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Berichte zum sechsten Spieltag gegen TC Großhesselohe

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TC Römerberg im Regen-Lotto gegen TC Großhesselohe


Das Spiel gegen den Tabellenzweiten aus Bayern war bei Redaktionsschluss noch nicht beendet, am späten Abend lagen die Hausherren nach den Einzeln mit 2:4 im Rückstand.

Wir haben leider 3:6 verloren (Bo)

Aufgrund des immer wieder einsetzenden Regens am 5. Spieltag der 2. Tennis-Bundesliga fällte Oberschiedsrichter Dr. Norbert Prinz (Darmstadt) gegen 17 Uhr schließlich die Entscheidung, die Begegnung zwischen dem gastgebenden TC Römerberg und dem TC Großhesselohe in der Tennishalle in Limburgerhof fortzusetzen.
Die Spielverlegung von der roten Asche auf den Teppichboden stufte Römerbergs Teamchef Bohlender eher als Nachteil für seine Truppe ein, denn „mit Juan-Antonio Marin und den Franzosen Mutis und Recouderc stehen in unserem Kader Spieler, die sich eher auf Sandplätzen zuhause fühlen.“
Auch aus finanzieller Sicht stellte der aufgrund der Witterung notwendig gewordene Umzug einen immensen Nachteil für die Gastgeber dar, denn die eingeplanten Einnahmen aus Eintrittsgeldern sowie Speisen und Getränken fehlten den Römerbergern in der Kasse. Ursprünglich sollten die Pfälzer darüber hinaus am letzten Spieltag noch einmal Heimrecht gegen den RC Herpersdorf genießen, doch kurz vor Rundenbeginn meldeten die Herpersdörfer aus finanziellen Gründen ihre Mannschaft ab, wodurch der Club abermals finanzielle Einbußen in Kauf nehmen muss.
„Aber was will man machen, auf das Wetter haben wir keinen Einfluss“, äußerte sich Perfektionist Bohlender trotz der widrigen Umstände erstaunlich gelassen zum Stand der Dinge. Nach 10 Jahren Oberligazugehörigkeit habe man erstmals überhaupt in die Halle ausweichen müssen.

Jerome Becker in guter Verfassung – zweiter Einzelsieg in Serie

Zum Spielgeschehen: Als der zweite Regenguss den Spielabbruch herbeiführte, hatte Jerome Becker in seinem Einzel gegen Philipp Regnat den ersten Durchgang glatt mit 6:1 gewonnen, im zweiten führte er bereits mit 5:3. Der Mannheimer, dem in vorangegangenen Partien ein ums andere Mal die fehlende Kaltschnäutzigkeit in den entscheidenden Matchphasen zum Verhängnis geworden war, ließ sich aber von der Umstellung nicht beirren und zeigte diesmal die notwendige Nervenstärke. Beim Stande von 5:4 beendete er die Partie bei eigenem Aufschlag zum 6:1 6:4 Endstand. Für Becker war dies nach zwei knappen Drei-Satz-Niederlagen zu Saisonbeginn bereits der zweite Einzelsieg in Folge, er konnte seine aufsteigende Form bestätigen.
An Position 2 traf der Rumäne Dacian Craciun auf Gästespieler Peter Gojowczyk. Auch diese Paarung begann auf den Freiplätzen und endete in der Halle. Craciun erwischte zunächst einen Auftakt nach Maß, mit 6:1 fegte er die deutsche Nachwuchshoffnung Gojowczyk vom Platz. Danach stellte letztgenannter sein Spiel um und schaffte mit einem 6:3 den Satzausgleich. Auch im dritten Durchgang sollte der Großhesseloher Oberwasser haben, mit 4:0 zog er seinem Römerberger Gegenüber davon. Diesen komfortablen Vorsprung ließ sich Gojowczyk nicht mehr nehmen, mit 6:2 ging der finale Abschnitt an den 19-jährigen.

Römerberger Sandplatzspezialisten in der Halle auf verlorenem Posten

Auch für Olivier Mutis, einem von drei Franzosen im Kader des Gastgebers, reichte es nicht zum Sieg. Seinem schwedischen Kontrahenten Johan Settergren genügte ein Break zum 6:4 Satzgewinn im ersten Satz, den zweiten Durchgang sicherte sich der einstige Weltranglisten-71. Mutis dann seinerseits mit 6:2. Der dritte Durchgang wurde auch hier auf dem schnellen Teppichboden zu Ende gespielt, hier sollte Mutis, von seiner Spielanlage her eher ein defensiver Typ, insbesondere den starken Aufschlägen Settergrens unterlegen sein. Mit 5:7 ging der Entscheidungssatz verloren, 1:2 stand es somit aus Römerberger Sicht.
Es folgte eine weitere Niederlage der Hausherren, Juan-Antonio Marin unterlag in seinem Spiel Marcel Zimmermann mit 5:7 1:6.
Diese Niederlage kam jedoch nicht überraschend, denn Marin gilt als ausgesprochener Sandplatzspezialist. Im ersten Durchgang versuchte der Spanier mit ungewohntem Serve & Volleyspiel zum Erfolg zu kommen, hier hielt er noch gut mit. Im zweiten Satz hingegen war er chancenlos.

Recouderc in der Zweiten Bundesliga erstmals geschlagen

Im Spitzeneinzel trafen am gestrigen Freitag dann Laurent Recouderc, Franzose in Römerberger Diensten, und das 21-jährige, deutsche Nachwuchs-Ass Daniel Brands aufeinander. Recouderc, aktuell auf Weltranglistenposition 192 und Brands, 183. der Welt, lieferten sich in ihrem Duell einen harten Fight. Die mitgereisten Zuschauer sollten hochkarätiges Tennis erleben, beide Spieler schenkten sich nichts. Satz 1 ging mit 7:6 an den Franzosen (7:5 im Tie-Break), den zweiten Durchgang sicherte sich 1,96 Meter-Hüne Brands dann seinerseits im Tie-Break (7:3).
Im finalen Abschnitt sollte Recouderc schließlich das Nachsehen haben, 3:6 ging das Match verloren. In seinem insgesamt sechsten Spiel seit seiner letztjährigen Verpflichtung war es die erste Niederlage im Einzel überhaupt für den eifrigen Punktsammler des TCR.
Aufgrund des hohen 1:4 Rückstands zu diesem Zeitpunkt schwand bei Bohlender allmählich der Glaube an einen Sieg seines Teams, denn er wusste um die Doppelstärke des Gegners.

Mathieu hielt Römerberger im Rennen

Im letzten Einzel des Tages musste Julien Mathieu gegen den achtfachen österreichischen Champion Thomas Schiessling Mathieu nun unbedingt siegen, um sein Team vor den abschließenden Doppeln noch im Spiel zu halten. Mathieu hielt dem Druck stand und bezwang den 33 Jahre alten Routinier Schiessling mit 6:4 7:6.
In den Doppeln, die erst gegen 21.45 Uhr begannen, trafen letztlich in der „Hallenlotterie“ im Einser-Doppel die Franzosen Recouderc/Mutis auf Brands/Settergren, Craciun/Becker forderten Gojowczyk/Zimmermann heraus, und Julien Mathieu und der im Einzel pausierende Julian Gast bekamen es mit Schiessling/Regnat zu tun.

Am Sonntag Abstiegsendspiel in Weiden

Die ganze Konzentration der Römerberger gilt nun dem Spiel am morgigen Sonntag beim TC Grün-Rot Weiden. „Ich bin frohen Mutes, dass wie dort mit einem Sieg dem vorzeitigen Klassenerhalt einen großen Schritt näher kommen“, richtete Bohlender den Blick hoffnungsfroh nach vorn.
Nach den aktuellen Wetterprognosen dürfte am Sonntag zumindest das Wetter den Römerbergern keinen Strich mehr durch die Rechnung machen. In Weiden tritt die Mannschaft dann in gleicher Besetzung an wie im gestrigen Spiel, dann dürften auch die Sandplatzspezialisten Marin, Mutis und Recouderc wieder ihr ganzes Können unter Beweis stellen können.
Die Weidener gewannen gestern übrigens in ihrem ersten Abstiegsendspiel der Saison beim TC Waldau Stuttgart hauchdünn mit 5:4. Den Sieg sicherten die Gäste dabei nach einem 3:3 Zwischenstand nach den Einzeln erst in zwei nervenaufreibenden Doppeln, in denen man sich jeweils erst im Match-Tie-Break des dritten Satzes durchsetzen konnte.

Tobias Anton

Niederlage kurz vor halb zwölf


TENNIS: Zweitligist TC Römerberg verliert gestern Abend 3:6
RÖMERBERG. Die letzte Heimpartie in der zweiten Bundesliga des TC Römerberg gegen TC Großhesselohe stand für den Gastgeber unter keinem glücklichen Stern. Noch kein Einzel war beendet, als der Oberschiedsrichter darauf bestand, nach zwei Regenschauern in die Halle nach Limburgerhof umzuziehen. Dort wahrte der Vorjahresmeister aus München seine Titelambitionen mit einem 6:3-Sieg; der letzte Ballwechsel endete gegen 23.20 Uhr.
Römerberg benötigt nun aus zwei Auswärtsspielen bei den ebenfalls abstiegsgefährdeten Teams TC GR Weiden und TC Waldau Stuttgart mindestens noch einen Sieg zum Klassenerhalt. Coach Hubert Bohlender: „Im Spieljahr 2010 gibt es eine Neuordnung der Spielklassen, und da möchten wir im Vorfeld unbedingt zweitklassig sein, um uns sämtliche Optionen offen zu halten". Wie Dieter Kirschenmann, Sportwart des Tennisverbandes Rheinland-Pfalz, gestern mitteilte, werden von 2010 an die beiden zweiten Ligen zusammengefasst und darunter bundesweit vier Regionalligen eingeführt.

Im Spitzenduell traf Laurent Recouderc auf Daniel Brands (21), der mit der Empfehlung eines Challenger-Turniersieges nach Römerberg kam. Mittlerweile ist Brands der 182. der Weltrangliste. Noch in diesem Jahr peilt er einen Platz um 150 an, im nächsten Jahr will er es unter die Top 100 packen. Ohne jeglichen Aufschlagverlust verliefen die ersten beiden Sätze. Den Tiebreak im Ersten entschied Recouderc für sich. Zwei Matchbälle wehrte der Münchner mit zwei Assen ab und holte sich Durchgang zwei. Brands war am Ende der Glücklichere: 6:3.

Juan-Antonio Marin bot dem Gästespieler Marcel Zimmermann lange Zeit Paroli. Er versuchte es mit allen Mitteln, spielte für spanische Sandplatzspezialisten ungewöhnlich sogar Serve und Volley - vergeblich. Unglücklich verlor er den ersten Satz 5:7. Zimmermann fand nun immer besser ins Match und war auf dem Weg zum 6:1-Erfolg nicht mehr zu bremsen.
Julien Mathieu schlug den achtfachen österreichischen Meister Thomas Schiessling 6:4, 7:6. Jerome Becker trumpfte gegen Philipp Regnat (19) mit sicherem Grundlinienspiel auf. Den ersten Satz dominierte er mit 6:1 klar. Auch in Durchgang zwei beherrschte er bis zum 5:2 das Geschehen. Doch dann schlichen sich kleine Fehler ein - Regnat kam auf 5:4 heran. Aber der Mannheimer behielt die Nerven und sorgte mit 6:4 für den ersten Matchpunkt seiner Mannschaft.
(dsch) Sport
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Speyerer Rundschau
Ausgabe: Nr.185
Datum: Samstag, den 09. August 2008
Seite: Nr.21
"Deep-Link"-Referenznummer: '3894997'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

Der "Wassermann" Günter Baumgart

TC Römerberg wehrt sich bis 23.20 Uhr


TENNIS: 3:6-Niederlage gegen Großhesselohe

RÖMERBERG (dsch). Tennis-Zweit-Bundesligist TC Römerberg unterlag gestern Vorjahresmeister TC Großhesselohe mit 3:6. Um 23.20 Uhr wurde der letzte Ball geschlagen. Ein aufregender Tag mit einer kontroversen Entscheidung.
Bange Blicke richteten Zuschauer und Verantwortliche des TC Römerberg früh in Richtung Himmel. „Hoffentlich hält das Wetter, denn wenn wir in die Halle müssen, sinken unsere Chancen", befürchtete Hubert Bohlender, Team-Manager der Gastgeber.
Sein Wunsch sollte jedoch nicht in Erfüllung gehen. Nach dem zweiten Regenschauer entschied der Oberschiedsrichter gegen 16.15 Uhr, das Match in die Halle nach Limburgerhof zu verlegen. Unverständnis über diese unpopuläre Entscheidung herrschte ringsum auf der Anlage. Denn es sah gar nicht so schlecht aus. Ausgerechnet in der letzten Heimpartie sollten die zahlreichen Besucher nicht auf ihre Kosten kommen. Trotz zahlreicher Interventionen blieb der Referee bei seiner Entscheidung. Platzwart Wolfgang Walter verstand die Welt nicht mehr und war leicht angesäuert: „In einer Viertelstunde wären die Plätze mit Sicherheit wieder bespielbar gewesen", sagte er.

Zunächst schien alles wunschgemäß für Römerberg zu laufen. Dacian Craciun (Rumänien) spielte auf Position zwei gegen das 19-jährige Nachwuchstalent der Gäste, Peter Gojowczyk (ATP-Platz 342), groß auf und holte sich den ersten Satz souverän mit 6:1. Zu hoch war die Fehlerquote des Münchners. In Durchgang zwei änderte sich das Bild: Gojowczyk versuchte es mit Ballhalten, wartete geduldig auf seine Chance und punktete häufig mit seiner Vorhand. Nachdem er dem Rumänen dessen Service zum 3:1 abgenommen hatte, ließ er sich diesen Vorteil nicht mehr nehmen und gewann 6:3. Im Dritten packte Craciun die Brechstange aus, suchte den schnellen Punkt und produzierte dabei leichte Fehler. 0:4 lag er zurück, als es in die Halle ging.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Olivier Mutis gegen den Schweden Johan Settergren den Satzausgleich geschafft. Jerome Becker stand gegen Philipp Regnat nach 6:1 und 5:3 kurz vor dem Matchgewinn. Doch auch in der Halle ließ er sich nichts mehr anbrennen und behielt mit 6:4 die Oberhand. Craciun gab schließlich 2:6 und Mutis 5:7 ab. Und auch ein Doppel wurde nur noch gewonnen ...
Morgen kommt es beim ebenfalls um den Klassenerhalt kämpfenden TC GR Weiden zum Abstiegsduell. Mit einem Sieg wäre Römerberg fast gerettet. Spielführer Markus Hornung rechnet mit heftigem Widerstand der Oberpfälzer: „Uns erwartet eine ganz schwierige Aufgabe. Weidens Tabellenplatz sagt überhaupt nichts über deren wahre Spielstärke aus." Mit dem gestrigen ersten Saisonsieg bei Waldau Stuttgart tankte das Team Selbstvertrauen. Bohlender bietet die Akteure auf, die gestern am Ball waren.

So spielten sie:
Einzel: Laurent Recouderc - Daniel Brands 7:6 (7:5), 6:7 (3:7), 3:6 Dacian Craciun - Peter Gojowczyk 6:1, 3:6, 2:6 Juan-Antonio Marin - Marcel Zimmermann 5:7, 1:6 Olivier Mutis - Johan Settergren 4:6, 6:2, 5:7 Julien Mathieu - Thomas Schiessling 6:4, 7:6 (7:2) Jerome Becker - Philipp Regnat.6:1, 6:4
Doppel: Recouderc/Mutis - Brands/Settergren 4:6, 3:6 Craciun/Becker - Gojowczyk/Zimmermann 4:6, 4:6, Mathieu/Julian Gast - Schiessling/Regnat 6:3, 7:6 (7:1)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Speyerer Rundschau
Ausgabe: Nr.185
Datum: Samstag, den 09. August 2008
Seite: Nr.23
"Deep-Link"-Referenznummer: '3892382'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper



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