Berichte zum sechsten Spieltag gegen TC RW Landshut
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Rares Georgescu
Bild: Jan Winkler
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Pech, einfach nur Pech
Tennis: Römerberg verliert 4:5 gegen Landshut - Benedict Halbroth gewinnt Einzel
RÖMERBERG (aboe). Die Hoffnung des Tennis-Zweitligisten TC Römerberg auf den ersten Sieg der Saison schmolz bei über 30 Grad in der letzten Partie des Tages. Ivo Mijic und Rares Georgescu verloren ihr Doppel 3:6, 7:6, 8:10, der seither ebenfalls punktlose TC RW Landshut bejubelte einen 5:4-Erfolg.
Benedict Halbroth hatte sich das Hätscheln und Tätscheln verdient. Er hatte Raimund Knogler soeben die erste Runden-Niederlage zugefügt, sich selbst mit 7:6, 7:6 den ersten Sieg geschenkt, den TC Römerberg mit seinem Punkt zum 3:3 im Spiel gehalten. Der Schlagabtausch war nicht nur eng, er war verrückt. Halbroth gewann den ersten Satz, nachdem er mit 1:5 und im Tiebreak mit 2:6 zurückgelegen hatte. Im zweiten Abschnitt führte er mit 5:2, sein Gegenüber schien gebrochen. Ein Irrtum: Halbroth spendierte sein Service und lag bald mit 5:6 hinten, ehe er sich erneut in die „Verlängerung" rettete. Es folgten zwei Doppelfehler, die gleiche Zahl Asse, flüchtige Schnitzer, Traumpunkte. Und letztlich die Befreiung: Halbroth 7, Knogler 5.
Der 1987 Geborene war mal Profi, er stellte allerdings fest, dass ein Dasein auf dem Tennisplatz für ihn nicht allein selig machend ist. Seitdem gibt er einem Medizin-Studium in Mainz den Vorrang. Es lag nicht allein an den veränderten Prioritäten, dass die Saison bis gestern nicht verlief wie erhofft. „Wenn die Franzosen nicht da waren, habe ich meist gegen Leute gespielt, die weit über meinem Niveau lagen. Ich gehöre an Position fünf oder sechs, nur da kann ich helfen", sagte Halbroth erfrischend uneitel. Die Dürre war für ihn also nicht abnorm, sondern logisch. Und doch schien es bei 5:2-Führung im zweiten Abschnitt so, als verlasse ihn wegen des Mangels an Erfolgen die eigene Courage. Halbroth sagte: „Für mich ist die Erklärung simpel: Ich habe einfach keinen mehr richtig reinserviert."
Auch Trainer William Wille pustete nach der Zitterpartie durch. Ihm fällt es trotz des hässlichen Tabellenbildes mit nun 0:12 Punkten leicht, sein Team stets aufs Neue zu beflügeln. „Uns motiviert der Zusammenhalt. Wir trainieren zusammen, wir gehen essen, wir gehören einfach zusammen und freuen uns auf jedes Spiel", sagte Wille. Auch die Importe Olivier Mutis und Julien Mathieu gehörten schon zum Inventar, seien keine Tennis-Söldner. Sie seien bei Festen da, genössen das Publikum. Und dieses wiederum kam auf seine Kosten: Die beiden frischen Franzosen feierten glatte Erfolge. Zum Sieg verhalf das dem TC Römerberg nicht. Trotz 89:85 Spielpunkten. So etwas nennt man Pech ...
so spielten sie:
Einzel: Jerome Becker - Jan Stancik 4:6, 3:6; Julien Mathieu - Roman Vögeli 6:3, 6:0; Ivo Mijic - Ladislav Svarc 2:6, 2:6; Julian Gast - Mario Haider-Maurer 4:6, 6:7 (7:2), Benedict Halbroth - Raimund Knogler 7:6 (8:6), 7:6 (7:5), Olivier Mutis - Matthias Schmid 6:1, 6:2
Doppel: Becker/Mathieu - Stancik/Vögeli 6:3, 1:6, 8:10; Mijic/Rares Georgescu - Svarc/Knogler 3:6, 7:6 (7:2), 8:10; Gast/Mutis - Haider-Maurer/Schmid 7:6 (7:2), 6:1
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Speyerer Rundschau
Ausgabe: Nr.182
Datum: Samstag, den 08. August 2009
Seite: Nr.9
"Deep-Link"-Referenznummer: '5337802'
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Edelfans bleiben auch in Regionalliga treu
TENNIS: TC Römerberg verliert Heimspiel gegen RW Landshut 4:5
VON MARCO BRÜCKL
RÖMERBERG. Ihre Getreuen stellten die Tennis-Spieler des TC Römerberg gestern auf eine harte Probe. Das Zweitliga-Team um Manager Hubert Bohlender lieferte dramatische Matches ab, ehe die 4:5 (3:3)-Heimniederlage gegen TC RW Landshut feststand.
Ein ganz Treuer ist Georg Weiler. „Ich hoffe, dass wir gewinnen", sagte der 66-Jährige im Gespräch mit der RHEINPFALZ: „Wir fiebern alle mit. Bis jetzt sieht es ja einigermaßen gut aus." Da führten die Hausherren nach den ersten drei Einzeln mit 2:1.
Allerdings lag Jerome Becker an Punkt eins gegen den Slowaken Jan Stancik im ersten Satz mit 3:4 zurück. Und Ivo Mijic tat sich gegen Stanciks Landsmann, Ladislav Svarc, bei 1:4 überaus schwer. Hoffnungen auf ein 3:3 nach den Einzeln nährte Benedict Halbroth. Der Ludwigshafener hatte sich nach 2:5 in den Tie-Break gekämpft. Doch Widersacher Raimund Knogler empfahl sich als noch ungeschlagener Landshuter Racket-Schwinger. Aber es kam zum 3:3 nach den Einzeln, ehe die Römerberger zwei Doppel im Matchtiebreak und damit wieder die gesamte Partie abgaben.
Manager Bohlender taxierte die Siegchancen gegen die Bayern auf 80 Prozent. Zuvor schlugen bereits fünf Niederlagen zu Buche. „Es macht mir schon etwas aus, wenn die Mannschaft ständig verliert", meinte Weiler: „Hubert Bohlender kann mit Hilfe des Förderkreises keine Star-Spieler einkaufen, wie es andere Mannschaften in der Zweiten Liga tun."
Den Treuebeweis leistete das TCR-Mitglied in dieser Saison bei jedem Heimspiel und beim Auswärtsauftritt in Pforzheim. „Dass wir so viele Jugendliche im Verein haben, führe ich auch auf die Römerberg Open und die Zweite Liga zurück", teilte Weiler mit: „Als Sportler muss man auch Niederlagen verschmerzen."
Der Herren-60-Aktive schwört die Treue, auch wenn die Römerberger Erste nächstes Jahr nur noch in der Regionalliga antritt. Platz vier für die bald eingleisige Zweite Liga ist in weite Ferne gerückt. So lange erfreut er sich am Spiel von Julien Mathieu. „Ihm schaue ich besonders gerne zu, weil er so raffiniert arbeitet." Er könne alles spielen.
Gestern biss der Tscheche Roman Vögeli gegen den Römerberger Franzosen in den saueren Apfel. Mathieu, der seine beste Zeit hinter sich hat und keine Turniere mehr spielt, ließ den Gast beim 6:3, 6:0-Sieg verschiedene Male ganz schlecht aussehen.
„Die Spielanlage von Julian Gast oder Rares Georgescu gefällt mir auch", erzählte Weiler, dessen Frau Anna den TCR ebenfalls unterstützt („Sie muss ja mit, wenn ich fortgehe"). Gast mühte sich redlich beim 4:6, 6:7 (2:7) gegen den Österreicher Mario Heider-Maurer. Georgescu betrat den Sandplatz in den Doppeln an der Seite von Ivo Mijic.
Wenngleich Benedict Halbroth den Dramatik-Vogel beim 7:6 (8:6), 7:6 (7:5) gegen Kogler abschoss, sah Weiler einmal mehr eine Unmenge faszinierender Ballwechsel. Dabei kam der Rentner erst spät zum Tennis. „Ich habe erst mit 35, kurz vor dem Boris-Becker-Boom angefangen. Vorher war Fußball groß geschrieben." Heute geht er beim Tennis wie die Gleichgesinnten Franziska Werry oder Marlene Munhofen zuweilen ganz nah ran - vor allem, wenn Julian Gast vermeintlich seine Unterstützung braucht. SPORT
ERBACHM
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Speyerer Rundschau
Ausgabe: Nr.182
Datum: Samstag, den 08. August 2009
Seite: Nr.21
"Deep-Link"-Referenznummer: '5334203'
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