will man auch noch nach dem letzten Spieltag stehen, denn dieser Platz wäre gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt. Am nächsten Freitag bestreitet die Mannschaft dann bereits ihr nächstes Spiel, gegen den Tabellenzweiten TC Großhesselohe genießt man abermals Heimrecht.
Tobias Anton
Recouderc trotzt dem Reisestress
TENNIS: TC Römerberg schlägt TC Wolfsberg Pforzheim mit 6:3 - Franzose düst aus Finnland an
RÖMERBERG (dsch). Zweitbundesligist TC Römerberg wahrte gestern seine Chance auf den Klassenverbleib. Gegen den ebenfalls abstiegsgefährdeten TC Wolfsberg Pforzheim feierte das einzige rheinland-pfälzische Zweitliga-Team mit 6:3 den ersten Saisonerfolg.
Römerbergs Manager Hubert Bohlender fiel nach dem von Spitzenspieler Laurent Recouderc verwandelten Matchball zur uneinholbaren 5:1-Führung ein Stein vom Herzen. „Es ist überhaupt noch nichts entschieden. Gegen unsere Hauptkonkurrenten Weiden und Stuttgart, die noch auf den ersten Sieg warten, können wir es aus eigener Kraft schaffen“ sagte der erleichterte Coach.
Bis zuletzt bangte er um den Einsatz seines Spitzenspielers Laurent Recouderc. Zufrieden registrierte Bohlender das Ausscheiden des Franzosen im Halbfinale des Challenger-Turniers in Tampere/Finnland. Am Samstag unterlag der Franzose dem Italiener Flavio Cipolla, nachdem er zuvor die Nummer eins der Setzliste, Jan Hernych (Tschechien), ausgeschaltet hatte. Knapp zwanzig Plätze, auf Weltranglistenposition 175, rückte der 22-Jährige aus Marseille nun vor.
In Tampere reichte Recouderc die Zeit gerade mal zum Duschen. Schnell ins Hotel, den Koffer packen und ab ging`s zum Zug nach Helsinki und dort per Taxe zum Flughafen. Gegen 20 Uhr landete die Maschine in Frankfurt, wo Mannschaftskollege Rares Georgescu bereits auf ihn wartete. Heftiger Turnierstress, der sich für Römerberg lohnte.
Gegen den Spanier Gabriel Trujillo-Soler (ATP 343) sollte die Revanche für die zuletzt erlittene Niederlage gelingen. Recouderc legte auch gleich ordentlich los, holte sich sofort das Break zum 2:0 und ließ sich diesen Vorteil bis zum 6:3 nicht mehr nehmen. Bei 3:0-Führung im zweiten Durchgang sah er bereits wie der sichere Sieger aus. Eindeutig diktierte er bis zu diesem Zeitpunkt das Geschehen. Doch dann schien sich der Kräfteverschleiß und der Reisestress bemerkbar zu machen. Er gab vier Spiele in Folge ab und verlor den zweiten Satz nach einem weiteren Aufschlagverlust mit 4:6. Auch im Entscheidungssatz holte er sich sofort das Service seines Gegners, das er bis zum 4:2 hielt. Doch dann kam der Spanier zurück und legte auf 5:4 vor. Recouderc rettete sich in den Tiebreak, ließ sich auch nach dem 2:4 nicht beirren und verwandelte den ersten Matchball zum vielumjubelten Sieg.
Juan Antonio Marin, der immer lustige 33-jährige Spanier, kämpfte wie ein Löwe und hielt den Pforzheimer Tobias Klein mit seiner Erfahrung aus vielen ATP-Turnieren mit 6:2, 6:4 nieder.
Der Mannheimer Jerome Becker trumpfte gegen Markus Hantschk beim 6:0 im ersten Durchgang groß auf. 5:2 lag er auch im zweiten Abschnitt vorne, doch dann begann bei ihm das Nervenflattern. Nach 5:6 kämpfte er sich in den Tiebreak, den er mit 7:5 gewann. „Mit einigen Stops habe ich zunächst gut gepunktet. Doch dann war ich einfach wieder zu defensiv und ließ mich zu weit zurück fallen. Als mein Gegner Ermüdungserscheinungen zeigte, schaukelte ich mit etwas Glück das Match nach Hause“ berichtete ein sichtlich zufriedener Becker.
Einzel: Laurent Recouderc - Gabriel Trujillo-Soler 6:3, 4:6, 7:6(2) Dacian Craciun - Junaid Rameez 6:7(7), 1:6 Juan-Antonio Marin - Tobias Klein 6:2, 6:4 Olivier Mutis - Holger Fischer 6:2, 6:4 Julien Mathieu – Alejandro Dominguez 6:3, 7:6(4) Jerome Becker - Markus Hantschk 6:0, 7:6(5)
Doppel: Recouderc/Mathieu - Trujillo-Soler/Fischer 4:6, 6:2, 7:10 Craciun/Becker - Junaid/Klein 6:7(5), 3:6 Mutis/Julian Gast - Hantschk/Thomas Messmer 6:3, 6:4.
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Speyerer Rundschau
Ausgabe: Nr.180
Datum: Montag, den 04. August 2008
Seite: Nr.13
"Deep-Link"-Referenznummer: '3872177'
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