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TC Römerberg bleibt in der Zweiten Bundesliga - TEC Waldau Stuttgart verzichtet
TC Römerberg bleibt in der Zweiten Bundesliga - TEC Waldau Stuttgart verzichtet
RÖMERBERG. Niedergeschlagenheit herrschte bei den Verantwortlichen des TC Römerberg noch im August, als die Mannschaft 4:5 bei TEC Waldau Stuttgart verlor und der Abstieg aus der 2. Bundesliga besiegelt schien. Nun zog sich Stuttgart freiwillig zurück, was die Römerberger Tennis-Fans jubeln lässt: Ihr Team rückt nach und bleibt auch in der Spielsaison 2009 zweitklassig.
Wie der Erste Vorsitzende Stuttgarts, Dr. Harry Brambach, mitteilte, hat sich der Verein zum Rückzug in die Württembergliga entschlossen, weil sich nach der für das Jahr 2010 vorgesehenen Bundesliga-Strukturreform des Deutschen Tennis-Bundes nur die ersten vier der zweiten Liga Süd für die neue eingleisige Zweite Bundesliga qualifizieren. „Durch diese Einführung wird eine wettbewerbsfähige Zweitliga-Mannschaft noch teurer als in der abgelaufenen Saison 2008“ meinte der Vereinsboss.
Hubert Bohlender, Teamchef des einzigen rheinlandpfälzischen Tennis-Bundesligisten, zeigte sich dagegen von dieser überraschenden Wende hoch erfreut. „Eine tolle Sache für unsere treuen Zuschauer, denen wir nun auch weiterhin Weltklassetennis präsentieren können“ sagte er im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Mit dieser Entwicklung war nicht zu rechnen, nachdem Stuttgart im Abstiegs-Endspiel gegen Römerberg neben dem ATP-Top 100-Spieler Michael Berrer und dem irischen Davis-Cup-Akteur Louk Sorensen sämtliche Asse (Positionen eins bis sechs der Meldeliste) aufbot, bereits nach den Einzeln mit 5:1 unerreichbar in Führung lag und den Klassenerhalt zum Leidwesen der mitgereisten Römerberg-Anhänger frenetisch bejubelte.
Teamchef Hubert Bohlender plante bereits für die Oberliga. Nun muss er kurzfristig umdisponieren, um eine schlagkräftige Truppe für die Zweite Liga auf die Beine zu stellen. Jerome Becker, Julian Gast, Benedict Halbroth und Rares Georgescu bilden auch künftig das Gerippe der Mannschaft. Einige weitere starke deutsche Spieler hat Bohlender bereits im Auge. Die Verhandlungen laufen zwar auf Hochtouren, zu einem Vertragsabschluss kam es bisher allerdings noch nicht. „Die finanziellen Forderungen bewegen sich teilweise in einer Größenordnung, bei der wir aufgrund unserer finanziellen Situation einfach nicht mithalten können“ sagte der Team-Manager.
Fest eingeplant sind auch die beiden Franzosen Olivier Mutis und Julien Mathieu. Der Spanier Juan-Antonio Marin steht aus Altersgründen nicht mehr im Aufgebot. Die Aussichten, Spitzenspieler wie Laurent Recouderc, Dacian Craciun und Giancarlo Petrazzuolo noch einmal zu bekommen und zumindest sporadisch einzusetzen, hält der Coach nach der überraschenden Wende nun nicht mehr für ganz ausgeschlossen. Bei Recouderc werden wohl Bundesliga-Clubs anklopfen und ob Craciun die Mannschaft noch einmal unterstützt, ist zwar fraglich, doch Bohlender bemüht sich um beide. Auf den Chilenen Guillermo Hormazabal greift er nach dessen enttäuschender Vorstellung in Stuttgart nicht mehr zurück. Ebenfalls nicht mehr zur Verfügung steht Mannschaftsführer Markus Hornung, der als Spielertrainer zum TC RW Neustadt gewechselt ist.
Auf Ebene des Deutschen Tennis-Bundes wurde beschlossen, die Zweitbundesligagruppen Nord und Süd ab dem Jahr 2010 zu einer eingleisigen Liga mit zehn Vereinen zusammenzufassen. Sollte der Club im kommenden Jahr unter den ersten Vier landen, hätte er sich für die eingleisige zweite Liga qualifiziert. „Dann müssten wir überlegen was wir wollen und was finanziell machbar ist. Doch darüber machen wir uns heute noch keine Gedanken. Zunächst sind wir einmal glücklich darüber, dass wir im nächsten Jahr erneut in der zweiten Bundesliga mitmischen können“ meinte Bohlender. (dsch)
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