Berichte zum zweiten Spieltag gegen TC GR Weiden
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Julian Gast
unser Kämpfer
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Auf starken Auftakt folgt kein „Happy End"
TENNIS: Zweitligist TC Römerberg unterliegt gestern Abend vor heimischer Kulisse gegen TC GR Weiden mit 2:7
Von Marco Brückl
RÖMERBERG. Wie man trotz eines Nackenschlags gekonnt in eine Revanche startet und dem Widersacher den Wind aus den Segeln nimmt, hat Tennis-Zweitligist TC Römerberg gestern vorgemacht. Julian Gast und Olivier Mutis brachten Favorit TC GR Weiden ins Wanken. Am Ende hieß es allerdings 2:7 aus Römerberger Sicht. Die Hausherren warten weiter auf die ersten Punkte in dieser Saison.
„Revanche ist immer gut", sagte Julian Gast, nachdem er Jaroslav Pospisil in drei Sätzen 7:5, 1:6 und 7:6 (7:2) bezwungen hatte. In der vergangenen Saison gab es für den 29-Jährigen mit seinen Römerberger Teamgefährten eine 4:5-Niederlage gegen die Oberpfälzer zu verdauen - und das nach einer 4:2-Führung. Die Römerberger Jerome Becker und Ivo Mijic mussten gestern jedoch passen. Becker setzten 40 Grad Fieber außer Gefecht, Mijic befindet sich im Turniereinsatz in Köln. Somit rutschte Gast an Punkt zwei der Riege der Platzherren.
An dieser Position fühlte sich der Heidelberger offensichtlich pudelwohl. In seine Vorhandbälle verliebte sich der geneigte Betrachter schon im ersten Satz. „Ich bin immer gefährlich und kann mit jedem Schlag einen Punkt machen", sagte der Sportstudent. Freilich kam, als es darauf ankam, auch seine Rückhand. Die „Auszeit", die sich Gast im zweiten Durchgang nahm, ward ihm von dem TCR-Anhang nicht nur deshalb gegönnt.
Im Vergleich mit der Nummer 326 in der Welt sah es so aus, als würde Gast Satz zwei herschenken. „Nein, ich habe den zweiten Satz nicht freiwillig hergegeben. Das hat genauso dazu gehört wie alles andere. Zweieinhalb Stunden lang voll konzentriert zu sein, geht gar nicht", sagte der sympathische Sportler. Der erste Aufschlag sei nicht gekommen. Also: „Ich habe die Gedanken auslaufen lassen". Fortan produzierte Gast, an Position 133 der Deutschen Rangliste geführt, wieder weniger Fehler. Logisch, denn TCR-Manager Hubert Bohlender hatte längst versichert: „Der kommt wieder!"
Das Match mit dem Tschechen, der auf Seiten der scheinbar übermächtigen Gäste aus Bayern von einem Landsmann, zwei Italienern, einem Spanier und einem Slowaken unterstützt wurde, spitzte sich bei 4:4 im Schlusssatz zu. Pospisil gelang das Break.
„Ich habe die Schnauze gehalten und bin auf den Platz", kommentierte Gast, was hernach folgte. Der gebürtige Heidelberger schlug seinem Gegenüber einmal mehr einen Vorhandball um die Ohren, glich mit dem Rebreak zum 5:5 aus. Gast war obenauf.
„Sport soll Spaß machen", sagte Römerbergs interne Nummer acht. Dass der Student dem Reisestress in Sachen Tennis 2006 entsagte, habe er nicht bereut, betonte Gast. Seine Spielfreude übertrug sich jedenfalls mehrfach aufs Publikum. Ein Vorteil dabei: Auf der TCR-Anlage genießen die Zuschauer die Sicht auf sämtliche Plätze.
Für ein „Hey!" im Dreierpack aufgrund gelungener Schläge sorgten parallel Olivier Mutis und Rares Georgescu. Mutis hielt Matteo Viola nieder. Obwohl Georgescu unglücklich in drei Sätzen unterlag, stand eines felsenfest: Schon nach den ersten drei Einzeln hatten sich die Römerberger Spieler in Sachen Kampf und Einsatzbereitschaft nichts mehr vorzuwerfen. sport
ERBACHM
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Speyerer Rundschau
Ausgabe: Nr.170
Datum: Samstag, den 25. Juli 2009
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '5285302'
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Georgescu die tragische Figur
Tennis: TC Römerberg verliert gegen TC Weiden mit 2:7 - Start verheißungsvoll
Von Andreas Böhm
RÖMERBERG. Tennis-Zweitligist TC Römerberg wartet weiter auf den ersten Saisonerfolg. Die vom Franzosen Julien Mathieu angeführte Equipe unterlag gestern dem TC GR Weiden mit 2:7, bezog die zweite Niederlage im zweiten Spiel.
Nein, Rares Georgescu wollte lieber nichts sagen. „Ich muss erst duschen, mich beruhigen, sonst erzähle ich nur Quatsch", beschied der 26-Jährige, die Sporttasche am Arm, das Handtuch über der Schulter, das Haupt gesenkt. Vielleicht ahnte Georgescu in diesem Augenblick bereits, dass er ob seiner unglücklichen wie überflüssigen Niederlage gegen Petr Vojtisek zur tragischen Figur dieses Tennis-Tages werden könnte. Zumindest aus Römerberger Sicht.
Julian Gast hatte Jaroslav Pospisil, Nr. 326 der ATP-Weltrangliste, dank einer Großtat mit 7:5, 1:6, 7:6 (7:2) geschlagen, Olivier Mutis seinen Gegenüber Matteo Viola mit 3:6, 6:4, 7:5 (7:5) niedergekämpft. Mutis, in seiner besten Zeit Nummer 71 des Globus, eilte nach dem letzten geschlagenen Ball wie Georgescu ebenfalls ohne viele Worte unter die Brause. Keine Flegelei, sondern Erschöpfung und leichten Krämpfen geschuldetes Bedürfnis. Der 31-Jährige hatte schwer geschuftet. Unnötigerweise, er führte im dritten Satz bereits mit 4:1 und verschenkte beim Stand von 5:4 ein eigenes Aufschlagspiel zu Null ...
Der TC Römerberg also lag mit 2:0 vorne, und Rares Georgescu hatte das 3:0 auf dem Schläger. Nach gewonnenem ersten Durchgang (6:4) durchbrach er den Aufschlag seines Kontrahenten im zweiten Satz beim Stand von 4:4. Er brauchte „nurmehr" sein eigenes Service durchzubringen. Dies misslang. Vojtisek glich zum 5:5 aus, sicherte sich mit 7:5 den zweiten Satz und später, abermals mit 7:5, das ganze Match. Georgescu hatte beim Stand von 4:4 40:0 geführt - und keinen Breakball genutzt. „Zwei Bälle gehen auf die Linie, einen trifft er mit dem Rahmen. Man kann wohl sagen, dass er ein bisschen mehr Glück hatte als ich", argwöhnte Georgescu später.
Seine Niederlage bimmelte die Wende ein. Benedict Halbroth: beim 1:6, 3:6 gegen Marc Fornell chancenlos. Joscha Beutel: beim 1:6, 1:6 gegen Mariano Delfino überfordert. Galionsfigur Julien Mathieu: gegen den Slowaken Kamil Capkovic, die 269 der Welt, geistig zu müde; 6:3, 3:6, 1:6 - ein klares Resultat. Der TCR erholte sich nicht mehr, verlor sämtliche Doppel.
Teammanager Hubert Bohlender hatte seine Formation kurzfristig verändern müssen. Jerome Becker lag mit 40 Grad Fieber darnieder, Ivo Mijic kam bei einem Future-Turnier in Köln weiter als gedacht. Zumindest Becker fehlt morgen (11 Uhr) gegen den TV Ravensburg gewiss. Ungeachtet dessen darf sich der Tennis-Anhänger freuen: Nach gestrigem Stand der Dinge reisen die Oberschwaben mit Davis-Cup-Spieler Andi Beck an.
SO SPIELTEN SIE:
Einzel: Julien Mathieu - Kamil Capkovic 6:3, 3:6, 1:6; Julian Gast - Jaroslav Pospisil 7:5, 1:6, 7:6 (2); Benedict Halbroth - Marc Fornell 1:6, 3:6; Olivier Mutis - Matteo Viola 3:6, 6:4, 7:6 (5); Joscha Beutel - Mariano Delfino 1:6, 1:6
Doppel: Rares Georgescu - Petr Vojtisek 6:4, 5:7, 5:7; Doppel: Gast/Mutis - Pospisil/Capkovic 2:6, 6:2, 10:12; Mathieu/Georgescu - Fornell/Delfino 3:6, 1:6; Timo Nigri/Halbroth - Jiri Vrbka/Vojtisek 5:7, 2:6.
KONZOKH
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.170
Datum: Samstag, den 25. Juli 2009
Seite: Nr.10
"Deep-Link"-Referenznummer: '5283509'
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